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Ausgezeichnete Krebsforschung – KIT-Spin-off amcure GmbH überzeugt beim CyberOne Award mit einem neuen Ansatz für die Pankreaskrebstherapie

amcure-Gründer Dr. Matthias Klaften und Dr, Alexandra Matzke

Für ihren Wirkstoff gegen Pankreaskrebs wurde die Karlsruher amcure GmbH am 12. Juni 2012 mit dem zweiten Preis beim Cyber One Award prämiert. Darüber hinaus wurde die amcure GmbH mit dem renommierten Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die vier Unternehmensgründer des jungen Spin-offs aus dem Karlsruher Institut für Technologie arbeiten am Wirkstoff AM001, der zukünftig neue Möglichkeiten bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs eröffnen könnte.

Pankreaskrebs ist eine der aggressivsten Krebsarten und führt in 85 bis 90 Prozent der Fälle innerhalb weniger Monate nach der Diagnose zum Tod. Der Grund für die späte Entdeckung von Ausgangstumor und Metastasen ist das späte Einsetzen von Schmerzen und anderen Symptomen beim Patienten. Oftmals sind Pankreastumore in diesem Stadium nicht mehr operabel. Ein weiteres Problem liegt in der geringen Effektivität gängiger Therapien bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs: „Angiogenese-Hemmer werden eingesetzt, um das Wachstum von Tumoren durch Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen zu stoppen. Tumorzellen und Metastasen von Karzinomen der  Bauchspeicheldrüse sprechen auf konventionelle Angiogenese-Hemmer jedoch nur schlecht an“, erklärt amcure-Geschäftsführer Dr. Matthias Klaften.

Die zweite Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin Dr. Alexandra Matzke hat den first-in-class-Wirkstoffansatz AM001 am Institut für Toxikologie und Genetik des KIT identifiziert und entwickelt ihn nun im amcure-Team weiter: „Das besondere an AM001 ist die hochselektive Ansprache von bösartigen Zellen“. Während eine Therapie mit Angiogenese-Inhibitoren bisher nicht zwischen gut- und bösartigen Zellen unterscheiden konnte, spricht amcure’s Entwicklung ganz spezifisch Tumorzellen des Pankreaskrebses an. Ähnlich wie ein Schlüssel im Schloss, dockt AM001 an den Korezeptor CD44v6 an, er verhindert so die die Weiterleitung von Zellsignalen zur Bildung neuer Blutgefäße um den Tumor und die Entwicklung von Metastasen. Gesundes Gewebe bleibt dabei nach bisherigen Erkenntnissen intakt.

Bis das Medikament auf den Markt kommt, wird es jedoch noch eine Weile dauern, erklären die Gründer: „Im Moment optimieren wir Dosis und Verweildauer des Wirkstoffs im Körper, anschließend beginnen wir mit den klinischen Vorstudien und entwerfen einen Behandlungsplan für Patienten“. Bei positiven Ergebnissen der Studien könnte AM001 möglicherweise auch für weitere Krankheitsbilder einsetzbar werden.

http://amcure.com/

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