Automatisierung abseits der Masse

Mit einem intelligenten Modulbaukasten macht die KIT-Ausgründung robodev GmbH Automatisierung für die Produktion und Montage kleiner Stückzahlen rentabel.

Robotergestützte Automatisierung boomt. Gerade in der Automobilbranche sind moderne Industrieroboter kaum mehr wegzudenken: Vom Stanzen einzelner Bleche bis hin zur fertigen Karosse werden ganze Automatisierungsstraßen zum Teil komplett ohne menschliches Eingreifen betrieben. Dass sich gerade die Automobilindustrie zum Musterknaben in diesem Bereich entwickelt hat, ist kein Zufall. Anders als in vielen anderen Branchen handelt es sich in der Regel um extrem hohe Stückzahlen, die alle nach dem exakt gleichen Schema produziert werden müssen. „Die Kosten für eine einfache Automatisierungslösung belaufen sich auf mindestens 80.000 Euro. Bei geringen Stückzahlen unter 10.000 Stück pro Monat amortisiert sich diese Investition meist nicht. Knapp 75 Prozent der Prozesse in produzierenden Unternehmen in Deutschland sind daher manuell bzw. nur gering automatisiert“, so Dr. Andreas Bihlmaier, Mitgründer der robodev GmbH.

Die Gründer von robodev (v.l.n.r.): Dr. Julien Mintenbeck, Dr. Jens Liedke und Dr. Andreas Bihlmaier.

Die Gründer von robodev (v.l.n.r.): Dr. Julien Mintenbeck, Dr. Jens Liedke und Dr. Andreas Bihlmaier.

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Besucherrekord beim Innovationstag NEULAND: Über 750 Teilnehmer feierten die Innovationskultur am KIT

Unter dem Motto „Neues schaffen“ veranstaltete das KIT am 28. Juni 2017 seinen Innovationstag NEULAND – eine Begegnungsplattform für alle, die sich für die Themen Technologietransfer, Unternehmensgründungen und Kooperationsmöglichkeiten am KIT interessieren. Das bunte Programm mit Workshops, Seminaren, Vorträgen und Pitches lockte über 750 Teilnehmer auf das Gelände am Campus Süd. Highlight am Abend war die Keynote von Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender von Zeiss, mit dem das KIT einen wichtigen Partner und Innovationstreiber am Standort Deutschland auf der Bühne begrüßen durfte.

„Beim Innovationstag NEULAND präsentierten wir die Vielfalt Innovation am KIT. Wir freuen uns, dass in diesem Jahr so viele Gäste unser Angebot wahrgenommen haben“, so Prof. Dr. Thomas Hirth, Vizepräsident für Innovation und Internationales am KIT. „Der Dialog zwischen Wirtschaft und Gesellschaft hat für uns einen hohen Stellenwert und wir möchten diesen unter anderem mit unserem jährlichen Innovationstag anstoßen und beleben. Die Vielfalt der Innovationen hat sich auch bei unseren Gästen, Referenten und Programmpunkten wiedergespiegelt – wir haben Studierende, Beschäftigte, Unternehmen und Investoren auf dem Campus begrüßen können.“

NEULAND – DER INNOVATIONSTAG AM KIT 28. Juni 2017

Zahlreiche Besucher beim Bühnenprogramm des Innovationstags NEULAND

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Rebranding: Der Weg zum neuen Namen

Von wegen Schall und Rauch – die Bedeutung eines prägnanten Namens ist besonders für Start-ups nicht zu unterschätzen. Der Name sollte kurz sein, einfach zu merken, keine negativen Assoziationen hervorrufen und im Idealfall Rückschlüsse auf die Art des Unternehmens zulassen. Schließlich ist der Name eines Unternehmens eine Art Aushängeschild, das Kunden, Distributoren aber auch Investoren neugierig machen soll und sich langfristig zu einer Marke etablieren kann.

Trotz intensiver Namensfindungsprozesse stellen insbesondere Start-ups nicht selten fest, dass ihr Unternehmensname doch nicht so wirkt, wie gewünscht. Eine Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und der WHU – Otto Beisheim School of Management bestätigt, dass circa jedes vierte Start-up im ersten Jahr seinen Namen wechselt. So beispielsweise auch zwei Gründerteams aus dem KIT: Apium und memetis. Wir haben über die Gründe des Rebrandings und das Vorgehen beim Finden und Einführen eines neuen Namens gesprochen.

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In-silico-Revolution in der Biotechnologie

Schluss mit Experimenten: Die KIT-Ausgründung GoSilico ermöglicht der Biopharmabranche eine computergestützte Entwicklung von Herstellungsprozessen für neue Wirkstoffe.

Der Weg von der Entdeckung eines erfolgversprechenden Wirkstoffs bis hin zur Zulassung ist mühsam. Er ist mit unzähligen Experimenten und Studien verbunden, die nicht nur hohe Kosten verursachen, sondern auch sehr viel Durchhaltevermögen fordern. „Bis zu zehn Jahre kann es dauern, bis ein Medikament am Markt ist“, so Dr. Thiemo Huuk. Ein Umstand, den er gemeinsam mit seinen Mitgründern Prof. Dr. Jürgen Hubbuch, Dr. Teresa Beck und Dr. Tobias Hahn beheben will.

Die Gründer von GoSilico (v.l.n.r.): Dr. Thiemo Huuk, Dr. Tobias Hahn und Dr. Teresa Beck (Quelle: Foto Fabry)

Die Gründer von GoSilico (v.l.n.r.): Dr. Thiemo Huuk, Dr. Tobias Hahn und Dr. Teresa Beck (Quelle: Foto Fabry)

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Auf dem Sprung in die USA

Zwei Gründungen mit Wurzeln am KIT wagten den Sprung über den großen Teich: ArtiMinds Robotics und RESTUBE haben sich für den German Accelerator qualifiziert – ein Programm, das Gründern den Eintritt in den amerikanischen Markt erleichtern soll. Neben einem Arbeitsplatz erhalten die Teilnehmer vor Ort Unterstützung von Mentoren und Zugang zu einem großen Unternehmensnetzwerk. „Eine einmalige Chance, um Kontakte zu amerikanischen Investoren, aber auch zu Produzenten und Distributoren zu knüpfen“, so Christopher Fuhrhop, Gründer der RESTUBE GmbH.

Christopher Fuhrhop verbrachte im Rahmen des German Accelerators drei Monate in San Francisco.

Christopher Fuhrhop verbrachte im Rahmen des German Accelerators drei Monate in San Francisco.

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