Innovation – Fluch oder Segen!?

Die Krise ist kaum vorbei und schon ruft das ganze Land nach Innovationen. In Zeiten der florierenden Informationstechnik, des Energiewandels und der Frage nach unserer zukünftigen Mobilität können wir mit Sicherheit nicht darauf verzichten. Nur sind Innovationen wirklich das Allheilmittel unserer Probleme und sollte man auf Biegen und Brechen innovativ sein, um Erfolg zu ernten? Weiterlesen

Teil 2: Intuitive Kreativitätstechniken – Drei Beispiele

Mein letzter Blogbeitrag startete mit einer kurzen Einführung in die Welt der Kreativitätstechniken. An dieser Stelle möchte ich nun drei verschiedene intuitive Kreativitätsmethoden vorstellen.

Bisoziation

Der österreichisch-ungarische Schriftsteller Arthur Koestler erwähnte 1964 in seinem Werk „The Act of Creation“ erstmals die Theorie der Bisoziation. Die Bedeutung leitet sich von dem Begriff „Assoziation“ ab, jedoch stehen nicht etwa lineare gedankliche Abstraktion oder Verknüpfung im Vordergrund, sondern die Verbindung von Aspekten unterschiedlicher Domänen. Konkret bedeutet dies, dass Probleme durch die Betrachtungen von zwei Denk-Dimensionen gelöst werden.

Im ersten Schritt müssen sich die Teilnehmer (wie so oft) bewusst machen, welches Problem vorherrscht, z.B. eine konkrete Fragestellung aus der Produktentwicklung. Im Anschluss wird eine zweite, völlig unabhängige Domäne, bspw. aus der Natur festgelegt. Auf dieser Basis startet dann eine Assoziationsphase mithilfe von Reizbildern. Sie soll Gedanken, Ideen oder Gefühle bei den Teilnehmern hervorrufen. Dabei ist es wichtig, die Ergebnisse der Assoziationen schriftlich festzuhalten. Danach werden die Resultate auf Analogien überprüft, die sich in Form von gemeinsamen Prinzipien und Erkenntnissen zwischen der ursprünglichen Problematik und der Assoziationsphase manifestieren. Abschließend müssen die Analogien bewertet und in die ursprüngliche Domäne adaptiert werden.

Die Kreativitätstechnik der Bisoziation eignet sich vor allem für Problemstellungen aus dem Werbe- und Marketingbereich. Ihre Anwendung macht aber auch bei technischen Problemen Sinn. Skurrilerweise findet die Bisoziation auch in der Humoristik Beachtung, da durch die Analogien zwischen zwei verschiedenen und unabhängigen Bereichen schnell eine gewisse Komik entstehen kann. Sie sollten für die Anwendung der Methode in beiden Fällen jedoch viel Zeit einplanen.

Weiterführende Informationen zur Bisoziation-Methodik findest du hier: http://www.ideenfindung.de/Bisoziation-Kreativit%C3%A4tstechnik-Brainstorming-Ideenfindung.html

Kopfstandtechnik

Die Kopfstandtechnik verspricht viele gute Lösungen, weil sie sich eine menschliche Eigenschaft zu Nutze macht – das Widersprechen von Aussagen! Dem Verstand fällt es leichter negative Aspekte für eine Sache zu finden als Positive. Genau hier setzt die Kreativitätstechnik an.

Man formuliert ein Problem als Fragestellung und dreht diese dann ins Gegenteil um. Beispielsweise wird sich ein Automobilhersteller fragen: „Warum sinken die Absatzzahlen von Kleinkraftwagen im Inland?“ Kehrt man nun die Fragestellung um in „Wie kann ich die Absatzzahlen von Kleinkraftwagen im Inland senken?“, wird man feststellen, dass einem hierzu viel mehr Antworten einfallen. Mögliche Antworten könnten sein (1) Höherer Benzinverbrauch, (2) Weniger Platz, (3) Minderwertiger Komfort… Jetzt stellt man die Antworten nur noch auf den Kopf: (1) Niedriger Benzinverbrauch, (2) Mehr Platz, (3) Hochwertiger Komfort… und schon passen die Antworten perfekt zur Ausgangsfragestellung.

Wenn du mehr über die Kopfstandtechnik erfahren möchtest, kannst du dich hier informieren: http://www.ideenfindung.de/Kopfstandtechnik-Brainstorming-Kreativit%C3%A4tstechniken-Ideenfindung.html

6-3-5-Methode

Bei der 6-3-5-Methode ist der Name Programm. 6 Teilnehmer müssen jeweils 3 Ideen auf einem Blatt Papier mit 3 Spalten und 6 Zeilen notieren und dieses 5-mal weiterreichen.

Zu Beginn notiert jeder der sechs Teilnehmer drei Ideen zu einer Problemstellung auf jeweils einem Blatt Papier. Anschließend wird das Blatt reihum an seinen Nachbar weitergegeben, der wiederum drei neue Ideen zu denen seines Vordenkers schreibt und diese somit weiterentwickelt. Dieser Prozess wiederholt sich fünf Mal, sodass am Ende jeder der sechs Teilnehmer drei Ausgangsideen und fünfzehn Ideen zur Weiterentwicklung notiert hat. Rechnet man diese Prozedur auf 30 Minuten hoch, so erhält man maximal 108 Ideen.

Die Methode ähnelt der Brainwriting-Technik, jedoch ist die Qualität der Ideen durch die stete Weiterentwicklung meist besser. Die 6-3-5-Methode ist simpel und unkompliziert, außerdem entfällt die Notwendigkeit einer Moderation.

Eine ausführliche Beschreibung (inkl. Arbeitsblatt) der 6-3-5 Methode findest du hier: http://www.ideenfindung.de/6-3-5-Methode-Kreativit%C3%A4tstechnik-Brainstorming-Ideenfindung.html

BMWi startet Online-Lernprogramm für Existenzgründer

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Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / Gründungswerkstatt

Das Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie erweitert sein Angebot für Existenzgründer/innen und Interessierte. In Kooperation mit dem Karrierenetzwerk XING hat es dazu ein kostenfreies Lernprogramm für Existenzgründungen entwickelt.

Das Lernprogramm führt dich online durch die wichtigsten Etappen im Gründungsprozess und hilft bei vielen Fragestellungen. Beispielsweise erhältst du Unterstützung bei der Frage, ob Selbstständigkeit eine Karrieremöglichkeit für dich darstellt. In den einzelnen Etappen findest du nützliche Informationen, Übersichten und weitere Unterlagen zur Bearbeitung. Wenn du bereits an deiner Gründung arbeitest, hilft das Lernprogramm unter anderem bei der Entwicklung eines Businessplans, klärt über die unterschiedlichen Rechtsformen auf und zeigt dir, welche Formalitäten und Unterlagen du im Rahmen seiner Existenzgründung benötigst.

Der Ratgeber ist modular aufgebaut, so dass du direkt in die für dich wichtigen Fragestellungen springen kannst. Wir empfehlen dir das Lernprogramm als Nachschlagewerk. Für weitere Informationen rund um das Thema Gründen beraten wir euch gerne persönlich.

EXIST – Höhere Fördersätze für Forschungstransfer

Der „EXIST-Forschungstransfer“ ist neben dem „EXIST-Gründerstipendium“, dem Programm „Junge Innovatoren“ des Landes Baden-Württemberg und dem „Helmholtz Enterprise“-Programm der Helmholtz-Gemeinschaft eines der großen Förderinstrumente für Hightech-Ausgründungen aus dem KIT. Deshalb freut es uns besonders, allen Interessierten mitteilen zu können, dass seit dem 09.12.2014 die neuen, verbesserten Konditionen für EXIST-Forschungstransfer gelten.

Im Folgenden fassen die wichtigsten Änderungen aus den neuen Förderrichtlinien zusammen, insbesondere die Änderungen in Bezug auf Art, Umfang und Höhe der Zuwendung.

Förderphase I

Der Förderzeitraum beträgt grundsätzlich bis zu 18 Monate. Neu: Für hochinnovative und nachweisbar besonders zeitaufwändige Entwicklungsvorhaben kann mit ausdrücklicher Zustimmung der Expertenjury ein Förderzeitraum von bis zu 36 Monaten eingeräumt werden. Bei ungeplanten Verzögerungen der Entwicklungsarbeiten kann der Förderzeitraum unter Beibehaltung des Fördervolumens um bis zu sechs Monate verlängert werden.

Förderfähig sind:

  • Personalausgaben/-kosten für ein Gründerteam mit maximal vier Mitgliedern – bestehend aus dem Forscherteam mit drei wissenschaftlichen Mitarbeitern (oder davon ein Techniker/Laborassistent) sowie einer Person mit betriebswirtschaftlicher Kompetenz
  • Ausgaben/Kosten für studentische Hilfskräfte und Sachausgaben/-kosten sind grundsätzlich bis zu insgesamt 250.000 € (bisher 70.000 €) förderfähig.

Förderphase II

Insgesamt wird dem Unternehmen in der Förderphase II ein nicht rückzahlbarer Gründungszuschuss von maximal 180.000 € zur Verfügung gestellt (bisher 150.000 €). Das Gründungsunternehmen muss zur Finanzierung der Förderphase II eigene Mittel in Form von Eigenkapital der Gründerinnen und Gründer sowie ggf. Beteiligungskapital im Verhältnis von 1:3 zur Höhe des Gründungszuschusses nachweisen. Die Förderphase II soll grundsätzlich einen Zeitraum von 18 Monaten nicht überschreiten.

Die ausführlichen Informationen zur Förderung mit dem EXIST-Forschungstransfer kannst du in den Richtlinien nachlesen. Für Rückfragen steht dir das Beraterteam von KIT-Innovationsmanagement gerne zur Verfügung.

EXIST – Höhere Fördersätze für Gründerstipendium

Das EXIST-Gründerstipendium ist eines der beliebtesten Gründerförderprogramme der Gründerteams am KIT. Deshalb freut es uns besonders, allen Interessierten mitteilen zu können, dass seit dem 09.12.2014 die neuen, deutlich höheren Fördersätze für das Gründerstipendium in Kraft treten.

Im Folgenden zeigen wir einen Auszug aus den neuen Förderrichtlinien, insbesondere die Änderungen in Bezug auf Art, Umfang und Höhe der Zuwendung:

  • Studierende, die mindestens die Hälfte ihres Studiums absolviert haben: 1.000 € pro Monat (bisher 800 €)
  • Technische Mitarbeiterin/Technischer Mitarbeiter: 2.000 € pro Monat (bisher kein Förderung)
  • Absolventinnen/Absolventen mit mindestens einem Hochschulabschluss: 2.500 € pro Monat (bisher 2.000 €)
  • Promovierte Gründerinnen und Gründer: 3.000 € pro Monat (bisher 2.500 €)
  • Für unterhaltspflichtige Kinder der Gründerin/der Gründer werden 100 € pro Kind pro Monat als Kinderzuschlag gewährt.
  • Sachausgaben können insgesamt bis zu 10.000 € für Einzelgründungen bzw. bis zu 30.000 € (bisher 20.000 €) für Teamgründungen (bis zu drei Personen) als zuwendungsfähig anerkannt werden.
  • Coaching, unternehmerische Qualifizierungsmaßnahmen und Gründungsberatungkönnenzusätzlich bis zu 5.000 € gewährt werden, die nicht für andere Zwecke verwendet werden dürfen.

Die ausführlichen Informationen zur Förderung mit dem EXIST-Gründerstipendium kannst du in den Richtlinien nachlesen. Für Rückfragen steht dir das Beraterteam von KIT-Innovationsmanagement gerne zur Verfügung.

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