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Das Zell-Screening der nächsten Generation

Das KIT-Spin-off Aquarray ermöglicht mit dem Prinzip der Droplet-Microarray (DMA) Technologie eine nachhaltige Verbesserung des Zell-Screening im Bereich Pharmaindustrie und Biowissenschaften.

Aquarray_Team

(v.l.n.r. – oben): Dr. Pavel Levkin, Dr. Gunter Festel, Konstantin Demir, (unten) Prof. Jörg Vienken, Dr. Anna Popova, Dr. und Simon Widmaier

Moderne Labortechnik kann nicht nur helfen, neue Medikamente zu entwickeln, sondern auch Diagnosen schneller und exakter zu stellen. Das Karlsruher Spin-off Aquarray hat eine Laborausstattung entwickelt, die die Suche nach Wirkstoffen und das Untersuchen von Zellproben viel einfacher und günstiger macht als bisher. Das sechsköpfige Team um Gründer Dr. Pavel Levkin hat eine Möglichkeit gefunden, sogenannte Hochdurchsatzscreenings, bei denen in Laboren parallel tausende von Proben durchgetestet werden, zu miniaturisieren, um den Gesamtverbrauch Reagenzien und Zellen zu reduzieren.


Bisher gab es noch keine geeigneten Vorraussetzung, um Wirkstoffscreenings an sehr kleinen Zellproben wie etwa Biopsiegewebe von Patienten zu realisieren. Derzeit werden hierfür noch Mikrotiterplatten eingesetzt. Die von Aquarray in den letzten vier Jahren entwickelte Droplet-Microarray (DMA) Technologie ermöglicht es, Zellexperimente bei hoher Dichte, dabei jedoch mit niedriger Zellzahl durchzuführen. Diese neue Technologie bietet große Vorteile beim Screening von Stamm- und Primärzellen, wodurch die physiologische Relevanz und die Vorhersagekraft der Screening-Ergebnisse erhöht werden. Die Entwicklung von Medikamenten wird so in Summe effizienter.
Die Oberfläche der DMA-Platte besteht aus einem superhydrophilen-superhydrophoben Mikroraster, darauf verteilen und organisieren sich eigenständig gleichförmige Nanotröpfchen einer wässrigen Lösungen. Dabei dient jeder einzelne Tropfen als eine Art Reagenzglas für biologische Experimente. Pipettierroboter und Pipettenspritzen, bis dato unverzichtbar, sind überflüssig. „Ein einzelner Labormitarbeiter kann jetzt innerhalb weniger Minuten tausende Wirkstoff-Screeningexperimente ausführen“, erklärt Gründer Pavel Levkin. Auch diagnostische Labore mit Schwerpunkt auf personalisierten Wirkstoffscreenings können von der neuartigen Technologie profitieren.
Als große Herausforderung sieht Aquarray die Weiterentwicklung und Skalierung der Produktion ihres Produkts, damit es spätestens bis Ende 2019 in sehr großen Bestellmengen weltweit ausgeliefert werden kann. Derzeit hat das KIT-Spin-off vier Pharmaunternehmen und mehrere Forschungseinrichtungen als Pilotkunden gewinnen können.
Im Austausch und mit Unterstützung der KIT-Gründerschmiede, vor allem im Bereich der Fördermittelberatung, bekam Aquarray die ERC Proof-of-Concept Förderung und im letzten Jahr das EXIST Gründerstipendium, das noch bis September 2019 läuft. So war es auch Thomas Neumann von der Gründerschmiede, der Simon Widmaier, den heutigen CEO, auf das Team um Pavel Levkin aufmerksam machte und eine erste Verbindung herstellte. Die Gründung des KIT-Spin-offs erfolgte im April 2018 mit den Teammitgliedern Dr. Pavel Levkin, Dr. Simon Widmaier, Dr. Anna Popova, Konstantin Demir, Dr. Gunter Festel und Prof. Michael Grunze und Prof. Jörg Vienken als Advisory Board, als auch dem KIT. Bisher war das Team sehr erfolgreich unterwegs und hat u.a. den Science4Life Venture Cup 2017 und den sechsten Platz auf der Science4Life Business Plan 2018 gewonnen.

 

Kontakt

Aquarray GmbH

Simon Widmaier
CEO & Co-Founder
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
B 341 R 157
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Phone: +49 721 608-23302
Email: team@aquarray.com

www.aquarray.com

20180111-CN-02-001_2

Droplet-Microarray (DMA)- Platte

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