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Die Farbprobe – KIT-Spin-off Visolas produziert durchstimmbare Lichtquellen auf Polymerbasis für die Spektroskopie

KIT-Spin-off Visolas GmbH

Der Bedarf an komfortabel zu bedienenden, präzisen und in ihrer Farbe einstellbaren Lichtquellen für optische Spektroskopie in Forschung und Industrie ist wegen der Fülle an Anwendungen enorm. Für Analysen in der Atomphysik bis zur Umwelttechnik stellen Farbstofflaser die ideale Strahlungsquelle dar. Sie sind jedoch so groß, kompliziert in der Bedienung und kosten- und wartungsintensiv, dass ihr Einsatz bisher auf Nischenanwendungen beschränkt bleibt. Anwender setzen daher als Alternative Systeme ein, welche die benötigte Farbe aus weißem Licht herausfiltern. Diese Systeme arbeiten ineffizient und sind nicht für alle Anwendungen einsetzbar.

Das Jungunternehmen Visolas GmbH beschreitet mit einer organischen Laserlichtquelle ganz neue Wege. Visolas ist ein Spin-off aus dem Institut für Mikrostrukturtechnik und dem Lichttechnischen Institut des KIT, deren Wissenschaftler sowohl an neuartigen Lasern als auch an der Fertigung von Mikrokomponenten forschen. Ausgehend von der grundlegenden Forschung am KIT haben die Visolas-Gründer eine durchstimmbare Lichtquelle für die Spektroskopie entwickelt und die Vorteile der Farbstofflaser in ein kompaktes und komfortables Gerät integriert.

Anders als beim Farbstofflaser wird die gewünschte Farbe nicht durch den Einsatz unterschiedlicher flüssiger Fluoreszenzfarbstoffe eingestellt, sondern über einen stufenlos durchstimmbaren Laserchip. Durch mechanisches Versetzen des kreditkartengroßen Chip-Trägers können alle Wellenlängen des sichtbaren Spektrums erreicht werden, die für Lebensmittel- oder Blutanalysen, für Ionentests, zur Anregung von Fluoreszenzmarkern und vielen weiteren Anwendungen benötigt werden.

Im täglichen Gebrauch im Labor bietet das Visolas-Produkt erhebliche Vorteile. Das Gerät ist kompakt und daher mobil einsetzbar. Anders als Farbstofflaser ist es in kürzester Zeit einsatzbereit. Giftige flüssige Farbstoffe, Starkstrom und Kühlsysteme werden nicht mehr benötigt. Die einfache Bedienung macht den Einsatz von speziell geschultem Betriebspersonal überflüssig. Durch die weniger aufwändige Optik im Mikroformat liegen die Kosten des Lasers weit unter denen vergleichbarer gebräuchlicher Systeme.

Visolas-Geschäftsführer Peter Greiner blickt voller Erwartung in die Zukunft:„Das Visolas-System eignet sich besonders für den Einsatz in Forschungseinrichtungen und Laboren. Aber auch Hersteller von Spektroskopiegeräten können mit unserer Lichtquelle ihr Produktportfolio erweitern. Mit der Technologie organischer Laser wollen und können wir neue Standards am Markt setzen“.

Kontakt

Peter Greiner

Geschäftsführer

VISOLAS GmbH i.G.

info@visolas.de

www.visolas.de

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