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Funke, Feuer, Kohle – Erfolgsfaktoren beim EXIST-Gründerstipendium

Viele Gründerteams aus Studierenden, Wissenschaftlern und/oder Absolventen des KIT fragen sich, ob ihre Geschäftsideen, ihre Gründungsvorhaben oder ihre Forschungsprojekte für eine Bewerbung um das EXIST-Gründerstipendium geeignet sind. Direkt damit verbunden ist die Frage, was man für einen erfolgreichen Antrag mitbringen muss. Im Folgenden beleuchten wir die drei wichtigsten Bewertungskriterien – die wir dann auch in der Gründerberatung mit den Teams ausführlich diskutieren – etwas näher.

Funke

Am Anfang braucht man den Funken im Team – den Willen, Unternehmer zu werden, ein Unternehmen zu gründen und erfolgreich aufzubauen. Dieser Funke muss in den Augen eines jeden Teammitglieds erkennbar sein. Erst dann geht es um die Kompetenzen der einzelnen Teammitglieder. Wichtig dabei sind das wissenschaftlich-technische Know-how, die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse und erste unternehmerische Erfahrung, Branchenkenntnisse, vielleicht sogar bereits Gründungserfahrung oder aber der Nachweis von früheren freiberuflichen Tätigkeiten. Nicht jedes Teammitglied kann und muss alle Voraussetzungen erfüllen – das Team insgesamt aber sollte sich komplementär ergänzen. Ganz wichtig bei der Bewertung des Teams ist auch die Anbindung der Teammitglieder zur Hochschule bzw. zur Forschungseinrichtung durch das Studium, die Promotion oder aber die wissenschaftlichen Tätigkeiten sowie das dadurch gebildete Netzwerk aus Kollegen, Mentoren und Beratern zur Unterstützung des Gründungsteams.

Feuer

Ein Funke zündet das Feuer – das Geschäftsmodell, das das Unternehmen wärmen soll. Wichtig für das Entfachen des Feuers ist der (technologische) Innovationsgehalt der Ge-schäftsidee im Vergleich zum Stand der Technik. Gibt es einen Nachahmungsschutz in Form eines Schutzrechts oder einen Forschungs- und Entwicklungsvorsprung durch intensive Vor-arbeiten an der Hochschule bzw. der Forschungseinrichtung? Besitzt das innovative Produkt oder die wissensbasierte Dienstleistung Alleinstellungsmerkmale? Wie ist die Strategie des Teams, um die Alleinstellung kurz-, mittel- und langfristig zu sichern? Wer braucht das Pro-dukt/die Dienstleistung – Gibt es einen „Customer Pain“? Welches ist der Nutzen, der beim Kunden erzielt wird? Zur Beantwortung dieser Fragen ist es notwendig, das Produkt oder die Dienstleistung nachvollziehbar zu beschreiben und den gesellschaftlichen Mehrwert, den das Unternehmen schaffen wird, plausibel darzustellen.

Kohle

Ein gutes Feuer braucht viel Kohle, um lange zu brennen – Anders ausgedrückt: „Cash is King“. Deshalb ist das Wichtigste ein funktionierendes Geschäftsmodell. Dies sollte möglichst einfach und verständlich beschrieben werden. Danach geht es darum, den Wettbewerb intensiv zu analysieren und detailliert darzustellen. Je besser man die Wettbewerber und deren Angebote kennt, desto einfacher fällt es einem selbst, seine Produkte oder Dienstleistungen zu bewerten und in das Marktumfeld einzuordnen.

Wie groß ist der Markt? An welcher Stelle soll der Markteintritt erfolgen und welche potenziellen Markteintrittsbarrieren gibt es? Auch hier geht es um Daten, Daten, Daten. Die Marktanalyse beinhaltet Antworten zu Potenzial, Volumen, Segmentierung, etc. Eine Marketingstrategie und ein Vertriebskonzept mit ggf. Vertriebspartnern und Multiplikatoren sind unbedingt erforderlich. Erste Gespräche mit Pilotkunden oder -anwendern – im Idealfall mit bereits un-terzeichnetem „Letter of Intent“ – runden das Bild ab.

Funke, Feuer, Kohle – eine erste Annäherung an ein heißes Thema.

Wir laden Euch ein, in der Diskussion mit uns eure Ideen weiterzuentwickeln!

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