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Gründer des Monats: Appointrix

Appointrix-LogoLernt Appointrix kennen, unsere Gründer des Monats. Ihre Geschäftsidee: Prozessabläufe von bestellter Ware, die beim Kunden installiert werden muss, wie zum Beispiel Waschmaschinen für alle Beteiligten transparent zu halten. Ziel ihrer Software ist es, Effizienzen zu steigern und Ressourcen zu sparen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Online- oder Offline- Präsenz handelt. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Wofür steht euer Unternehmen?Teamfoto_Appointrix
Mit unserer Software-Lösung ermöglichen wir es unseren Kunden, erstklassige Dienstleistungen anzubieten. Vor allem Vor-Ort-Services jeglicher Art werden so endlich wieder zum echten Erlebnis für den Endkunden. Statt ewig auf den Techniker zu warten, der am Ende doch nicht kommt, ist der Endkunde dank unseres serviceExperten immer über den aktuellen Status seiner Dienstleistung informiert. Und zwar ganz egal, ob es sich um den Einbau großer Geräte, technischen Kundendienst oder Aufträge von Handwerkern handelt.

Wo und wie kam euch die zündende Idee zur Gründung?
Die meisten Menschen haben wohl bereits die Erfahrung gemacht, einmal ewig auf einen Techniker zu warten. Anders als beim Paketservice, kann er ja schlecht bei den Nachbarn abgegeben werden, denn er muss ja nun mal für die Dienstleistung in die Wohnung des Kunden. Bei uns war es der Service-Mitarbeiter, der einen Internetanschluss einrichten sollte, aber trotz fixen Terminen mehrmals nicht kam. Auch bei anderen Dienstleistungen war der Service so verbesserungswürdig, dass wir uns dazu entschieden haben, Appointrix zu starten. In einer Zeit, in der Vor-Ort-Termine teilweise immer noch mit Wandkalendern organisiert werden, wollen wir mit unseren intelligenten Algorithmen den neusten Stand der Technologie auch in dieser Branche einziehen lassen.

Wie hat sich das Gründungsteam zusammengefunden?
Markus und Patrick haben sich während ihres Informatikstudiums am KIT kennengelernt und dort bereits erste gemeinsame Projekte in der Logistik-Branche erfolgreich zusammen realisiert. Als Patrick in seinem privaten Umfeld von der Idee hinter Appointrix erzählt hat, war Matthias sofort Feuer und Flamme für diese. Mit dem Wissen, dass Matthias mit seiner langen Erfahrung als studentischer Unternehmensberater das Gründungsteam perfekt ergänzen könnte gelang es, auch ihn endgültig von dem Gründungsvorhaben zu überzeugen.

Worin seht ihr die Vorteile, euer eigener Chef zu sein?
Wohl nirgendwo sonst kann man so sehr ein Unternehmen aktiv mitgestalten, wie als Gründer seines eigenen Start-ups. So kann man aktiv seine eigenen Ideen einbringen, statt bloß die Aufgaben des Chefs auszuführen. Diese Freiheit zwingt einen gleichzeitig dazu, für jeden einzelnen seiner Schritte Verantwortung zu übernehmen. Dies führt dazu, dass man bereits in kurzer Zeit unglaublich viel lernt, was uns auch persönlich weitergebracht hat.

Welche Eigenschaft sollte man als Gründer mitbringen?
Vor allem am Anfang gleicht wohl jede Gründung einer Berg-und-Tal-Fahrt, was teilweise emotional eine Herausforderung sein kann. Deshalb haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, seine Vision klar vor Augen zu haben und mit einer gesunden Portion an Durchhaltevermögen an dieser zu arbeiten. Gerade in stressigen Zeiten hat uns dies enorm weitergeholfen. Die meisten Herausforderungen, vor denen man steht, entpuppen sich im Nachhinein als halb so große Hürde. Man muss nur einmal anfangen und anschließend den Biss und Ehrgeiz haben immer weiterzumachen. Ein gewisses Maß an Selbstorganisation und Disziplin kann dabei natürlich auch nicht schaden.

Wo seht ihr die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo habt ihr euch Unterstützung geholt?
Wir haben bereits früh den Kontakt zu potentiellen Kunden gesucht, um uns mit ihnen kontinuierlich darüber auszutauschen, welche konkreten Bedürfnisse sie wirklich haben. Leider stoßen wir nach wie vor auf Anwendungen, die von Entwicklern programmiert wurden, ohne sich jemals Feedback von möglichen Kunden einzuholen. Anwendungen, die ohne Kundenfeedback entworfen werden, haben nämlich eine entscheidende Schwäche: Sie sind nur aus einer Perspektive sinnvoll nutzbar, und zwar die des Autors. Geht man damit dann an die Öffentlichkeit, stößt man oftmals auf große Ablehnung, weshalb selbst vielversprechende Projekte leider scheitern. Um neben dem fortlaufenden Austausch mit den Kunden unser Produkt auch technisch stetig weiterzuentwickeln und auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten, arbeiten wir zudem eng mit dem KIT und anderen Partnern zusammen. Mit dem richtigen Produkt ist es aber noch nicht getan. Gerade für die Themen abseits der reinen Produktentwicklung waren uns Mentoren wie Mathias Thomas und Christian Kurrle eine große Hilfe. Generell unterstützt das große Mentoren-Netzwerk des CyberLabs bei Fragen in diesem Bereich sehr.

Wie seid ihr in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?
Wenn der Tag nicht mehr reicht, nimmt man halt noch die Nacht dazu . Spaß beiseite, natürlich bringt eine Gründung gerade am Anfang einiges an Arbeit mit sich. Aber diese Herausforderung lässt sich ebenfalls meistern, wenn man ein paar Dinge beachtet. Bei uns war es eine große Hilfe, dass jeder über seinen Tellerrand geschaut hat und in stressigen Phasen Aufgaben von anderen übernommen hat. Einmal mehr hat sich gezeigt, wie bedeutend ein gut funktionierendes Team ist. Um den Arbeitsaufwand weiter zu optimieren, ist zudem die richtige Priorisierung der anstehenden Aufgaben hilfreich, um den Fokus zu behalten. Und ganz wichtig: Wer hart arbeitet, darf auch mal feiern. Deshalb gehört es dazu erste Erfolge gebührend zu zelebrieren.

Habt ihr Tipps für andere junge Unternehmensgründer?
Generell gibt es in Karlsruhe unheimlich viele Anlaufstellen, die euch zu Beginn eurer Gründung helfend zur Seite stehen. Ihr müsst sie nur fragen! Konzentriert euch gleichzeitig auf eure Idee und werdet die Besten in diesem Bereich. Und vor allem: Redet mit anderen über eure Idee. Nur so bekommt ihr direktes Feedback. Vergesst dabei das Machen nicht! Es wird immer jemanden geben, der mit dem berühmten “Ja, aber…” um die Ecke kommt und wenn es dann funktioniert, erhält man wiederum die Bestätigung. Wenn ihr von eurer Idee überzeugt seid, fangt damit an. Manche mögen es für naiv halten, aber genau das ist der Grund, weshalb andere nicht machen, was ihr macht.

Unternehmen: Appointrix
Gründer: Markus Spöri, Patrick Piatkowski und Matthias Koppenborg
Gründung: 2019
E-Mail: business@appointrix.de
Homepage: www.appointrix.de
Branche: Software & Informationstechnologie

Bildrechte: Appointrix

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