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Gründer des Monats April: prenode

logo_prenodeUnsere Gründer des Monats April sind prenode. Bei prenode dreht sich alles um Künstliche Intelligenz (KI): Mithilfe ihrer Technologie wird die Entwicklungszeit der KI u.a. erheblich reduziert. Wir haben die beiden Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

prenode

Wofür steht euer Unternehmen?
Künstliche Intelligenz (KI) hilft Unternehmen aus rohen Daten wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Hierzu muss zunächst ein KI-Modell aufwändig auf Basis dieser Daten entwickelt werden. prenode reduziert die Entwicklungszeit der KI-Modelle drastisch, indem der sichere Austausch von KI-Modellen über Unternehmensgrenzen hinweg ermöglicht wird. Zusätzlich werden diese Modelle mit jedem Austausch besser, sodass über die Zeit ein „Best-in-Class“ Modell für bestimmte Anwendungsfelder entsteht – und das alles, ohne vertrauliche Daten zu offenbaren oder Geschäftsgeheimnisse zu gefährden.

Wo und wie kam euch die zündende Idee zur Gründung?
Ronny und ich sind Forscher am KSRI/KIT und beschäftigen uns mit Künstlicher Intelligenz aus zwei Blickwinkeln: Während Ronny sich auf die wirtschaftlichen Implikationen datenbasierter Geschäftsmodelle und integrierter Plattformen fokussiert hat, erforsche ich aus technischer Sicht den Einsatz und Austausch künstlicher Intelligenz in Systemen verschiedener Unternehmen. Im Gespräch mit Unternehmen haben wir schnell erkannt, dass diesen der Einstieg in die KI durch die hohe initiale Investition oft schwerfällt, viele Unternehmen aber sehr ähnlichen Problemstellungen gegenüberstehen. Da diese Fragestellung uns in der Forschung sehr oft beschäftigt, haben wir uns dann gedacht: Warum bringen wir unsere Erkenntnisse aus der Theorie nicht in die Praxis?

Wie hat sich das Gründungsteam zusammengefunden?
Wie gesagt, haben wir bereits in unserer gemeinsamen Forschung viele Synergien entdeckt. Wieso wir uns genau in der Konstellation für die Gründung entschieden haben, sind unsere sehr komplementären Skills. Wir wissen beide um die Stärken und Schwächen des anderen und können diese so sehr gut nutzen. Wir haben außerdem viel Spaß bei der gemeinsamen Arbeit. Ein starkes Vertrauensverhältnis war uns wichtig bei der Gründung.

Worin seht ihr die Vorteile, euer eigener Chef zu sein?
Das klingt nun vielleicht etwas abgedroschen, aber wir haben beide bereits Großkonzern-Erfahrung gemacht und kennen somit beide Seiten. Als eigener Chef kann man jede Entscheidung so treffen wie man sie für richtig hält. Dies beinhaltet große, fundamentale Entscheidungen, die maßgebliche für die nächsten Schritte des Unternehmens sind, aber auch eine unglaubliche Breite an Themen. Mit unserem Team etwas Eigenes aufzubauen ist ein tolles Gefühl!

Welche Eigenschaft sollte man als Gründer mitbringen?
Durchhaltevermögen ist mit Sicherheit eine sehr wichtige Eigenschaft. In einem Start-up kann sich in kurzer Zeit einiges ändern. Problemstellungen tauchen immer wieder aus dem Nichts auf und Chancen ergeben sich manchmal sehr schnell. Als Gründer muss man in beiden Situationen flexibel und entschieden handeln.

Wo seht ihr die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo habt ihr euch Unterstützung geholt?
Da gibt es sicherlich einige! Finanzierung auf die Beine zu stellen und hochqualifizierte Mitarbeiter zu finden gehören sicherlich dazu. Entscheidend für uns ist aber vor allem der Zugang zu Kunden. Unser Angebot adressiert nicht zuletzt auch Entscheider in größeren Unternehmen. Hier Zugang zu bekommen ist für Start-ups nicht immer leicht, weshalb wir auch auf strategische Partnerschaften und auf Unterstützung in unserem Netzwerk setzen.

Wie seid ihr in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?
Perfektionismus ist gut, wenn es um die Entwicklung einer komplexen Technologie geht, schaffte uns aber gerade bei alltäglichen, nicht unbedingt entscheidenden Tätigkeiten Probleme. Wir versuchen daher Aufgaben besser zu priorisieren und achten auf unsere Arbeitslast.

Habt ihr Tipps für andere junge Unternehmensgründer?
Ja, einen vermutlich eher unkonventionellen Tipp: Einen sicheren Hafen zu haben ist nicht immer das schlechteste! Im Start-up Umfeld hört man häufig, dass es gut ist „all-in” zu gehen, damit man die Sache auch ernst nimmt – und das stimmt auch! Allerdings sind wir nun schon eine Weile zusätzlich am Forschungsinstitut tätig und bauen nebenbei das Start-up auf. Das bedeutet zwar, dass wir nicht unsere gesamte Zeit investieren können, aber es ermöglicht uns auch den langsam, überlegten Aufbau des Unternehmens. Wir können mit Kunden sprechen, unser Geschäftsmodell weiterentwickeln und fundierte Entscheidungen treffen ohne kurzfristige Vorteile zum Nachteil von langfristigen Erfolgen zu bevorzugen. Wenn dabei noch Synergien zur Haupttätigkeit entstehen, umso besser! Auf Dauer heißt es natürlich für uns auch „all-in“, aber gerade für die kritische Anfangsphase ist ein sicherer Hafen vorteilhaft.

Unternehmen: prenode GmbH
Gründer: Robin Hirt, Dr. Ronny Schüritz
Gründung: November 2018
Homepage: www.prenode.de
E-Mail-Kontakt: hello@prenode.de
Branche: Software & Informationstechnologie

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