Home » Gründer des Monats » Gründer des Monats August: Cashlink

Gründer des Monats August: Cashlink

logo_blue_boldDas Start-up Cashlink machte jüngst auf sich aufmerksam, als Carsten Maschmeyer, bekannt aus der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“, einen mittleren sechsstelligen Betrag in das Unternehmen investierte. Cashlink ist ein Dienstleister im Finanzbereich. Mithilfe eines Zahlungslink kann Geld per Lastschriftverfahren gesendet oder empfangen werden. Im Gegensatz zu anderen Anbietern muss bei Cashlink keine Software installiert werden, was den Geldtransfer für Kunden noch komfortabler gestaltet. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Team: Lars Olsson, Niklas Baumstark, Jonas Haag, Michael Duttlinger

Wofür steht Ihr Unternehmen?

CASHLINK vereinfacht Überweisungen unter Freunden. Mit CASHLINK kannst du ganz einfach Geld per Whatsapp empfangen, ohne dass sich deine Freunde dafür anmelden oder eine App herunterladen müssen. Der Bezahler schickt den Beteiligten per Mail oder über eines der sozialen Netzwerke und Messenger einen Link mit Stichwort und Summe. Die Empfänger beantworten diese Zahlungsaufforderung mit ihren eigenen Bankdaten und können damit ihre jeweiligen Anteile sofort und ohne zusätzliche Kosten überweisen.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?

Wir engagierten uns während unserer Zeit am KIT stark in Fachschaften und Hochschulgruppen, beteiligten uns an Open-­Source-­Projekten und nahmen an internationalen CyberSecurity-­Wettbewerben und Konferenzen teil. Dabei sammelten wir oft Geld für gemeinsame Events ein und standen immer wieder vor einem Problem: Kommilitonen an die Zahlung erinnern und dann lange warten, bis jeder überwiesen hat. Dass sich solche Zahlungen auch einfacher und schneller erledigen lassen, war uns klar. Wir entwickelten eine Lösung, die kinderleicht ist. Generiere einen CASHLINK für deine Zahlungsaufforderung und sende ihn an alle gewünschten Empfänger. Diese benötigen lediglich ihre IBAN und weisen sofort die Zahlung an. Das lästige Suchen nach den entsprechenden Bankdaten, einem TAN-­Generator oder gar der Weg zur Bank erledigt sich von selbst.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?

Das Gründungsteam besteht aus zwei Informatikern und zwei Wirtschaftsingenieuren. Wir haben alle am KIT studiert und uns dort zusammengefunden. Durch unsere unterschiedlichen Studiengänge und Leidenschaften bringen wir einen breiten wirtschaftlichen und technischen Hintergrund mit. Das hat uns schon oft geholfen. Die eine gleiche Idee, das Bezahlen unter Freunden zu vereinfachen, hat uns wirklich zusammengeschweißt.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?

Wir verfolgen unsere eigene Vision. Das treibt mich jeden Tag an. Die schier unendlichen Möglichkeiten, neue Ideen umzusetzen und dabei maximalen Gestaltungsspielraum zu besitzen, faszinieren mich. Wir befinden uns in einer sehr jungen Phase des Unternehmens. Bis jetzt konnte ich fast alle Bereiche mitverantworten. Ich kümmere aktiv um unser Recruiting, treibe das Marketing voran und lasse meine Ideen bei der Produktentwicklung einfließen. Ich lerne dadurch unfassbar viel.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?

Sicher benötigen Gründer Durchhaltevermögen. Mit der richtigen Leidenschaft für das Produkt und dem Drive hinter der Idee stimmten wir schon die härtesten Zweifler um. Die Offenheit dafür, neue Wege zu gehen und dabei stets lösungsorientiert zu denken, hat mir bisher sehr geholfen.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?

Vor allem in der Anfangsphase musst du die Leute erst einmal mit der reinen Idee überzeugen, weil du noch kein fertiges Produkt präsentieren kannst. Dabei hat uns vor allem die Innovationsabteilung des KITs unterstützt. Auch die Hochschulgruppen Pioniergarage, das Cyberforum und die Technologiefabrik waren stets für uns da und in der Gründungsphase sehr wichtig. In der Technologiefabrik hatte CASHLINK zum Beispiel sein erstes Bürobevor wir in das FinTech Zentrum der Deutschen Börse gezogen sind. Besonders bei der Finanzierung und der Entwicklung unseres Business Modells haben uns diese Kontakte sehr geholfen. Außerdem besuchen wir viele Netzwerktreffen und tauschen uns mit anderen Gründern aus. Durch den hohen Gründerspirit in der Karlsruher Region haben wir wirklich sehr profitiert. Das hat uns einen ordentlichen Entwicklungsschub verpasst.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?

Das viele Arbeiten kennen wir schon aus unserem Studium. Da haben wir tagelang in der Bibliothek gesessen und nichts anderes gemacht, als uns auf eine Sache zu fokussieren. Jeder von uns Gründern hat schon immer diverse Projekte parallel verfolgt. Die Gewissheit das eigene Unternehmen mit der Arbeit voran zu bringen, ist ungemein motivierend. Deshalb nehmen wir den Mehraufwand alle gerne in Kauf. Unsere Arbeit macht uns auch einfach unheimlich viel Spaß.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?

Uns hat es sehr geholfen, dass wir bereits in der Anfangsphase viel externes Feedback eingeholt haben. Zu Beginn der Gründung reservierten wir wochenlang einen Raum der KIT-Bibliothek, um dort das Feedback der Nutzer zu erhalten und direkt in Prototypen umzusetzen. Denn oftmals weiß der Kunde selbst gar nicht von sich aus, was er braucht und was er möchte. Auch heute suchen wir während der Produktentwicklung stets den direkten Kontakt zu potenziellen Kunden und probieren unsere Ideen aus. Wir zeigen ihnen Variationen unseres Produktes. Wir fragen sie, was ihnen fehlt und was ihnen gefällt. Damit sind wir sehr erfolgreich.

 

Unternehmen: CASHLINK Payments GmbH
Gründer: Lars Olsson, Niklas Baumstark, Jonas Haag, Michael Duttlinger
Gründung: 2016
Homepage: www.cashlink.de
E-­Mail-­Kontakt: info@cashlink.de
Branche: FinTech

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>