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Gründer des Monats August: LehrWerk UG

Logo LehrWerk UGDas Unternehmen LehrWerk UG bietet Lehrmaterialien für Tüftler in Form von Baukästen für Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen und für zu Hause an. Das Ziel der zwei Gründer Jonas Fuchs und Benedict Jux ist es, komplexe Systeme spielerisch erfassbar zu machen, um so technisches Grundwissen leichter und schneller zu vermitteln. Die entwickelten Baukästen schaffen mit der direkten Interaktion durch Berühren und Zusammenbauen von Teilen technisches Verständnis, das oft beim Berufseinstieg fehlt. Wir haben das Team von LehrWerk im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Team von LehrWerk: Jonas Fuchs und Benedict Jux

Team von LehrWerk: Jonas Fuchs und Benedict Jux

Wofür steht Ihr Unternehmen?

Wir als LehrWerk stehen für Technikbegeisterung! Wir vermitteln Schülerinnen, Schülern und Studierenden Technik so verständlich, dass eine Grundlage geschaffen wird. Auf diese kann dann im Alltag sowie in Studium und Beruf zurückgegriffen werden. Haptik, technisches Verständnis und Kreativität sind dabei die wesentlichen Eckpfeiler.

 

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?

Unsere Erfahrungen aus dem Studium, aus Praktika und in technischen ehrenamtlichen Projekten haben uns deutlich gezeigt, dass oft Defizite sowohl beim Bauchgefühl als auch beim tieferen Verständnis im Umgang mit Mechanik bestehen. Damals schon haben wir unter Kommilitonen und Kollegen das technische Grundwissen mit den uns in den ehrenamtlichen Projekten zur Verfügung stehenden Maschinenteilen weitergegeben. Da dies so in Schulen nicht möglich ist, entwickeln wir altersgerechte Modelle und zusätzliches Arbeitsmaterial.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?

Während des Studiums haben wir über längere Zeit intensiv im studentischen Rennwagenbau (im Verein KA-RaceIng) zusammengearbeitet und dort erste zukünftige Projektideen diskutiert. Uns verbindet die Neugierde im Bereich Technik und der Lehre. Durch die praktischen Erfahrungen in außercurricularem Engagement und Praktika haben wir uns gemeinsam gewappnet gefühlt, schon während des Studiums die ersten Gründungserfahrungen zu sammeln.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?

Man verfolgt seine eigene Vision, trifft die zugehörigen Entscheidungen selbst und sieht seine eigene Idee wachsen. Zudem befasst man sich aus allen erdenklichen Perspektiven mit seinem Produkt und den dazugehörigen organisatorischen Aspekten. Alles in allem viele Vorteile und Herausforderungen, welche natürlich auch Risiken mit sich bringen.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?

Commitment, Geduld, Motivation und die Bereitschaft, Dinge zu tun und zu lernen, die man bisher noch nicht gemacht hat – und die nicht das direkte Wunschtätigkeitsfeld sind. Das alles kombiniert mit einer Geschäftsidee für die man brennt, bringt einen in großen Schritten voran.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?

Speziell bei Produktgründungen mit Fertigungsaufwand ist der Bootstrappingansatz – mit knappem Budget und knappen Ressourcen – natürlich eine der größeren Hürden, da neben Kopf und Laptop auch noch weitere Infrastruktur- und Prototypenkosten entstehen. In den frühen Phasen haben wir vor allem durch Wettbewerbsteilnahmen und Gespräche mit Experten sehr viel wertvolle Unterstützung bekommen. Besonders bei Gründern mit drei bis sechs Monaten „Vorsprung“ lassen sich wertvolle Erfahrungen austauschen und Impulse gewinnen. Im Rahmen von Förderprogrammen hatten wir zudem die Möglichkeit, auf tolle Mentoren zurückzugreifen, welche nochmals ganz andere Blickwinkel eingebracht haben.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?

In der sehr frühen Phase wurden wir viel durch Freunde unterstützt, welche bei einzelnen Aufgaben tatkräftig mit angepackt und mit uns die Vorbereitung für wichtige Termine gesichert haben. Gerade in den frühen Experten- und Laiengesprächen haben wir sehr viel Zuspruch und Motivation mitnehmen können, um den Arbeitsaufwand aufbringen zu können. So wirklich vorbei ist unsere Gründungsphase auch noch nicht – daher steht immer noch ein gutes Pensum an Arbeit an. Aber auch hier spielt es sich gut ein.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?

Machen. Früh das Gespräch mit anderen frischen Gründern suchen und Ideen, Probleme und Visionen besprechen. Besonders schnell vorangebracht haben uns die vielen Wettbewerbsteilnahmen und Förderprogramme, da man sein Geschäftsmodell vielen Personen vorstellt, Feedback bekommt und neue Iterationen sofort wieder prüfen lassen kann.

Kurzübersicht:

  • Gründer: Jonas Fuchs, Benedict Jux
  • Gründung: 2014 als GbR, 2015 als UG (haftungsbeschränkt) i.G.
  • Homepage: www.lehrwerk.com
  • Kontakt: info@lehrwerk.com
  • Branche: Dienstleistungen, Bildung & Training

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