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Gründer des Monats Auguts: Vanguard Photonics

LogoDie Vanguard Photonics GmbH ist ein Start-Up-Unternehmen im Hochtechnologiesektor, das aus dem KIT hervorgegangen ist. Sie entwickeln und produzieren Geräte und Prozesse für die industrielle Fertigung photonischer Systeme auf Basis optischer Mikrochips. Ihr international einzigartiges Technologieportfolio baut auf hochpräzisen Lithographieverfahren auf, mit denen sich dreidimensionale Strukturen auf der Mikrometer- und Submikrometerskala herstellen lassen. Sie arbeiten eng mit international führenden Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnik zusammen. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

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Wofür steht Ihr Unternehmen?
Vanguard Photonics steht für innovative Technologien in der integrierten Optik. Wir verwenden 3D-Laserlithographieverfahren auf der Mikro- und Nanoskala, um optische Bauteile mit bislang nicht möglichen Formen und Funktionen herzustellen. Im Mittelpunkt unseres Technologieportfolios steht das Konzept des photonischen Wirebondens (engl. Photonic Wire Bonding), mit dem wir integriert-optische Chips durch gedruckte Freiformwellenleiter miteinander verbinden. Wir nutzen außerdem Mikrolinsen und Mikrospiegel, die wir mit hoher Präzision auf die Facetten optischer Chips drucken. Wir arbeiten derzeit intensiv daran, diese Verfahren einem industriellen Nutzerkreis zugänglich zu machen und kooperieren zu diesem Zweck mit einem weiten Spektrum an international tätigen Firmen aus dem Bereich der integrierten Photonik und Mikro-Optik.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?
Die ersten Forschungsarbeiten an der Idee begannen im Jahr 2010 in er Gruppe von Christian Koos. Dabei wurde schnell klar, dass die Idee ein hohes wirtschaftliches Potenzial hat, aber es war zunächst schwierig, Investoren und Kunden von der Tragfähigkeit des Konzeptes zu überzeugen. Im Sommer 2016 haben wir schließlich den Schritt zur Ausgründung gewagt, und seit 2017 arbeiten wir intensiv mit einem strategischen Investor zusammen.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?
Das Gründungsteam umfasst sowohl KIT-Forscher als auch Mitglieder, die wir von außerhalb gewinnen konnten. Christian Koos und Philipp Dietrich haben zuvor am Institut für Photonik und Quantenelektronik (IPQ) und am Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) gemeinsam an der Technologie gearbeitet. Alois Hauk, der über langjährige Erfahrung als General Manager in der optischen Messtechnik verfügt, kam als Coach in der Gründungsphase dazu und konnte schließlich als externer CEO gewonnen werden. Holger Weiss und Matthias Lauermann sind Mitarbeiter der ersten Stunde, die sich auf das Abenteuer „Vanguard Photonics“ eingelassen und dieses von Anfang an gestaltet haben.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?
Unabhängig davon wer „Chef“ ist besteht in unserem Startup ein sehr großes Gestaltungspotential. Wir sind alle keine kleinen Zahnräder in einem ansonsten fremdbestimmten Getriebe, sondern jeder einzelne Mitarbeiter trägt wesentlich zum Erfolg der Firma bei. Das ist ein sehr gutes Gefühl.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?
Ein Gründer sollte den Elan und den Mut haben, Dinge selber in die Wege zu leiten, und die Fähigkeit besitzen, andere von seinen Ideen zu begeistern. Er muss außerdem die Ausdauer mitbringen, die Umsetzung der Idee auch gegen Widerstände weiterzuverfolgen und sich dabei immer wieder zu hinterfragen und zur korrigieren. Wichtig ist auch, dass man eine klare Strategie erarbeitet und dabei entscheidet, welche Kompetenzen man im Unternehmen selbst haben sollte und für welche man besser Partner sucht.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?
Grundvoraussetzung für eine High-Tec Gründung ist ein geeignetes Umfeld. Hier hat uns das KIT immens geholfen, unsere Forschung in die industrielle Anwendung zu transferieren. Genauso wichtig sind die Mitstreiter – wir sind daher auch ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und haben mehrere Stellen ausgeschrieben. Hier liegt derzeit unser Fokus, da wir uns bewusst sind, dass der Unternehmenserfolg primär von den Mitarbeitern abhängt.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?
Das wichtigste ist die Ruhe zu bewahren und die anstehenden Aufgaben nacheinander anzugehen. Entscheidend ist dabei, sich auf die vielversprechendsten Ansätze zu konzentrieren und nicht zu verzetteln.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?
Das wichtigste ist, das richtige Team und Umfeld zu finden – das KIT bietet dazu ideale Voraussetzungen. Entscheidend ist es, Mitstreiter zu finden, die sich in ihren Fähigkeiten komplementär ergänzen und die den Erfolg des gemeinsamen Projektes in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.

 

Unternehmen: Vanguard Photonics GmbH
Gründer: Christian Koos, Alois Hauk, Philipp-Immanuel Dietrich, Holger Weiß, Matthias Lauermann
Gründung:
Homepage: www.vanguard-photonics.com
E-Mail-Kontakt: info@vanguard-photonics.com

Branche: Elektrotechnik, Feinmotorik & Optik

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