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Gründer des Monats Dezember: Rüdenauer 3D Technology GmbH

Prototypen waren gestern. Mit der Softwareplattform „Cross Connected“ der Rüdenauer 3D Technology GmbH lassen sich Mechatronikabläufe in Echtzeit als High-End-3D-Grafiken simulieren und visualisieren. Damit ermöglicht es das Unternehmen, Maschinen- und Systemlösungen virtuell zu entwickeln, zu optimieren und interaktiv erlebbar zu machen. Die Software kann in den Bereichen Produktentwicklung, E-Learning, Sales und Service genutzt werden. Wir haben das Team von Rüdenauer 3D Technology im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Das Team von Rüdenauer 3D Technology: Plamen Peykov, Matthias Rüdenauer, Andreas Rüdenauer, Dr. Yana Rüdenauer, Julien Kipp

Wofür steht Ihr Unternehmen?

Unser Ziel ist es, verteilt liegendes Wissen über ein Industrieprodukt zu vernetzen und für den jeweiligen Nutzerbedarf in der 3D-Welt intuitiv und überall zugänglich zu machen.
Mit unserer Softwareplattform Cross Connected® machen wir in der Mechatronik Unsichtbares sichtbar. Durch die automatisierte Vernetzung von interaktiver 3D-Visualisierung und Echtzeit-Verhaltensdaten (z.B. Simulation, Sensordaten, etc.) bietet unsere Softwareplattform kundenindividuelle Produkterlebnisse im industriellen Umfeld.

Hannovermesse 2015

Rüdenauer 3D Technology auf der Hannover Messe 2015: Cross Connected® live erleben (Quelle: KIT)

Hannovermesse 2015

Rüdenauer 3D Technology auf der Hannover Messe 2015: High-End-3D-Grafiken in Echtzeit simulieren und visualisieren (Quelle: KIT)

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?

Wir sind eine Ausgründung vom Lehrstuhl für Mobile Arbeitsmaschinen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dort kam im Rahmen eines Industrieprojekts der Industriepartner mit der Herausforderung auf uns zu, dass die Ergebnisse der fluid-mechatronischen Simulation alles andere als einfach zu verstehen seien. Damit hat er im Gespräch sozusagen die Grundlage für die Idee zu Cross Connected® geliefert. Nach einigen Recherchen und Interviews wurde dieser ursprüngliche Bedarf mehrfach bekräftigt. Die zunehmende Komplexität der Produkte stellt die Unternehmen insbesondere beim Übergang vom Engineering in nachgelagerte kundennähere Abteilungen immer vor größere Herausforderungen. Das Produkt-Know-how steckt in den Köpfen der Ingenieure – im Verkauf jedoch benötigt diese Expertise genau der Vertriebler, in der Schulung der Trainer, etc. Mit Cross Connected® liefern wir hierfür einen neuen Ansatz.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?

Wir sind ein Familien-Start-up. Ein Großteil der Gründer sind daher Familienmitglieder, die komplementäre Fähigkeiten mitbringen. Alle anderen wurden über Kontakte am KIT gewonnen.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?

Der eigene Chef zu sein, bringt den großen Vorteil, Marktchancen erkennen und neue Ideen flexibel und zügig beim Kunden umsetzen zu können, um auf diese Weise Kundenzufriedenheit und -begeisterung herbeizuführen. Bei der Verwirklichung der Ideen am Markt ist auf jeden Fall die intrinsische Motivation hilfreich, Innovationen sowie kontinuierliche Verbesserung auch tatsächlich herbeizuführen.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?

Auf eine einzelne Eigenschaft kann man das wohl kaum reduzieren. Die wichtigsten aus unserer Sicht:

  • Teamgeist – Gründungen sind kein Werk eines Einzelnen, sondern können nur durch ein Miteinander getragen werden. Das trifft in unserem Fall nicht nur auf die Familienmitglieder, sondern ganz besonders auch auf die ersten neuen Teammitglieder zu.
  • Durchhaltevermögen  – Wir arbeiten gewinnorientiert, um Wachstum zu ermöglichen. Erfolg und – gerade als Gründer – die Perspektive darauf muss man sich täglich aufs Neue erarbeiten.
  • Begeisterung – Zu guter Letzt und mit Sicherheit eine der wichtigsten Eigenschaften ist, dass man für sein Produkt, seine Dienstleistung, für die Firma, die man aufbaut, Feuer und Flamme ist. Das KIT und die KIT-Gründerschmiede bieten hier im Übrigen mit der auflebenden Entrepreneurship-Szene ein tolles Umfeld, um den Gründerspirit mitzuerleben.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?

Finanzierung – Die ersten Durststrecken müssen klar durchgeplant und überwunden werden.
Manpower – Die Zusammensetzung des Teams und begeisterungsfähige Pioniere zu finden, die den Spirit mittragen, kann erfolgskritisch werden.
Marktorientierung – Insbesondere aus Gründersicht ist die Ausrichtung auf den Markt vom ersten Tag an wichtig. Coachings und Accelerator sind sehr hilfreich, um den Fokus im gesamten Gründerteam darauf auszurichten.

In unserem Fall waren und sind die Aktivitäten und Angebote der Karlsruher Gründerszene für alle Herausforderungen des Gründeralltags enorm hilfreich, z.B. CIE@KIT, IMA@KIT, CyberForum und viele mehr!

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?

Durch Teamorganisation. Ganz klar war für uns von Anfang an, dass wir nur durch sehr gute Zusammenarbeit die vielfältigen Anforderungen bewältigen können. Natürlich ist das auch ein Lernprozess. Klare und priorisierte Aufgabenverteilung, offene Kommunikation und das Vertrauen, dass man sich zu 100 % aufeinander verlassen kann, waren für uns hier immer wesentliche Eckpfeiler. Die Tatsache, dass man ein gemeinsames Ziel verfolgt, ist hierbei auch ein Motivationsfaktor.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?

Passion Never Fails! (thanks, CyberForum!)

Kurzübersicht:

  • Gründer: Andreas Rüdenauer, Julien Kipp, Dr. Yana Rüdenauer, Plamen Peykov, Matthias Rüdenauer
  • Gründung: 2014
  • Homepage: www.ru3denauer.com
  • Kontakt: info@r3dt.com
  • Branche: Software & Informationstechnologie

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