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Gründer des Monats Februar: First Momentum Ventures

First Momentum Ventures LogoUnsere Gründer des Monats Februar sind First Momentum Ventures (FMV), eine Ausgründung aus dem KIT. FMV ist der erste studentische Venture Kapital Fonds, der speziell Gründern aus dem universitären Umfeld bereits in einer sehr frühen Phase finanzielle Unterstützung bietet. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Copyright: First-Momentum-Ventures

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Wofür steht euer Unternehmen?
Venture Capital für ambitionierte Gründer und das bereits in einer sehr frühen Phase. Wir konzentrieren uns dabei vor allem auf Tech- und B2B-Gründungen und das vor allem auch Abseits von Berlin. Das Ziel ist es eine Brücke zwischen innovativen Ökosystemen in ganz Deutschland und der Investorenszene zu schlagen. Dafür finanzieren wir spannende Start-ups als erster Investor und bereiten den Weg für eine erfolgreiche Entwicklung und zu weiteren Finanzierungsrunden.

Wo und wie kam euch die zündende Idee zur Gründung?
Es ist ein bekanntes Problem, dass spannende Start-ups in Deutschland früher oder später auf der Suche nach Kapital nach Berlin abwandern, weil vor Ort der Zugang zu Finanzmitteln oft erheblich schwerer ist. Das haben wir mehrfach auch in Karlsruhe gesehen. Passiert aber genauso auch in vielen anderen Regionen. Gerade wenn diese Start-ups im B2B-Geschäft unterwegs sind, ist das häufig kontraproduktiv – muss man dann doch häufig wieder zurück nach Süddeutschland oder anderen Teilen der Republik für den Kundenkontakt pendeln. Gleichzeitig streitet man sich in Berlin mit vielen anderen Start-ups um gute Mitarbeiter. Um diese Finanzierungslücke zu schließen, haben wir First Momentum Ventures gegründet. Da es ähnliche Konstrukte in den USA bereits erfolgreich gab, dachten wir uns: Das probieren wir selbst!

Wie hat sich das Gründungsteam zusammengefunden?
Jeder von uns hatte irgendwann einen Vorstandsposten in der PionierGarage, der Hochschulgruppe für Entrepreneurship am KIT und der größten dieser Art in Deutschland, inne. Wir haben also schon vorher gemeinsam an vielen Projekten gearbeitet und häufig die bereits erwähnte Finanzierungslücke wahrgenommen. Irgendwann war es dann an der Zeit das Problem anzugehen, wobei sich das Team recht schnell um das Thema formiert hat. Klassischer Fall von “right place, right time”.

Worin seht ihr die Vorteile, euer eigener Chef zu sein?
So klischeehaft das klingen mag: Die Freiheit in der Gestaltung des eigenen Arbeitsumfeldes. Angefangen von der Zusammensetzung des Teams bis hin zur Menge und Art der Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Natürlich birgt die Eigenverantwortung und die Natur eines Start-ups dazu sich konstant zu überladen. Aber genau diese Möglichkeit immer an der Grenze der Komfortzone zu arbeiten beschleunigt den Lernfortschritt eines jeden einzelnen immens – und wenn man das dann auch noch mit motivierten und ambitionierten Mitstreitern tun kann ist das eine tolle Kombination.

Welche Eigenschaft sollte man als Gründer mitbringen?
Lernt Prioritäten zu setzen! Gerade am Anfang wird euch jeder seine Meinung aufdrücken wollen und es ist wichtig die Balance zwischen eigener Intuition und externem, ebenso wichtigem, Feedback zu finden. Ehrlicherweise lohnt es sich aber auch immer wieder dem eigenen Bauchgefühl zu trauen. Außerdem sollte man schnell lernen kleinere Brände gekonnt zu ignorieren, um erst einmal das ganz große Feuer zu löschen, denn brennen wird es am Anfang gefühlt an allen Ecken und Enden.

Wo seht ihr die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo habt ihr euch Unterstützung geholt?
Zu Beginn (und auch weiterhin) galt es natürlich erst einmal selbst Investoren zu finden, um in spannende Start-ups investieren zu können. Wir standen initial also vor dem gleichen Problem, das wir zu lösen versuchen. Hier war das bestehende Netzwerk aus der Hochschulgruppenarbeit und viele helfende Hände sehr wichtig. Außerdem haben wir uns mit Venture Capital direkt eine hoch komplexe Szene ausgesucht. Daher war für uns das fehlende Branchenwissen mit die größte Hürde. Zum Glück konnten wir einige namenhaften Experten von unserer Idee begeistern, die uns von Tag 1 an im Beirat und als Mentoren unterstützt haben.

Wie seid ihr in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?
Mit Teamwork und etwas Organisationstalent. Wir versuchen uns beispielsweise während den Klausurenphasen gegenseitig, so gut es eben irgendwie geht, auszugleichen. Da wird dann die Kursbelegung auf das eigene Arbeitspensum angepasst. Und während andere im Urlaub waren, waren wir tendenziell eher im Büro oder auf der Straße unterwegs.

Habt ihr Tipps für andere junge Unternehmensgründer?
Ein gutes Team ist das A und O. Ihr werdet einfach verdammt viel Zeit mit diesen Menschen verbringen. Außerdem solltet ihr mit so vielen Leuten wie möglich über eure Idee reden. Glückliche Fügungen sind eher notwendig als hinreichend, gerade in den frühen Phasen eines Start-ups. Die Chance, dass die Idee dabei geklaut wird ist quasi Null. Wenn es ein Anderer nur dank eurer initialen Idee schafft euch abzuhängen, habt ihr ganz andere Probleme. Und wenn eines dieser Probleme Kapital sein sollte: Ihr wisst ja nun wo ihr uns finden könnt!

Unternehmen: First Momentum Ventures
Gründer: Sebastian Böhmer, Andreas Fischer, Alexander Kaiser, Karl Lorey, Benedikt Stolz
Gründung: 2017
Homepage: https://firstmomentum.vc/
E-Mail-Kontakt: info@firstmomentum.vc
Branche: Finanzdienstleistung

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