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Gründer des Monats Februar: PARALUTION Labs UG & Co. KG

Das Unternehmen PARALUTION Labs UG & Co. KG entwickelt und vertreibt ihre Software PARALUTION, eine Softwarebibliothek zur parallelen Berechnung dünn besetzter, linearer Gleichungssysteme. Die Software ist hardwareunabhängig einsetzbar und gibt so auch unerfahrenen Programmierern die Chance, neuste Recherchearchitekturen zu verwenden. Neben der Entwicklung und dem Vertrieb der Software bieten das Start-up auch Dienstleistungen im Bereich „Mathematik“ und „parallele Algorithmen“. Wir haben das Team von Paralution Labs im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Gründerteam von PARALUTION: Nico Trost und Dimitar Lukarski (v.l.)

Wofür steht Ihr Unternehmen?

PARALUTION Labs als Technologie-Start-up steht für Innovation und Expertise bezüglich angewandter Mathematik und paralleler Algorithmen auf ‚state-of-the-art‘ Hardware, wie sie etwa in Hochleistungsrechenzentren eingesetzt wird. Dabei unser Unternehmen vor allem durch die Philosophie der Anwenderfreundlichkeit und der generischen Einsetzbarkeit unserer Lösungen geprägt. So ermöglichen wir unseren Kunden, ohne Notwendigkeit von speziellen Programmierkenntnissen, den Einsatz modernster Beschleuniger, wie etwa Grafikkarten. Besonderer Fokus liegt im Bereich der Strömungsmechanik, elektromagnetischen Wechselwirkungen sowie Festigkeitsberechnungen. Hier bietet PARALUTION spezielle Löser, die direkt für kundenspezifische sowie weit verbreitete Simulationspakete verwendet werden können und dort zur Beschleunigung zeitkritischer Probleme beitragen.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?

Die Gründungsgeschichte beginnt mit der Entwicklung der PARALUTION Bibliothek in Schweden. Im Rahmen einer Post-Doc-Stelle entstand, durch wissenschaftliche Arbeiten motiviert, die kostenlos unter GPL Lizenz zur Verfügung gestellte Software. In der darauffolgenden Zeit wuchs der Bekanntheitsgrad von PARALUTION in akademischen Kreisen, und damit auch das Interesse mehrerer Unternehmen – darunter viele namhafte Hardwarehersteller, die wir heute als Partner gewonnen haben. Letztendlich motivierte uns das Interesse aus der Industrie maßgeblich, den Schritt zur Firmengründung zu wagen.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?

Das Gründerteam von PARALUTION Labs besteht aus zwei Mathematikern, Dr. Dimitar Lukarski und Nico Trost. Kennengelernt haben wir uns während unserer Zeit am KIT. Während Dimitar Lukarski promovierte, betreute er die Anfertigung meiner Diplomarbeit. Glücklicherweise blieben wir über die Jahre in Verbindungen und tauschten uns immer wieder über laufende Projekte aus. So war es eine Leichtigkeit für Dimitar, mich zu seinem Vorhaben der Unternehmensgründung zu begeistern.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?

Es ist toll, gelenkt von seinen Visionen, die eigenen Ideen wachsen zu sehen und seinen Arbeitstag völlig flexibel zu gestalten.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?

Das Team benötigt Disziplin, Ehrgeiz und Begeisterungsfähigkeit. Es sollte für seine Idee leben, sich damit identifizieren können. Außerdem sollte es wenig Angst vor Neuem und Unvorhergesehenen haben, aber auch den nötigen Respekt. Dimitar und ich ergänzen uns in diesen Bereichen vorzüglich.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?

Da wir beide aus dem wissenschaftlichen Umfeld kommen, war es für uns natürlich nicht einfach, die Hürden der Bürokratie zu bewältigen. Gründung, Steuern, Recht – alles Dinge mit denen wir uns zuvor nie beschäftigen mussten. Hier war uns das CIE des KIT eine große Hilfe. Ganz besonders möchten wir das upCAT-Programm des KIT hervorheben, welches maßgeblich zu unserem Verständnis des Unternehmertums beigetragen hat. Nicht zu unterschätzen sind auch informative Diskussionen mit anderen Gründen beim Gründergrillen.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?

Die flexible Gestaltung der Arbeitstage half uns hier enorm. Ebenfalls hatten wir einiges an Vorlaufzeit, um uns auf die Gründung vorzubereiten. Demnach konnten wir unser Vorgehen und die nächsten Schritte sehr gut planen.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?

Prüft so schnell wie möglich eure Hypothesen! Diskutiert euer Geschäftsmodell mit anderen Gründern – Stichwort ‚Gründergrillen‘! Ansonsten immer schauen, was am CIE so los ist, sich frühzeitig über Förderungen und Katalysatoren und anderes informieren.

Kurzübersicht:

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