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Gründer des Monats Juni: Selfbits GmbH

Selfbits_LogoDie Selfbits GmbH hat einen cloudbasierten Service im Bereich Wissensmanagement entwickelt, eine Backend-as-a-Service-Lösung. Damit ermöglicht das Unternehmen die schnelle und unkomplizierte Entwicklung von mobilen Business-Anwendungen. Kunden der Selfbits GmbH müssen sich zukünftig keine Gedanken mehr über eine aufwändige und komplexe Serverinfrastruktur machen, was Zeit und Kosten spart. Wir haben das Team von Selfbits im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

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Gründerteam von Selfbits: Oliver Kuppler und Klaus Welle (v. l.)

Wofür steht Ihr Unternehmen?

Selfbits ermöglicht kleinen und mittelständischen Unternehmen die schnelle und kosteneffiziente Digitalisierung und mobile Bereitstellung ihrer Geschäftsprozesse. Durch unsere Backend-as-a-Service Lösung können unsere Kunden ohne eigene Infrastruktur und mit drastisch reduziertem Entwicklungsaufwand mobile Anwendungen ausrollen. Dazu gehören Mobile Apps für Kunden und Mitarbeiter, sowie Anwendungen für IoT-Systeme. Bei Bedarf lassen sich weitere Module hinzufügen, die den Zugriff auf Drittanbieterdaten oder die Ausführung von Datenanalysen mit wenigen Klicks ermöglichen.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?

Während des Studiums hatten wir bereits sehr viel mit Cloud-Computing, Service-Oriented-Computing und Data Mining zu tun. Während dieser Zeit stieg außerdem die Anzahl an öffentlich verfügbaren APIs (Datenschnittstellen) und die Verbreitung von Smartphones und IoT-Geräten drastisch an. Wir haben, überzeugt vom Potential dieser Technologien, viel experimentiert und die Möglichkeit gesehen einen Mehrwert zu schaffen, indem wir diese Technologien für Unternehmen einfacher nutzbar machen. Während der Laufzeit des EXIST Gründerstipendiums hat sich die Geschäftsidee weiter konkretisiert. Somit war es eher ein Prozess, als eine spontane zündende Idee.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?

Klaus und ich haben uns zu Beginn unseres Studiums am KIT kennengelernt. Während der gesamten Studiendauer hatten wir sowohl über die Uni als auch privat sehr viel miteinander zu tun und haben die Idee gemeinsam entwickelt. Entscheidend für die gemeinsame Gründung waren insbesondere die unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen, die wir in unser Unternehmen einbringen können.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?

Wir können uns unsere Ressourcen, allen voran unsere Zeit, frei einteilen. Im Gegensatz zu großen Unternehmen sind wir klein und agil. So können wir uns schnell an neue Marktbedürfnisse anpassen. Beim Technologieaufbau können wir außerdem einen „Greenfield“ Ansatz wählen und auf aktuellste Technologie setzen, was in großen Unternehmen aufgrund von Bestandssystemen und langsamen Entwicklungszyklen kaum möglich ist. Genau dort sehen wir auch unsere Chance Wettbewerbsvorteile zu realisieren.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?

Teamfähigkeit, Belastbarkeit und eine klare Vorstellung der eigenen Ziele, Werte und Wünsche sowie der fachlichen Fähigkeiten, die dem Team beim Erreichen dieser Ziele helfen.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?

Es gilt das „Standardrezept“: Ein Unternehmen ist dann erfolgreich, wenn ein funktionierendes Team, mit einem plausiblen Geschäftsmodell, zum richtigen Zeitpunkt in einem wachsenden Markt, durch richtige Umsetzung die Kunden für sich gewinnen kann. Der wichtigste Partner und Unterstützer ist dabei der potentielle Kunde. Er gibt das ehrlichste, aber auch das schonungsloseste Feedback und ist für ein junges Unternehmen am schwersten zu gewinnen. Hier ist Ausdauer und Überzeugungskraft gefragt. Sehr geholfen haben uns die Gespräche mit möglichst vielen erfahrenen Menschen aus dem Gründungsumfeld. Sehr gute Anlaufstellen für Kontakte sind dabei das CyberForum, das CIE und Veranstaltungen wie das Gründergrillen. Dort kann man sich von erfahrenen Personen frühzeitig ehrliches Feedback holen.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?

Der Aufwand in einer Unternehmung wird, wenn alles gut läuft, nach der Gründung nicht weniger, sondern nimmt eher noch zu. Wir mussten daher grundsätzlich definieren wie wir langfristig mit der erhöhten Arbeitslast umgehen ohne uns selbst und damit letztlich dem Unternehmen zu schaden. Die aus unserer Sicht einzige Möglichkeit das zu erreichen, ist eine stringente und effiziente Organisation der Tätigkeiten, gepaart mit definierten Auszeiten. Konkret bedeutet das, Aufgaben richtig zu priorisieren, Verzichtbares rigoros wegzulassen und die Wochenenden mit der Partnerin, Freunden oder der Familie zu verbringen, um den Kopf wieder freizubekommen.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?

Kritisch sein und sich selbst und anderen immer die von Kindern am häufigsten gestellte Frage stellen: „Warum?“. Warum will ich ein Unternehmen gründen? Warum sollte jemand mein Produkt verwenden? Warum sollte jemand für das Produkt zahlen? Hat man das „Warum“ beantwortet, ergibt sich das „Wie“ und damit die Umsetzung oft fast von alleine.

Kurzübersicht:

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