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Gründer des Monats Mai: Team der Conemis AG

Conemis_Logo_220Die Conemis AG steht fachlich für die Integration von Cloud-Software in Unternehmen. Sie ermöglicht den Umzug ihrer Daten aus alten Systemen in moderne Cloud-Software für Geschäftskunden. Darüber hinaus baut die Conemis AG permanente Datenverbindungen zu Cloud-Software, damit diese mit anderen Software-Anwendungen des Kunden kommunizieren kann. Wir haben Dr. Rolli im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Dr. Daniel Rolli, Mitgründer von conemis

Dr. Daniel Rolli,
Mitgründer von conemis

Wofür steht Ihr Unternehmen?

Die Conemis AG liefert Software und Beratung für IT- und Fachabteilungen, damit diese Cloud-Anwendungen erfolgreich in ihrem Unternehmen einführen und richtig in ihre Anwendungslandschaft integrieren. Dabei setzen wir auf unsere Innovationskraft, ein exzellentes Team, großes Engagement und eine kundenorientierte Flexibilität. Gerade letztere kann ein kleines Unternehmen in der Regel besser leisten als ein großes.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihre Gründung gekommen?

Conemis hat von Beginn an auf das gebaut, was man heute als Software aus der Cloud bezeichnet. Den Grundstein für unsere heutige Geschäftstätigkeit legte das so genannte Software-as-a-Service-Enablement. Dabei beriet Conemis Software-Hersteller, wie sie ihre traditionelle Software fit machen können für die Cloud.

2009 gab es dann einen großen Umbruch bei Conemis. Das war der Start von Conemis, wie es heute existiert. Mein Kollege Omid Afaghi und ich haben die Aktien anderer Mitgründer und die Vorstandsposten übernommen.

Bald nach dieser Umstellung kam Omid Afaghi mit einer zündenden Idee und einem Kontakt, der ein handfestes Problem hatte, auf mich zu. Der zukünftige Kunde brauchte jemanden, der eine große Menge Daten mit komplexer Struktur aus einer alten Anwendung extrahieren konnte. Danach sollten die Daten aufbereitet und in die Cloud-Software von einem großen Software-Hersteller importiert werden. Wir hatten die Kompetenz dazu, haben ja gesagt und hatten unseren ersten reinen Auftrag zur Cloud-Datenintegration. Davon ausgehend haben wir uns bald ganz auf dieses Thema fokussiert und Conemis so aufgestellt, wie es heute dasteht.

Gibt es Gründer bzw. Unternehmer, die Sie besonders bewundern?

Ich habe das Glück, einige Unternehmer zu kennen – etliche davon aus Karlsruhe. Egal ob in kleineren oder größeren Unternehmen, jeder von ihnen hat regelmäßig seine eigenen Herausforderungen zu meistern. Das Werk eines Menschen schätze ich umso mehr, je mehr ich es aus der Nähe gesehen und erfahren habe. Auch manche der großen Namen, die Großes erreicht haben, sind sicherlich bewundernswert. Aber sobald ein Außenstehender von denen hört, sind sie schon so weit, dass sie den ersten kritischen Gründerschritten weit entwachsen sind. Legendenbildung, gerade über Kontinente hinweg, verschleiert meiner Meinung nach oft den Blick auf das, was wirklich hinter Erfolgen steckt.

Viel Praktisches gelernt haben Conemis und ich besonders von David Laux, der die ec4u ag führt. Er hat uns aktiv während der Umbruchphase unterstützt. Und wir sind ihm und der ec4u ag bis heute verbunden.

Ich respektiere Jeden, der ernsthaft Unternehmertum wagt. Ich bewundere es, wenn jemand sein Unternehmen verantwortungsvoll und erfolgreich führt.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zur erfolgreichen Firma?

Verstehen, dass man verkaufen muss, um erfolgreich zu sein. Anbieten, was genau den Kunden zum Kauf veranlasst. Liefern, wofür der Kunde zahlt.

So simpel das klingen mag, gerade für Menschen mit akademischem Hintergrund steht das anfänglich nicht immer im Fokus. Langfristig – und idealerweise auch kurzfristig – muss man als Gründer mehr Geld erwirtschaften als man Aufwände hat. Nach allem, was ich gesehen habe, passiert das niemals wie ein Wunder über Nacht, sondern muss sorgsam Schritt für Schritt auf- und ausgebaut werden.

Können Sie sich vorstellen, in Zukunft für ein anderes Unternehmen zu arbeiten oder sind Sie lieber ihr eigener Chef?

Vorstellen kann ich es mir durchaus, für ein anderes Unternehmen zu arbeiten. Aber solange es meine Fähigkeiten, meine Gesundheit und die sonstigen Umstände erlauben, nehme ich mit großer Freude den Löwenanteil der Verantwortung in einem Unternehmen auf mich und bin als Chef für alle anderen Mitarbeiter da.

Wo sehen sie sich und Ihr Unternehmen in 10 Jahren?

Conemis bedient heute bereits internationale Großkunden und hat eine Repräsentanz in Nordamerika. In 10 Jahren ist die internationale Präsenz deutlich ausgebaut und Conemis ist stark gewachsen. Das Unternehmen ist immer noch im Bereich Datenintegration tätig, hat sich dafür aber grundlegend wandeln müssen. Wenn ich das Unternehmen dann noch führen darf, tue ich das mit Begeisterung und vielleicht etwas mehr Gelassenheit.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?

Werdet euch früh klar, wie sehr ihr Unternehmer sein oder werden wollt. Erfolge fliegen manchen schon früh zu, anderen später. Schwierige Zeiten erlebt jeder. Um erfolgreich Unternehmer zu bleiben, muss man in erster Linie Unternehmer sein wollen. Manche tun das, weil sie glauben, damit am meisten Geld oder Prestige erlangen zu können. Andere wollen sich keinem Chef unterordnen. Wieder andere haben Freude daran, etwas zu formen und aufzubauen. Für mich kommt hinzu, dass man außergewöhnliche und unmittelbare Einblicke in unsere Wirtschaftswelt und ihre Wechselwirkung mit dem menschlichen Wesen bekommt. Bei den meisten Unternehmern wird es wohl eine Kombination aus diesen Motiven sein, die sie dauerhaft für das Unternehmertum begeistert.

Und lasst uns das Verkaufen nicht vergessen.

Kurzübersicht:

  • Gründer: Dr. Daniel Rolli, Omid Afaghi
  • Gründung: Gründung 2006 /2009
  • Homepage: www.conemis.com
  • Kontakt: info@conemis.com
  • Bereich: Software und Consulting

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