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Gründer des Monats Oktober: Melody Scanner

logoDas junge Karlsruher Start-up befindet sich derzeit mitten in der Gründungsphase. Melody Scanner ist eine cloudbasierte Notenmappe, die der User mit Musikdateien befüllen kann. Ob Profi- oder Hobbymusiker, hier kann sich jeder die Noten seines gewünschten Songs generieren lassen. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

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Wofür steht Ihr Unternehmen?
Wir möchten mehr Menschen für das Musizieren begeistern und eine neue Generation von Musikern schaffen, indem wir die Motivation am Musizieren fördern und das Erlernen eines Instruments vereinfachen. Hierfür setzen wir auf eine Symbiose aus Hightech und Kunst. Nach diesem Leitsatz entwickeln wir unser gleichnamiges Produkt Melody Scanner, eine Online-Notenmappe, die mit Musik in Audioform befüllt werden kann. Um diesen Zauber zu vollbringen forschen und entwickeln wir seit eineinhalb Jahren an unserem Machine-Learning-gestützten Algorithmus.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?
Die zündende Idee entstand vor ungefähr drei Jahren. Die kleine Schwester von Sebastian hatte sich damals ein neues E-Piano zugelegt. Auf diesem war eine kleine Melodie eingespeichert, die sie gerne nachspielen wollte. Allerdings konnte sie sich diese Melodie nur als Playback anhören, Noten gab es nicht. So kam es, dass sie ihren großen Bruder um Hilfe bat. Da dieser zwar seit einigen Jahren ein Instrument spielt, aber wie die meisten Musiker kein absolutes Gehör besitzt, lud er sich kurzerhand eine Oszilloskop-App auf sein Smartphone und maß die einzelnen Frequenzen der Töne. Aus diesen konnte er dann die jeweiligen Notenwerte berechnen und auf einem Notenpapier aufschreiben. Die Schwester war mit dem Ergebnis ganz zufrieden und so stellte sich die Frage: „Kann man diesen Prozess auch automatisieren?“

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?
Die Gründer Christian und Sebastian kennen sich schon seit vielen Jahren. Beide haben am selben allgemeinbildenden Gymnasium ihr Abitur abgeschlossen und kennen sich seit der achten Klasse. Während des Studiums sind so in Teamarbeit auch schon andere kleinere Apps entstanden. Als Sebastian Christian also von seiner Idee berichtete, war dieser sofort mit Feuer und Flamme dabei. Da zwei Personen unseren Innovationsdrang nicht stemmen können, haben wir uns noch Daniel und Tamar als tatkräftige Mitstreiter ins Boot geholt.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?
Den größten Vorteil sehen wir an der Freiheit neue Ideen umzusetzen und der Möglichkeit die Welt zumindest ein bisschen zu verändern. Wir wachsen mit jeder Iteration unserer Software und können beobachten, wie nicht nur unser Produkt, sondern auch wir mit jedem Tag besser werden. Verantwortung zu übernehmen und Prozesse zu hinterfragen, das kann man sich in einem konventionellen Angestelltenverhältnis meist nicht leisten. Und wenn wir am Ende des Tages unser eigenes Produkt betrachten können, erfüllt uns das auch mit Stolz.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?
Um als Startup überleben zu können ist eine gewisse Frustrationstoleranz der Gründer essentiell. Es gibt gute Tage und es gibt auch schlechte Tage. Aber mit jeder Herausforderung wachsen auch die Gründer. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist Flexibilität. Ein Gründer hat keinen einzelnen Job, er hat viele Jobs, er packt da an, wo er gerade gebraucht wird. Wir haben gerade am Anfang sehr in Schubladen gedacht, was wir allerdings schnell wieder aufgeben mussten. Das Wichtigste ist unserer Meinung nach der Zusammenhalt des Teams. Mit der Funktionalität des Teams steht und fällt der Erfolg des Startups. Wenn alle an einem Strang ziehen und mit einer Prise Kreativität und Zielstrebigkeit, ist man in der Lage Berge zu versetzen. Daher ist es wichtig sich mit gegenseitigem Respekt und Vertrauen zu begegnen.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?
In unserem Fall ist die urheberrechtliche Umsetzung unserer Vision neben der Technik unsere größte Hürde. Rechtlich stellen wir in Deutschland einen Präzedenzfall dar und da keiner von uns Jura studierte, war es wichtiger denn je, dass wir uns einen Experten suchten. Hierfür haben wir einen fachkundigen Anwalt gefunden, der, neben dem Ausstellen eines Rechtsgutachtens, uns auch dabei hilft ein rechtlich legitimes Geschäftsmodell zu formulieren.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?
Da wir noch in der Gründungsphase sind, haben wir noch immer einen höheren Arbeitsaufwand und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Wir versuchen mit kurzen Sprints am Ball zu bleiben und Feedback unserer Kunden in möglichst kurzer Zeit umzusetzen. Da der Großteil von uns neben her noch studiert, ist es von fundamentaler Bedeutung Prioritäten zu setzen. Zusätzlich ist es wichtig sich nach einem harten Arbeitstag auch einmal eine Pause zu gönnen und abzuschalten, auch wenn das oftmals schwerfällt.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?
Bleibt immer am Ball und lasst euch nicht entmutigen. Passt auf, dass ihr euch nicht festfahrt. Wenn dies der Fall ist, müsst ihr umdenken. Und das Wichtigste beim Entwickeln eines Produktes: Kundenkontakt! Traut euch rauszugehen und zeigt potentiellen Kunden euer Produkt. Oft haben diese ganz andere Anforderung oder Prioritäten, als ihr sie euch zunächst vorstellt.

 

Unternehmen: Melody Scanner GbR
Gründer: Sebastian Murgul und Christian Saaler
Gründung: in Gründung
Homepage: www.melodyscanner.com
E-Mail-Kontakt: info@melodyscanner.com
Bereich/Branche: Konsum & Gebrauchsgüter

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