Home » Gründer des Monats » Gründer des Monats: Nesto

Gründer des Monats: Nesto

NestoDas noch junge Start-up Nesto, gründete sich vor drei Monaten und ermöglicht mit seinem Produkt eine intelligente und bedarfsorientierte Personalplanung in der Systemgastronomie. Mithilfe selbstlernender Algorithmen prognostiziert Nesto automatisch den Personalbedarf für zukünftige Tage und Stunden und macht so Über- sowie Unterbesetzungen bereits bei der Erstellung der Dienstpläne sichtbar. So ermöglicht Nesto seinen Kunden, die Personalauslastung zu optimieren sowie die Umsatzrendite und Servicequalität zu steigern. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

 

nesto

Wofür steht Ihr Unternehmen?
Nesto ermöglicht eine intelligente und bedarfsorientierte Personalplanung. Beispielsweise sind in der Gastronomie  die Personalkosten für etwa ein Drittel aller Kosten “verantwortlich”. Bislang versuchen viele Gastronomen eine optimale Auslastung durch flexible Aushilfen zu erreichen und für die Erstellung der Dienstpläne nutzen sie häufig einfache Softwarelösungen. Letztere erleichtern zwar die Planung, liefern aber keine Antwort auf die Frage wie viel Personal überhaupt zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird. Mit Nesto bilden wir den gesamten Personalplanungsprozess in einer Softwarelösung ab. Anstatt bei der Bedarfsplanung auf die Intuition der Filialleiter zu vertrauen, errechnet Nesto den Bedarf voll automatisch mittels intelligenter und selbstlernender Algorithmen auf Basis vorhandener Daten sowie externer Faktoren. Folglich wissen unsere Kunden zu welchem Zeitpunkt wie viel Personal auf bestimmten Positionen notwendig ist. So werden Über-, aber auch Unterbesetzungen, bereits bei der Planung sofort sichtbar. Mit konkreten Handlungsempfehlungen wie z. B. durch eine intelligente Überlappung von Schichten in Stoßzeiten kann der Dienstplan angepasst werden. Dies ermöglicht eine Optimierung der Personalauslastung und führt zu mehr Planungssicherheit für die Mitarbeiter.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?
Vor einigen Jahren lernte Felix auf einem Seminar unseren heutigen Business Angel kennen, der zu dieser Zeit bereits ein Unternehmen in der Systemgastronomie-Branche gegründet hatte. Seitdem intensivierte sich der Kontakt und regelmäßig diskutierten die Beiden über Herausforderungen in der Branche und wie man diese mittels Softwarelösungen meistern könnte. Bereits im September 2016 nahm Felix sich bei seinem damaligen Job eine längere Auszeit, um sich auf die Arbeit an einer – damals noch vollkommen anderen – Geschäftsidee zu konzentrieren. Diese entwickelte sich dann zu Nesto.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?
Gestartet sind wir ursprünglich mit einem anderen Team, das sich nach den ersten Monaten aufgelöst hat. Felix hat dann mit Artur und Martin ein neues Team aus seinem direkten Umfeld zusammengestellt.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?
Besonders wertvoll ist die Möglichkeit etwas Beständiges aufzubauen und die Chance neue Wege zu gehen – sowohl technologisch als auch innerhalb des eigenen Unternehmens. Zusammengefasst ist es für uns also die ultimative Art der Selbsterfüllung, insbesondere da wir eine stetige und immer steiler werdende Lernkurve erleben.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?
Spaß an der Idee und Begeisterung für das Gründungsvorhaben sind ebenso wichtig, wie die Neugier neue Wege zu gehen und von anderen zu lernen. Unabdingbar sind natürlich auch hohe Motivationsbereitschaft sowie Geduld und Durchhaltevermögen – viele Erfolge und Opportunities wirken häufig, als wären sie über Nacht entstanden. In Wirklichkeit stecken dahinter viel Arbeit und investierte Zeit, die zu einem späteren Zeitpunkt Früchte tragen. Letztlich sollte man auch die Fähigkeit haben, andere zu begeistern – sei es der Kunde oder das eigene Team

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?
Eine Hürde stellt sicher die Entscheidung dar, sich voll mit der Gründung zu committen und damit auch die einhergehenden Unsicherheiten und Risiken zu tragen. Schwierig ist ebenso den ersten Kunden zu überzeugen – unserer Erfahrung nach verkauft man an dieser Stelle immer zugleich sich selbst als Person mit. Der erste Kunde kauft oder testet nicht nur das Produkt, sondern glaubt an das Team und vertraut darauf, dass dieses ein gutes Produkt liefern wird. Umso wichtiger ist es am Ende auch ein Produkt zu haben, das sowohl die eigenen Visionen repräsentiert, die der Gründer immer mit verkauft, und gleichzeitig die Anforderungen und Versprechungen gegenüber der Kunden erfüllt.
Hilfe hatten und haben wir von mehreren Seiten wie z. B. durch unsere Mentoren & den Business Angel. Das KIT unterstützt uns mit der Finanzierung und dem Exist-Gründerstipendium (IRM) sowie das KSRI um Prof. Gerhard Satzger, der uns auch als persönlicher Mentor zu Seite steht. Seit Ende 2017 sitzen wir als Team im IT-Accelerator CyberLab und erhalten hier viel Unterstützung durch Mentoren, Coaches und das Team des CyberForum.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?
Wir sind mittlerweile der Meinung, dass es eine Illusion ist der Arbeitsaufwand würde abnehmen. Es gibt und wird immer Phasen geben, die alles von einem abverlangen. Umso wichtiger ist es, etwas zu haben, das einem Rückhalt bietet und in diesen Phasen stützt. Und so lange es Spaß macht, fühlt es sich glücklicherweise positiv an!

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?
Machen! Es gibt nie den einen richtigen Zeitpunkt und es gibt immer Gründe, die dagegen sprechen werden. Hat man sich einer Geschäftsidee verschrieben, dann gilt es zu Testen und zu Liefern um aus dem Feedback zu lernen – und dabei nie den Kunden, seine Probleme und Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren. Wir persönlich mussten darüber hinaus lernen mit Unsicherheiten umzugehen. Es mag trivial klingen, aber als Gründer ist man ständig mit Unsicherheiten konfrontiert. Sei es die beschränkten finanziellen Mittel, die sich irgendwann dem Ende zuneigen oder die Änderung scheinbar solider Pläne.

Darüber hinaus muss unserer Meinung nach ein Gründer stets bereit sein an sich und seinen eigenen Skills & Kompetenzen zu arbeiten. Beispielsweise mussten wir nach den ersten stressigen Phasen an unserer Art zu Priorisieren arbeiten – insbesondere, da die dringendsten Themen nicht immer zugleich die wichtigsten Themen sind. Generell hat uns dabei sehr geholfen sich mit Menschen zu umgeben, die einen unterstützen, aber auch herausfordern und nicht nur bestätigen.

Unternehmen: Nesto Software GmbH
Gründung: September 2017
E-Mail-Kontakt: felix.kaiser@nesto-software.de
Branche: Software & Informationstechnologie

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>