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Gründer des Monats: understand.ai

understandAI_transparent_logoDas 2016 gegründete Start-up understand.ai mit seinen Wurzeln am KIT, kombiniert Machine Learning mit menschlicher Sorgfalt. Gerade erst haben sie ein 2,8 Millionen USD Investment erhalten und blicken in eine schnell wachsende und aufregende Zukunft ihres noch jungen Unternehmens. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

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Wofür steht Ihr Unternehmen?
understand.ai ist ein Machine Learning Start-up aus Karlsruhe, welches mithilfe selbstlernender Algorithmen Bild- und Videodaten für das autonome Fahren aufbereitet. Damit ein Auto vollkommen selbstständig fahren kann, muss es die Umgebung um sich herum realitätsgetreu wahrnehmen. Dafür benötigt die Autoindustrie eine hohe Anzahl an Bild- und Videomaterial zum Anlernen der Algorithmen, bei welchen die darauf dargestellten Objekte wie Autos, Fußgänger, Straßenschilder usw., gekennzeichnet sind. Bislang verwenden große Autohersteller wie z.B. Tesla für diese Kennzeichnung (= Labeling) tausende von Arbeitern  in dritte Welt Ländern.
Wir bei understand.ai verwenden künstliche Intelligenz, die es ermöglicht diese Kennzeichnungdeutlich schneller und präziser auszuführen. Durch die Kombination von selbstlernenden Algorithmen     und menschlicher Intelligenz wird in einem 3-stufigem Qualitätsprozess sichergestellt, dass die Bild-     und Video Annotationen pixel-genau mit der realen Umgebung übereinstimmen. Der sich ständig verbessernde Algorithmus, die effektiven Tools und die finale Qualitätskontrolle durch hauseigene     Experten, ermöglicht es uns dreimal schneller und qualitativ hochwertiger als die reine manuelle Kennzeichnung der Daten zu sein. Genau aus diesem Grund steht understand.ai für Präzision und Skalierbarkeit in der Industrie des autonomen Fahrens.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung?
Marc machte seine Master in Entrepreneurship, Machine Learning und Data Science und lebte in London und Berlin. Er war bereits Mitgründer von Startups im Bereich Machine Learning und erlebte am eigenen Leib, wie viel Aufwand es ist an gute Trainings- und Valdierungsdaten fuer seine Algorithmen zu kommen. Auf Grund dessen hat er eigene Labelingtools geschrieben um seine machine learning Algorithmen moeglichst effizient zu trainieren.
Ich lebte ein Jahr lang im Silicon Valley und habe dort für Mercedes Research im Bereich Machine Learning und Data Analytics gearbeitet. Dort habe ich unter anderem mitbekommen wie hauseigene Praktkanten die Labelingarbeit muehsam uebernehmen. Es war schnell klar, dass dies nicht der effziennteste Weg sein konnte und so beschloss ich wie Marc mein eigenes Tool zum automatisierten Labeling zu schreiben um machine learning Begeisterte Leute wie uns weltweit mit Trainingsdaten zu versorgen.

Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?
Ein gemeinsamer Bekannter aus Berlin hat Entwickler in Karlsruhe gesucht und mich angeschrieben, da ich als Netzwerk Vorstand der PionierGarage gut verknuepft war. Er hat mich dann mit Marc connected, der zu dem Zeitpunkt in Berlin an genau dem gleichen Thema gearbeitet hat. Keine Woche spaeter haben wir uns dann im Launchpad, dem co-workingspace der PionierGarage getroffen und unsere Ideen zusammengeschlossen.

Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?
Wir schätzen vor allem die Möglichkeit unser Produkt, unser Unternehmen und die damit verbundene Kultur selbst zu gestalten. Es ist uns wichtig, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen aber dennoch motiviert sind, sich stetig weiterzuentwickeln und an ihren Aufgaben zu wachsen. Wir sind sehr stolz auf unser wachsendes und kompetentes Team, durch welches wir überhaupt erst diesen Weg gehen konnten.

Welche Eigenschaft sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?
Neugier!  So viel wie moeglich in kurzer Zeit zu lernen ist was viele in unserem Team und auch uns Gründer täglich antreibt. Wir sind alle persoenlich ueberzeugt, dass man nirgendwo so schnell und so viel lernt wie in einem Startup. Natürlich spielt auch Durchhaltevermögen, Stressresistenz und Mut eine große Rolle. Als Gründer sollte man aber auch auf jeden Fall offen kommunizieren, gut zuhören und viel Empathie zeigen können.

Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?
Auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen gibt es ständig neue Hürden, die sich auch oft komplett unterscheiden können. Unterstuetzung haben wir sowohl von Mentoren vor Ort wie beispielsweise aus dem Cyberlab oder unseren Investoren von LEA und Agile Partners bekommen als auch von Leuten aus dem Silicon Valley wie den Mentoren des German Silicon Valley Accelerators oder unseren dortigen Investoren.

Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?
Wenn man fuer eine Sache brennt, dann kommt es einem nicht wie Arbeit vor ;) Das wichtigste jedoch ist, dass man lernt richtig zu priorisieren und akzeptiert, dass man nicht alles machen kann, was man eigentlich gerne machen wuerde. Das gilt sowohl fuer berufliches, als auch nicht berufliches. Randi Zuckerberg hat mal treffend gesagt: “Maintaining friendships. Building a great company. Spending time w/family. Staying fit. Getting sleep. – Pick 3”.

Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?
Stellt euch vor ihr koenntet nicht scheitern. Was wuerdet ihr machen?

 

Unternehmen: understand.ai
Gründer: Marc Mengler und Philip Kessler
Gründung: Maerz 2016
Homepage: https://understand.ai
E-Mail-Kontakt: info@understand.ai
Branche: Software &Informationstechnik & Informationstechnologie

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