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KIT Entrepreneurship Talk mit Prof. Stork – Pionier des Technologietransfers am KIT

Prof. Stork bei den KIT Entrepreneurship TalksAm 23.04.2015 fand die Auftaktveranstaltung der Entrepreneurship Talks im Sommersemester 2015 statt. Zu Gast war Prof. Dr. Wilhelm Stork, mehrfacher Gründer von Spin-offs des KIT, kollegialer Institutsleiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) und Direktor des Bereichs Embedded Systems und Sensor Engineering am Forschungszentrum Informatik. Er berichtete über seinen beruflichen Werdegang, der Wissenschaft und Entrepreneurship eindrucksvoll verknüpft.

Schon sehr früh setzte sich Prof. Stork neben seiner reinen Forschungstätigkeit mit unternehmerischem Denken auseinander. Seine Motivation dafür war die Neugier darauf, ob es Möglichkeiten gibt, seine Forschungsergebnisse in Anwendungen umzusetzen und ob es bereits Firmen am Markt gibt, die daraus Produkte fertigen könnten. Die Frage der Umsetzung oder gar Verwertung von Forschungsergebnissen am Markt ist an Universitäten zur damaligen Zeit nicht selbstverständlich gewesen – es sei ein Novum gewesen und wurde damals noch nicht gerne gesehen. Entsprechend musste Prof. Stork sein Vorhaben zunächst relativ unbemerkt verfolgen.

Der entscheidende Tipp zur ersten Umsetzung eines Produkts kam von einem seiner damaligen Studierenden. Für ihn als Mitarbeiter der größten Forschungsgruppe für Holographie konnte so der Kontakt zum damals größten Hersteller holographischer Strukturen in Europa hergestellt werden – hier half der Zufall. Ein weiterer Schritt in Richtung Unternehmertum stellte Anfang der 1990-er Jahre der Kontakt zu einem Professor dar, der schon mehrere Firmen gegründet hatte und daher mit seiner Erfahrung die erste Ausgründung unterstützen konnte. Durch weitere Begegnungen und glückliche Fügung wurden schließlich Anwendungen für eine neue Technologie und der erste Kunde gefunden. Nachdem Prof. Stork – getrieben von der Wirtschaftskrise der 1990-er Jahre – seinen Weg aus dem Unternehmen heraus an die damalige TH Karlsruhe genommen hatte, erfolgte 1998 der erste Forschungstransfer mit der Firma movisens, die bis heute mit guten Wachstumsraten stabil wächst. Weitere Ausgründungen folgten in den Jahren 2011, 2012 und 2013.

Angesprochen auf die Erfolgsfaktoren seiner Gründungen nannte Prof. Stork zwei Faktoren: Zufall und „Drive“, das Erarbeitete umsetzen zu wollen. Auf diesen „Drive“ achtet er bspw. auch bei der Einstellung von Doktoranden. Wer eine Promotion bei Prof. Stork anstrebt, sollte mit einer gesunden Karriereorientierung ausgestattet sein. Warum? Die Antwort darauf sei ganz einfach: Nur 2 von 100 Doktoranden hätten überhaupt die Chance, eine wissenschaftliche Karriere zu machen. Alle anderen werden voraussichtlich nach der Promotion in die Industrie gehen. Dabei ist die Option einer Ausgründung – verbunden mit der Möglichkeit, die eigenen erforschten Ergebnisse umzusetzen – ein sehr attraktiver Weg. Prof. Stork fördert diesen Weg gerne als Option für die Karriereplanung. Er steht exemplarisch für die sich ändernde Einstellung von Forschungseinrichtungen zu mehr unternehmerischer Tätigkeit. Die Einblicke von Prof. Stork beim Entrepreneurship Talk waren ein gelungener Auftakt für die Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2015.

Am 12.05.2015 folgt ein Highlight dieses Jahres. KIT-Alumnus Guido Appenzeller (CTSO bei VMware; Co-Founder Big Switch Networks und Voltage Security; Mitglied im Board of Directors beim Karlsruher Start-up abusix, Inc.) wird unter dem Motto „Silicon Valley meets Karlsruhe“ über seine eigenen Gründererfahrungen berichten. Am 30.06.2015 haben wir im Rahmen des KIT Venture Fests den mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Pionier des Entrepreneurship in Deutschland zu Gast: Prof. Dr. Günter Faltin. Am 16.07.2015 können wir uns dann auf den Co-Gründer von Chrono24 freuen: Tim Stracke.

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