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KIT Entrepreneurship Talks – Dirk Fox von Secorvo über 5 eherne Einsichten

Zum dritten Mal in diesem Wintersemester lud der Lehrstuhl für Entrepreneurship und Technologie-Management Interessierte zur öffentlichen Ringvorlesung „KIT Entrepreneurship Talks“ ein. Am 18.12.2014 war Dirk Fox von der Secorvo Security Consulting GmbH zu Gast am KIT. In seinem spannenden Praxisvortrag vermittelte er den sehr interessierten Besuchern die fünf wichtigsten Einsichten, die er während seines bisherigen Unternehmerlebens gewonnen hat:

1. Strategie: Champagner oder Tafelwasser

Die strategische Entscheidung der Positionierung des Unternehmens kann – in Anlehnung an Porter – nur zwischen einer echten Differenzierungsstrategie oder der Kostenführerschaft fallen, denn bei einer Positionierung in der Mitte bricht die Rendite bei der ersten Krise weg und das Unternehmen kann nicht mehr überleben.

2. Personal: Umsetzer statt Blender

Für ein Start-up braucht es „Umsetzer“ mit intrinsischer Motivation, die arbeiten und mit anpacken, um die Idee/das Unternehmen nach vorne zu bringen. Motivation über Geld erzeugen zu wollen, sei da der falsche Ansatz. Um wirklich sehr gute Umsetzer für sein Unternehmen zu gewinnen, ist auch der Recruitingprozess entsprechend gestaltet. Die Hürden sind hoch, aber die guten Bewerber nehmen sie.

3. Marketing/Vertrieb: Der Kunde weiß es besser

Auch wenn man die besten Annahmen darüber macht, welches Produkt oder welche Dienstleistung ein Kunde braucht, stellt man in den ersten Gesprächen immer wieder fest, dass Kunden eine sehr konkrete Vorstellung davon haben, was Sie benötigen bzw. welches Problem genau gelöst werden muss. Wichtig ist, dem Kunden wirklich aktiv zuzuhören, die Informationen, die er gibt, aufzunehmen und erst im zweiten Schritt darüber nachzudenken, was man anbieten könnte. Wichtig ist zudem, die Entscheider zu identifizieren und genau zu verstehen, was der Käufer braucht, der evtl. nicht der Nutzer ist.

4. Controlling: Alles unter Kontrolle

Wichtig ist eine Leistungskontrolle von Anfang an. Was bringen bspw. Werbemaßnahmen wirklich? Ist bspw. eine Messe erfolgreich, d.h. führt sie wirklich zu Aufträgen, die über die Messe entstanden sind? Was bringt eine Webpage? Welche Kennzahl ist hier von Bedeutung? Die richtigen Kennzahlen zu identifizieren und wirklich ehrlich und genau zu messen und daraus abzuleiten, was weiter verfolgt werden soll und was nicht, ist kritisch für eine gesunde Kostenstruktur im Unternehmen.

5. Finanzen: Liquidität entscheidet

Nicht die Zahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung, Umsatz und Kosten, sind interessant, sondern die Entwicklung des Kontostandes, d.h. die Liquidität. Es müssen zusätzlich Zahlungsfristen sowie evtl. Forderungsausfälle berücksichtigt werden. Deshalb sollte folglich genügend “Cash” zur Verfügung stehen, um nicht in den ersten Monaten in eine Insolvenz zu laufen.

1998 gründete Dirk Fox sein unabhängiges Beratungsunternehmen für IT-Sicherheit und Datenschutz. Bis spät in den Abend hinein stand Dirk Fox den Besuchern beim gemütlichen Get-together in weihnachtlicher Atmosphäre im Center for Entrepreneurship noch für Gespräche zur Verfügung.

Verpass nicht die erste Talkrunde im neuen Jahr! Am 22.01.2015 wird Ludwig Neer von CAS Software über seine Erfahrungen aus der Gründungspraxis berichten. Beim anschließenden Gründergrillen im Center for Entrepreneurship (CIE) kannst Du in entspannter Atmosphäre netzwerken und dich mit anderen angehenden Gründern austauschen. Im Februar 2015 gibt es dann noch einen Entrepreneurship Talk im Wintersemester 2014/15:

Die Ringvorlesung findet ab 19:00 Uhr auf dem Campus Süd des KIT im Tulla-Hörsaal statt. Sie ist offen für Jeden, der am Thema Gründen interessiert ist.

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