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KIT Entrepreneurship Talks – Mikro Holzer von BrandMaker teilt seine „Lessons learned“

BrandMaker_Holzer_220x220Am 12.02.2015 war Mirko Holzer von der BrandMaker GmbH zu Gast bei den KIT Entrepreneurship Talks. Holzer startete schon zu Schulzeiten den ersten Gründungsversuch, während dem Studium am KIT (damals Universität Karlsruhe) wurde er in seinen Gründungsplänen bestärkt. Er experimentierte mit unterschiedlichen Ideen und ist heute erfolgreicher Unternehmer und Anbieter eines Management-Systems für die Marketingbranche. Obwohl Holzer in der IT-Branche „groß geworden“ ist, sind seine ‚Lessons learned‘ für alle Gründer von Interesse:

  1. Gehe Risiko ein: Zu Studienzeiten sei das Risiko minimal und daher der optimale Zeitpunkt zur Gründung. Als Student habe man einen geringeren Lebensstandard und in der Regel keine familiären Verpflichtungen. Das größte Risiko sei es, kein Risiko einzugehen.
  2. Gründe nicht allein: Gründen sei Teamarbeit. Mitgründer seien sinnvoll, um sich gegenseitig zu motivieren und unterschiedliche Kompetenzen zu ergänzen. Mehrere Meinungen im Team helfen bei der Weiterentwicklung der Gründungsidee und bei der Problemlösung. Zu viele Gründer seien jedoch schwierig – Holzer empfiehlt zwei bis vier Personen.
  3. Fokussiere auf ein Projekt: Als Gründer solle man sich nicht verzetteln. Die Konzentration auf ein Hauptprojekt sei effektiver. Wenn es weitere Entwicklungsmöglichkeiten gibt, könne man sich nach und nach einem Projekt zuwenden. Holzer rät, sich Entwicklungsziele zu setzen, damit man den Fokus nicht verliert.
  4. Bootstrappe – aber nicht zu lange: Bootstrapping erlaube es am Anfang (bis 24 Monate), eine Idee vollkommen frei und in unterschiedliche Richtungen weiterzuentwickeln. Ein Unternehmen wächst so langsamer, aber stetig. Durch Bootstrapping sei man nicht auf Fremdkapital angewiesen und muss nicht so schnell Unternehmensanteile abgeben. Wenn die Idee sich bewährt hat, hilft eine externe Finanzierung jedoch zur beschleunigten Entwicklung.
  5. Keine Angst vor harten Entscheidungen: Gründen ist ein Entwicklungsprozess, in dem man nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft. Bei negativen Entwicklungen könne es sein, dass man harte Entscheidungen treffen muss, z.B. Personalentlassung. In solchen Situationen sollte man die Entscheidungen treffen und vertreten können, um das Unternehmen wieder auf die richtige Spur zu bringen.
  6. Sei leidenschaftlich: Wenn man hinter seiner Idee steht oder von der Idee eines Mitgründers überzeugt ist, solle man alles für die Realisierung tun. Das verlangt den Gründern vollen Einsatz und harte Arbeit ab. Dabei müssen auch Opfer gebracht werden, wie zum Beispiel wenig Freizeit. Doch der Einsatz kann sich letztendlich auszahlen.

Für Holzer sei IT eine besondere Branche zum Gründen, denn man benötige zu Beginn lediglich Programmier-Skills und vergleichsweise wenig finanzielle Mittel. Für die Weiterentwicklung von IT-Gründungen rät Holzer jedoch zu folgender Finanzierungsstrategie: Bootstrapping in der Startphase und Business Angel in der Reifephase. Dabei erhalten die Gründer von ihrem „Engel“ neben einer Finanzierung auch Know-how und Netzwerkzugang für die Weiterentwicklung. Venture-Capital-Finanzierung sieht Holzer erst für die späte Finanzierung, wenn die notwendigen, branchentypischen „Key Performance Indicators“ bzw. Leistungskennzahlen überzeugen können.

Der Talk mit Mirko Holzer war ein gelungener Abschluss der Veranstaltungsreihe für das Wintersemester. Auch im kommenden Sommersemester organisiert der Lehrstuhl für Entrepreneurship und Technologie-Management wieder die KIT Entrepreneurship Talks. Wir informieren dich rechtzeitig über die neuen Termine und Unternehmerpersönlichkeiten!

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