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KIT-Hightech-Inkubator – Raum zum Wachsen für otego

Trotz innovativer Geschäftsidee ist der Weg in die Selbstständigkeit nicht immer einfach. In der Anfangsphase einer Gründung geht es dabei in erster Linie um die Frage nach der Finanzierung sowie die Suche nach passenden Räumlichkeiten zur Umsetzung dieser Idee. Doch die Mietpreise für Büro- und Laborräume gestalten sich auf dem freien Markt oft zu einer kostspieligen Angelegenheit, die für junge Unternehmen nur schwer zu stemmen ist.

Die Neuen im Hightech-Inkubator: André Gall, Frederick Lessmann, Matthias Hecht und Silas Aslan von oteo

Die Neuen im Hightech-Inkubator: André Gall, Frederick Lessmann, Matthias Hecht und Silas Aslan von otego

Daher hat das KIT 2008 den ersten Hightech-Inkubator am KIT gegründet – ein Gebäude mit 1.600 m² Büro- und Laborflächen, die von Studierenden, Wissenschaftlern und Gründerteams genutzt werden können. Der Begriff Inkubator stammt aus der Medizin und bedeutet übersetzt Brutkasten. Das ist auch der Grundgedanke des KIT-Hightech-Inkubators: Ein Ort, an dem ausgewählte wissenschaftliche Gründungsprojekte in gründerfreundlicher Umgebung vom Anfangsstadium bis zur Marktreife entwickelt werden können.

Frisch in den Hightech-Inkubator gezogen ist im August 2015 das KIT-Spin-off otego. Das Team, bestehend aus zwei Physikern, einem Chemiker sowie einem Wirtschaftsingenieur, entwickelt neuartige thermoelektrische Generatoren (TEG) als Energy-Harvesting-Lösung für drahtlose Sensoren und Aktoren. TEGs wandeln Umgebungswärme direkt in Strom um, sobald sie in einen Temperaturunterschied gebracht werden.Einzigartig dabei ist die Herstellung: Ultradünne Folien werden mit elektrisch aktiven Materialien bedruckt und in einem vollautomatischen Verfahren zu Generatoren in der Größe eines Würfelzuckers gefaltet.

Das Labor im Inkubator wird hauptsächlich von Chemiker Silas Aslan genutzt, der bisher an der Universität Heidelberg forschte. Nun kann er in der Nähe seiner otego-Kollegen André Gall, Matthias Hecht und Frederick Lessmann arbeiten. Die drei Mitgründer sind als wissenschaftliche Mitarbeiter am Campus Süd tätig, wo auch die eigene Produktionsanlage von otego untergebracht ist. Der Hightech-Inkubator bietet große Vorteile gegenüber anderen universitären Laborräumen: „Hier kann man wachsen, eigene Geräte kaufen und in Zukunft weitere Mitarbeiter beschäftigen“, so Silas Aslan. Besonders wichtig ist für ihn auch die vorhandene Infrastruktur: „Hätten wir nur eine leere Halle gemietet und das Labor selbst aufbauen müssen, da wäre ein extremer Arbeitsaufwand zu bewältigen gewesen – angefangen von arbeitsrechtlichen Themen bis hin zur Entsorgung von Chemikalien. Für uns als Gründer ist der Inkubator in dieser Hinsicht ein echter Segen.“

Nächster Meilenstein für die jungen Gründer ist die Serienproduktion. Der Inkubator ist für otego der Ort, an dem sie ihr Material bis zur Marktreife weiterentwickeln wollen. Im nächsten Schritt soll dann ein externer Partner beauftragt werden, der das entwickelte Material in großer Menge liefert. Für die Zukunft erhofft sich das Team den Ausbau ihres Netzwerks am KIT und das Anmieten eines größeren Labors im Inkubator, sobald neue Räume verfügbar sind.

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