Zwei Start-ups aus dem KIT mit Innovationspreis ausgezeichnet

Dr. Karl-Heinz Baringhaus, Konstantin Demir, Dr. Anna Popova, Dr. Simon Widmaier und Dr. Rainer Waldschmidt

v.l.n.r.: Dr. Karl-Heinz Baringhaus, Konstantin Demir, Dr. Anna Popova, Dr. Simon Widmaier und Dr. Rainer Waldschmidt

Die Initiative der Bundesregierung „Deutschland – Land der Ideen“ hat 100 innovative Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet ausgezeichnet. Zwei der Preisträger “Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen” sind Kinemic und Renumics, die sich aus dem KIT heraus gegründet haben. Kinemic entwickelt Software zur Gestensteuerung und Texteingabe basierend auf Wearables. Somit können digitale Geräte – vom PC über Smartphone bis Augmented-Reality-Brille – spielend einfach bedient werden. Das KIT-Spin-off Renumics nutzt maschinelle Lernverfahren, um Computer Aided Engineering effizienter zu gestalten und Berechnungsingenieure zu entlasten. Mit dieser Software können auch Laien technische Simulationen am Computer durchführen. Die Preisträger bekommen professionelle Unterstützung bei der Vermarktung ihrer Ideen.

KIT-Gründerschmiede präsentiert sich bei Startup Village 2018 in Moskau

Startup Village 2018Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau hat für die diesjährige Startup Village, die größte Startup-Konferenz in Russland und den GUS-Staaten für Technologieunternehmer, eine deutsche Delegation nach Moskau eingeladen. Eine der dort vertretenen deutschen Wissenschaftseinrichtungen war das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Hierfür hat Thomas Neumann auf dem Kongress den Bereich „Gründen am KIT“ sowie das Projekt KIT-Gründerschmiede vorgestellt. Darüber hinaus bot die Reise die Möglichkeit, sich mit den dortigen Verantwortlichen sowie wichtigen Investoren auszutauschen und Einblicke in die hiesige Start-up Szene zu gewinnen.

Gründer des Monats Juli: Zana

logo-bigDas im Mai 2018 gegründete Start-up Zana hat einen interaktiven, AI-basierten Gesundsheitsassistent entwickelt. Zana bietet eine konkrete Lösung für das Bedürfnis nach komplexen Gesundheitsdaten – mit intelligenten Antworten, informativen Artikel und personalisierten Empfehlungen. Die Interaktion zwischen Zana und Nutzer erfolgt über verschiedene Kanäle wie Web Chats und gesprochene Sprache. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Zana-cofounders

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Gründer des Monats Juni: Aquarray

Aquarray_LogoDas im März 2018 gegründete KIT Spin-off Aquarray ermöglicht mit dem Prinzip der Droplet-Microarray (DMA) Technologie eine nachhaltige Verbesserung des Zell-Screening im Bereich Pharmaindustrie und Biowissenschaften. Durch die neue Möglichkeit des miniaturisierten Hochdurchsatzscreenings können Laboren parallel tausende von Proben durchtestet, um den Gesamtverbrauch an Reagenzien und Zellen zu reduzieren. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

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CeBIT 2018

Das KIT stellte im Rahmen der CeBIT vom 12. – 15.06.2018 verschiedene Ausgründungen und Gründungsprojekte aus dem KIT vor und wollte damit der Wirtschaft und der Öffentlichkeit einen Ausschnitt der am KIT entwickelten Innovationen vorstellen. Im Folgenden nun die Vorstellungen der einzelnen Ausgründungen und Gründungsprojekte:

Ausstellende Teams:

Dienstag

Zana

Zana – die intelligente und interaktive Gesundheitsassistentin

Das Internet hat bei Menschen eine mittlerweile dominante Rolle eingenommen um nach gesundheitsbezogenen Inhalten zu suchen.
Online-Quellen und Apps werden genutzt um auf interaktive Inhalte zugreifen zu können, sei es um Symptome zu prüfen, Gesundheitsrisiken abschätzen zu können, Krankheitsbilder zu verstehen oder Ärzte zu finden.  Das derzeit einfache Suchmaschinen-Modell passt jedoch nicht mehr zu den immer komplexer und vielschrittiger werdenden Fragestellungen.
Zana bildet die Brücke zwischen einem komplexen Informationsbedürfnis auf der einen und konkreten Lösungen-intelligente Antworten, fokussierte informative Artikel und personalisierte Produktempfehlungen auf der anderen Seite. Zana ist eine intelligente Assistenz-Plattform mit medizinischem Fachwissen.
Die Interaktion zwischen Zana und Nutzer erfolgt über verschiedene Kanäle wie insbesondere Web Chats und gesprochene Sprache. Die Plattform basiert auf Verfahren der künstlichen Intelligenz: Zana nutzt modernste Verfahren der Sprachtechnologie, kombiniert diese mit maschinellen Lernverfahren und ist dadurch in der Lage mit den Nutzern in Form von Dialogen zu kommunizieren, diese Kommunikation durch Nachfragen zielgerichtet zu steuern und schließlich personalisierte Empfehlungen auszusprechen. Ein erheblicher Mehrwert von Zana liegt in der effizienten, KI-basierten Versorgung des Nutzers mit verlässlichen Informationen. Zana lernt über den Dialog und kann damit nutzerspezifische Empfehlungen aussprechen, personalisiert, persönlich und jederzeit verfügbar.

Mittwoch

Heisenberg Quantum Simulations

Heisenberg entwickelt Quantenalgorithmen zur Voraussage von Moleküleigenschaften für die Chemie- und Pharmaindustrie. Die Heisenberg Software kann sowohl auf herkömmlichen Computern als auch auf existierenden und zukünftigen Quantencomputern eingesetzt werden. Damit können bereits heute Entwicklungsprozesse unserer Kunden signifikant beschleunigt und das Verständnis von chemischen und physikalischen Zusammenhänge erhöht werden. Somit können neue Prozesse und Produkte schneller realisiert werden. Quantencomputer werden die Forschung und Entwicklung von Materialien und Medikamenten fundamental verändern. Heisenberg ermöglicht seinen Kunden von den Chancen zu profitieren und die Risiken der Veränderungen zu minimieren – durch Information, Pilotprojekte und Quantensimulation von Molekülen und Prozessen.

Donnerstag

Usertimes

Digitale Angebote, wie Websites, Apps oder User Interfaces, werden Tag für Tag präsenter in unserem Leben. Wir erwarten, dass die Interaktion mit solchen Produkten effizient, reibungslos und intuitiv funktioniert. Diese steigenden Anforderungen bedeuten für die Produktentwicklung einen wachsenden Fokus auf eine optimale User Experience (UX). Das Testen interaktiver Produkte in möglichst vielen Stadien der Entwicklung ist hierfür zentral, momentan aber oft – aufgrund mangelnder Ressourcen – nur in beschränktem Maß möglich.

Usertimes setzt genau an dieser Stelle an und erhebt das Verhalten der Nutzer bei der Navigation von Websites, dem Nutzen von Apps uvm. Als Alleinstellungsmerkmal hat Usertimes das Ziel, etablierte Methoden der User Research – welche bislang sowohl zeitaufwändig, als auch kostspielig waren – zu automatisieren. So können Tests direkt in den Zyklus der Produktentwicklung eingebunden werden.

Die statistischen Ergebnisse einer großen Bandbreite qualitativer und quantitativer Nutzertests – methodisch passend zusammengestellt für den Produkttyp und -status – liefert die hierfür entwickelte Self-Service Plattform innerhalb von 48 Stunden. So ermöglicht Usertimes eine Zeit- und Kostenersparnis von 80% beim Durchführen von Test mit echten Nutzern. Produktmanager und -designer profitieren so von zufriedeneren Kunden und einer stärkeren Kundenbindung, der Endnutzer der getesteten digitalen Angebote von einer optimierten User Experience.

Freitag

Coral Innovation

Die Ideenplattform von Coral Innovation trägt die tausenden innovativen Technologien aus der Forschung, von Startups und innovativen Unternehmen, über die aktuell oft nur das direkte Umfeld Bescheid weiß, in die Breite. Sie ermöglicht auch kleinen und mittleren Unternehmen einen einfachen Zugang zu technologischen Entwicklungen und Wissen aus neuen Branchen. Die Technologien werden in einer allgemein verständlichen Form dargestellt und inhaltlich vernetzt. Das Aufzeigen von technologischen Möglichkeiten bezogen auf das individuelle Kerngeschäft oder Kompetenzen, regt die Entstehung neuer Ideen an. So können Unternehmen einfacher interdisziplinäres Potential entdecken oder unerkanntes Innovationspotenzial aus benachbarten Technologiebranchen zu adaptieren.
Bisher sind neue Ideen stark mit dem Wissen einzelner Mitarbeiter bzw. deren persönlichen Netzwerk verbunden und abhängig. Menschen pflegen jedoch Ihr Netzwerk meist aus einem anderen Grund und Unternehmen wissen nicht, wer über welches Wissen verfügt. So ist es in der Regel dem Zufall überlassen, relevante Informationen zur richtigen Zeit zu erhalten. Neue Entwicklungen in den Bereichen Natural Language Processing und Machine Learning / Deep Learning  ermöglichen es, Technologien in Beziehung zueinander zu bringen und dadurch Ideenräume aufzumachen und “Nächstmögliche Technologien” vorzuschlagen. Das Technologie-Empfehlungssystem kann technische Inhalte verstehen und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und Anknüpfungspunkte von Technologien analysieren. Dadurch können sich neue Partner basierend auf Ihrem technologischen Kompetenzen und Interessen branchenübergreifend und überregional vernetzen.

 

Impressionen der CEBIT 2018

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