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Qualität entlang der Lieferkette – KIT-Ausgründung simQoo entwickelt eine Qualitätsmanagement-Software für Unternehmen mit einem weltweit verzweigten Lieferantennetz

Team des KIT-wbk Start-Ups “simQoo” mit Mentorin Fr. Prof. Lanza

Wenn Unternehmen gezwungen sind, Rückrufaktionen wegen defekter Bremsen oder Giftstoffen in Lebensmitteln zu starten, ist schnell klar: Qualitätsmängel können große Risiken für den Verbraucher und hohe finanzielle Verluste für den Hersteller bedeuten. Ohne professionelles Qualitätsmanagement (QM) kommt kein Hersteller aus. Und die Kontrolle der Waren wird zunehmend komplexer, je mehr Zulieferer beteiligt sind.

„Qualitätsmängel schleichen sich häufig in der Lieferkette ein. Ein Endprodukt ohne Qualitätsmängel erfordert daher eine nahtlose Einbindung aller Zulieferer in das Qualitätsmanagement“, sagen Kyle Kippenbrock und Stefan Stockey, die beiden Gründer des KIT-Spin-offs simQoo. Als wissenschaftliche Mitarbeiter des KIT am wbk Institut für Produktionstechnik arbeiteten die Maschinenbauer auch an Industrieprojekten mit deutschen Unternehmen in China und kamen so auf die Idee zur Gründung von simQoo.

Qualitätsmanagement und die dazugehörigen IT-Lösungen bereiten vielen Unternehmen Kopfzerbrechen: QM-Informationen werden per E-Mail versendet, jeder Lieferant verwendet sein eigenes Datenformat, eine statistische Auswertung ist mühsam. Die in Großunternehmen eingesetzten Softwarelösungen sind oft mit hohen Investitionskosten verbunden und schnell veraltet. Die Bedienung muss in aufwändigen Schulungen erlernt werden und bleibt oft einem kleinen Kreis von QM-Experten vorbehalten.

Die von simQoo entwickelte Lösung erleichtert die Kommunikation auch über Unternehmensgrenzen hinweg: Alle am Produktionsprozess Beteiligten haben die Möglichkeit, ihre eigenen QM-Daten über eine leicht verständliche Benutzeroberfläche für Partnerunternehmen freizugeben. Damit liegen die Daten in einem einheitlichen Format vor und Fehlermeldungen oder Beschwerden werden in Echtzeit weitergegeben. Hersteller und Lieferanten können somit schnell auf eventuelle Qualitätsmängel reagieren. Stefan Stockey erklärt das Konzept am Beispiel von Software zur Erstellung einer Steuererklärung: „Man muss kein Steuerexperte sein und nicht alle aktuell gültigen Richtlinien kennen, um die Software bedienen zu können. In der gleichen Weise führt die Softwarelösung von simQoo den Benutzer Schritt für Schritt durch den QM-Prozess.“ Die Software kann mit einem PC oder Smartphone von überall auf der Welt aus bedient werden, es ist lediglich ein Internetzugang nötig.

Mentorin Prof. Dr.-Ing. Gisela Lanza vom wbk Institut für Produktionstechnik sowie Gründercoach Dr. Rolf Blattner vom KIT-Innovationsmanagement haben die jungen Unternehmer von Anfang an aktiv unterstützt. Seit Januar 2013 profitiert simQoo auch von der Förderung durch ein Exist-Gründer Stipendium.

Kyle Kippenbrock und Stefan Stockey sind nun auf der Suche nach Kunden für Pilotprojekte. Im Rahmen dieser Projekte soll die Software weiterentwickelt und in der Praxis getestet werden. Gleichzeitig profitieren die Kunden von einem effizienteren Qualitätsmanagement und damit der Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Kontakt
Dipl.-Ing. Stefan Stockey
Kaiserstr. 12, D-76131 Karlsruhe
T:  +49 (0) 721 608-44185+49 (0) 721 608-44185
M: +49 (0) 160 962-54940+49 (0) 160 962-54940
stefan.stockey@simQoo.com
www.simQoo.com

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