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KIT Venture Fest 2016: Über 700 Besucher erkundeten die Innovationslandschaft des KIT

Bereits zum dritten Mal veranstaltete das KIT am 29. Juni 2016 das KIT Venture Fest. Der diesjährige Innovationstag lockte über 700 Gäste auf das Gelände rund um den Audimax – ein neuer Besucherrekord. Das vielfältige Programm brachte Studierende, Beschäftigte und Gründer des KIT mit Vertretern aus Industrie und Wirtschaft, Investoren und Netzwerkpartnern zusammen. Highlight der Veranstaltung war der Late-Night-Talk mit Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.

Dr. Dieter Zetsche beim KIT Venture Fest 2016

Dr. Dieter Zetsche beim KIT Venture Fest 2016

Der Tag begann mit einem Innovationsfrühstück, bei dem sich die ersten Teilnehmer kennenlernen konnten. Gestärkt ging es anschließend in die Seminare rund um die Themen Unternehmensgründung und Technologietransfer – von Basics zum Umgang mit Erfindungen, Patenten und Lizenzen über Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zu Online-Marketing-Tipps für Start-ups.

 

Einen Einblick in die Vielfalt Innovation konnten die Besucher in der Innovationsgalerie gewinnen, in der Wissenschaftler und Gründer des KIT ihre Projekte präsentierten. Die Galerie bot den ausstellenden Teams eine Bühne, um Feedback zu ihren Projekten und Geschäftsideen zu erhalten und interessante Kontakte zu Kooperationspartner und Investoren zu knüpfen.

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Mittag offiziell durch den KIT-Vizepräsidenten Prof. Dr. Thomas Hirth, der auf die besondere Bedeutung der Innovation als eine der drei tragenden Säulen des KIT einging. Im Anschluss ging es für die Teilnehmer in verschiedene Snapshot-Sessions – Seminare, bei denen Wissenschaftler des KIT und Kooperationspartner aus der Industrie blitzlichtartige Kurzvorträge hielten. Weiterhin fand die Session „Quo vadis – Wünsche und Erwartungen an das Projekt Innovation 2025 am KIT“ statt, bei der die Teilnehmer aufgerufen waren, sich mit Prof. Thomas Hirth, Dr. Jens Fahrenberg, Leiter des KIT-Innovationsmanagements (IMA), und Orestis Terzidis, Leiter des Instituts für Instituts für Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation (EnTechnon) auszutauschen und Veränderungsvorschläge zu diskutieren.

 

Am Nachmittag bot das KIT Venture Fest diverse Programmpunkte auf der Bühne, wie etwa den R2B-Techpitch. Fünf Wissenschaftler nutzten die Gelegenheit und stellten dem Publikum ihre aktuellen Forschungsprojekte in fünfminütigen Kurzvorträgen vor. Dabei ging es für die Vortragenden nicht nur um die Darstellung ihrer Technologien, sondern auch darum, Kooperations- und Industriepartner auf sich aufmerksam zu machen. R2B steht dabei für RESEARCH TO BUSINESS, ein Angebot des Innovationsmanagement des KIT. In unterschiedlichen Formaten, wie einer Online-Börse, einem Newsletter und kleinen Themenevents, bringt R2B Wissenschaft und Wirtschaft zusammen mit dem Ziel, neue Technologien an den Markt zu bringen.

 

Wer noch keine Gelegenheit hatte, die Gründerteams in der Innovationsgalerie kennenzulernen, der bekam spätestens beim KIT-Gründerpitch die Möglichkeit dazu. Fünf junge Unternehmen aus dem KIT hatten jeweils drei Minuten Zeit, um ihre Geschäftsideen einem breiten Publikum zu präsentieren. Mit dabei waren Selfbits, robodev, emmtrix, SMActuators und vasQlab. Die Jury setzte sich aus Robin Schönbeck (PACE Telematics GmbH), Yair Re’em (Hasso Plattner Ventures Management GmbH), Dr. Dirk Schweinberger (tech-solute GmbH & Co. KG), Matthias Hornberger (KIZOO Technology Capital GmbH) und Crispin Leick (EnBW New Ventures GmbH) zusammen.

 

Am Abend verlagerte sich die Veranstaltung in den Außenbereich, wo zunächst die Verleihung des Innovationspreises NEULAND stattfand. Der 1. Preis in der Kategorie „Ideenwettbewerb“ ging an Prof. Dr. Ute Schepers, Prof. Dr. Stefan Bräse und Bettina Fleck für ihren Anti-MRSA-Wirkstoff. Gewinner des 1. Preises in der Kategorie „Sonderpreis“ sind Dr.-Ing. Jürgen J. Brandner und Dr. Berta Spasova mit dem Industriepartner Cargill für die Katalytische Epimerisierung und Polymerisation von funktionalisierten Kohlehydraten. Im Anschluss wurden die Gewinner des KIT-Gründerpitchs bekannt gegeben: Der KIT-Gründerpreis ging an das Start-up SMActuators, der Publikumspreis an die KIT-Gründung Selfbits.

 

Highlight des Abends war der Impulsvortrag von Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG mit dem Titel „Das Nashorn Prinzip: Groß und trotzdem alles andere als träge“. Er sprach über Elektromobilität und den Wandel in seinem Unternehmen. So prognostizierte Zetsche beispielsweise, dass es für die Daimler AG in einigen Jahrzehnten nicht mehr nur um den Bau von Autos gehen wird, sondern vielmehr darum, Mobilität auf neuen Wegen anzubieten. Dafür gelte es, den Konzern Daimler fit zu machen: „Die Veränderungsbereitschaft war noch so groß wie im Moment.“ Gerade für Konzerne sei es von großer Wichtigkeit, trotz ihrer Größe noch blitzschnell reagieren zu können, ähnlich wie Nashörner, die mit bis zu 45 Stundenkilometer laufen können. Außerdem kann man sich von jungen Nashörnern die Eigenschaft abschauen, nicht immer bei den Eltern mitzulaufen, sondern auch mal eigene Wege einzuschlagen. „Wir müssen als Konzern mehr Risikobereitschaft aufbringen“, fordert Zetsche. Nach dem Impulsvortrag ging die Abendveranstaltung in einen Late-Night-Talk über, bei dem Zetsche zusammen mit Hirth über Parallelen am KIT diskutierte.

Der restliche Abend stand dann im Zeichen des Networkings. Bis spät in die Nacht und mit musikalischer Begleitung konnten sich die Gäste in offener Atmosphäre austauschen und neue Kontakte knüpfen.

 

Wir danken den zahlreichen Gästen, die das KIT Venture Fest 2016 zu einem Erfolg gemacht haben! Besonderer Dank gilt den Gründern, Wissenschaftlern und Unternehmern, die unser Programm durch ihre Beteiligung als Aussteller oder Redner mit Leben gefüllt haben. Ebenso bedanken wir uns bei unseren Netzwerkpartnern: Karlsruher Gründerallianz und CyberForum e.V. sowie den Hochschulgruppen: PionierGarage e.V., Young Investigator Network (YIN), Encactus KIT e.V. und r2b-student e.V.

Folgende Gründerteams waren in der Innovationsgalerie vertreten:

Folgende Technologien wurden präsentiert:

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