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Spannung bis zum Ende beim Finale des upCAT #5

Beim Demo Day am vergangenen Montag war es endlich soweit: Zum Abschluss des Accelerator-Programms upCAT präsentierten die sechs Gründerteams in den Räumlichkeiten der IHK Karlsruhe ihre Ergebnisse aus den letzten zwölf Wochen, in denen sie gemeinsam mit Coaches und Mentoren an ihren Geschäftsmodellen gearbeitet hatten. Nach der Begrüßung durch Jenny Geis (Geschäftsbereichsleiterin der IHK Karlsruhe) und Professor Orestis Terzidis (Leiter des Instituts für Entrepreneurship, Technologie Management und Innovation EnTechnon), folgten die Pitches der Gründerteams, moderiert von Nina Stock (Innovations- und Relationsmanagement IRM), die durch den weiteren Abend führte.

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Prof. Dr. Orestis Terzidis während seiner Begrüßungsrede zum upCAT #5 Demo Day

Die Jury setzte sich mit Jörg Sievert (cleverle!), Sven Häwel (homeandsmart), Andreas Sütterlin (beratergruppe:Leistungen), Sven Schmidt-Rohr (CEO und Co-Founder ArtiMinds) sowie Dr. Thomas Lindner (innoWerft) aus Experten der regionalen Gründerszene zusammen. Die verschiedenen Teams hatten jeweils nur wenige Minuten Zeit, um die Juroren sowie das szenekundige Publikum aus Business Angels, Investoren und Industrievertretern von ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung zu überzeugen. Im Anschluss an ihre Präsentation stellten sich die Gründer/innen den kritischen Fragen der Jury zu Unternehmensstrategie, Marktentwicklung und Zukunftsaussichten. Am Ende des Abends sollte schließlich der würdigste Teilnehmer zum Gewinner des Demo Days gekürt werden.

So verliefen die Pitches

Den Auftakt machte das Team von renumics, das Vorteile und Nutzen ihrer quelloffenen CAE-Plattform präsentierte. Dank der Verbindung mit proprietären maschinellen Lernverfahren wird ein bisher unerreichter Automatisierungsgrad im Bereich des Computer Aided Engineering (CAE) ermöglicht. Dadurch können Entwicklungszyklen verkürzt, Best Practices etabliert und Arbeits- und Lizenzkosten gesenkt werden, sodass neue Produkte schneller und preiswerter entwickelt werden können.

Nach renumics betrat das Team von Qorrection die Bühne, um die Jury mit ihrer Software zur Fehlerreduktion bei Quantencomputern zu überzeugen. Einem Vortrag über die Möglichkeiten der in der Entwicklung befindlichen Quantencomputertechnologie und der damit einhergehenden Notwendigkeit einer Software zur Fehlerkorrektur, folgte die Befragung durch die Juroren, die vor allem auf die Finanzierung des Start-ups bis zur Marktreife der Computer abzielte.

Den nächsten Pitch hielt das Team von LAVRIO.solutions, die innovative Data Science Methoden entwickeln. Automatisierte Aktionsempfehlungen können Unternehmen dabei helfen, zielgerichtete Marketingmaßnahmen umzusetzen oder Wartungskosten zu reduzieren. Bei der Befragung durch die Juroren hob das Team von LAVRO.solutions besonders hervor, dass trotz des großen Marktes und vieler Mitbewerber die eigene Technologie bereits mit den einzelnen Daten eines Unternehmens Entscheidungsempfehlungen erstellen kann.

Der vierte Pitch des Abends vom Start-up Resilienz stand ganz im Zeichen des Risikomanagements. Das Start-up greift auf die größte Katastrophen-Datenbank der Welt zurück, die mittlerweile von Medien und Dienstleistern rund um den Globus genutzt wird und erstellt daraus Risikoprofile für Hotels und Resorts. Von der Analyse von Kernrisiken bis zum Management von Krisensituationen ermöglicht Resilienz mit Hilfe ihrer selbst entwickelten Software-Plattform erschwingliche Krisen- und Risikoanalysen, die zukünftig auch auf andere Gebiete wie den Weinanbau ausgeweitet werden können.

Im Anschluss stellte das Team von Coral Innovation sein Produkt vor. Dabei handelt es sich um eine Internetplattform zum schnellen und effizienten Technologietransfer und zur Förderung von F&E-Kooperationen. Technologieanbieter erhalten eine branchenübergreifende Bühne für ihre Innovationen, über die sie potentielle Anwender und Partner leicht erreichen können. Ein eigens entwickeltes Suchsystem auf Grundlage quantenmechanischer Modelle hilft dabei, bereitgestellte Informationen zielgerichtet auffindbar zu machen.

Als letztes Start-up durfte sich memetis beweisen. Das Unternehmen entwickelt folienbasierte, thermisch aktivierbare Miniatur-Aktoren aus Formgedächtnislegierungen (FGL). Diese ermöglichen hohe Schaltkräfte bei besserer Integrierbarkeit und höherer Flexibilität. Einsatz findet diese Technologie vor allem im Bereich der Medizintechnik und Bioanalytik. Im Vergleich zu vorhandenen Aktoren, deren Mechanismen entweder zu groß sind um sie auf den Miniaturbereich zu übertragen oder lediglich in hoher Stückzahl rentabel werden, lassen sich die Miniatur-Aktoren von memetis genau dort einsetzen.

Impulsvortrag und Siegerehrung

Während sich die Jury nach dem letzten Pitch zur Beratung zurückzog, hielt Emil Kabisch vom Start-up store2b einen beeindruckenden Impulsvortrag über die Lernkurve und Erfahrungen eines jungen und erfolgreichen Unternehmens. store2b ist ein Online-Marktplatz für Aktions- und Promotionsflächen, das sich 2016 eine sechsstellige Seedfinanzierung sichern konnte. Als Abschluss seines Vortrages gab Emil Kabisch anderen Gründern noch den Tipp mit auf den Weg, nicht der Versuchung zu erliegen, langfristigen Erfolg gegen kurzfristigen Umsatz tauschen zu wollen.

Get-together mit Siegerstimmen

Nachdem sich die Jury wieder eingefunden hatte, folgte die Preisverleihung. Den zweiten Platz und damit ein halbtägiges Coaching sicherte sich das Team von memetis. Der erste Platz und damit ein ganztägiges Coaching ging an das Team von Resilienz. Mit viel Rückenwind wollen sich die Gründer nun den zukünftigen Herausforderungen stellen.

„Natürlich befinden wir uns schon in einer fortgeschrittenen Phase für ein Start-up-Unternehmen. Dennoch freut uns der Sieg sehr, gerade weil wir mit einem Produkt zum Thema Naturkatastrophen bei einem deutschen Pitch gewinnen konnten und ein interdisziplinär aufgestelltes Team aus BWL-/IT- und Physik-Absolventen sind“, so Andreas Schäfer von Resilienz. Auch Marcel Gültig vom Team memetis war auf die Leistung seines Teams stolz: „Wir freuen uns über unseren zweiten Platz und die Kontakte, die wir knüpfen konnten. Gratulation auch an Resilienz, die ein äußerst spannendes Projekt haben.“

Ein nettes Gimmick ließ sich beim anschließenden Get-together das Start-up LAVRIO.solutions einfallen. Wer wollte, konnte sich an ihrem Stand mit Hilfe ihrer Software die Lieblingsschokolade voraussagen lassen.

Wir wünschen den Teams viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg. Das Team der KIT-Gründerschmiede wird euch auch weiterhin als Wegbegleiter zur Seite stehen.

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