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Stolpersteine bei der Gründung – Von Businessplänen, Investorengesprächen und der richtigen Work-Life-Balance

Eine rasante Berg- und Talfahrt liegt hinter Martin Deutsch. Er hat 2011 mit der Tut-All Software GmbH sein erstes Unternehmen gegründet: Ein kleines IT-Start-up, in dem er eine Tutorial- und Automatisierungssoftware auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelte. Da kein Investor bereit war, den Gründer Deutsch mit ausreichend finanziellen Mitteln zu unterstützen, entschied er sich nach fünf Jahren, die Software als Open-Source-Lösung zu vertreiben. Beim Kaminabend am Center for Interdisciplinary Entrepreneurship (CIE) berichtete er von seinen Schwierigkeiten und teilte seine Erfahrungen mit den Teilnehmern. Wir haben für dich die sieben wichtigsten Tipps von Martin Deutsch zusammengefasst.

Martin Deutsch beim Kaminabend am CIE

Martin Deutsch beim Kaminabend am CIE

Tipp 1 – Businessplan als Kontrollwerkzeug nutzen
Der Businessplan sollte nicht nur für Investoren erstellt werden, sondern auch der eigenen Orientierung dienen. Ratsam wäre, ihn mindestens einmal im Jahr zu aktualisieren. Excel-Tabellen können beispielsweise mit Konstanten gefüllt werden, sodass einzelne Werte entsprechend angepasst werden können.

Tipp 2 – Genügend Puffer beim Zeitmanagement einplanen
Gerade in der Anfangsphase einer Gründung unterschätzt man gerne die Dauer einzelner Prozesse. Zum Beispiel kann ein Vertragsabschluss mit einem großen Unternehmen bis zu 18 Monaten dauern. Das sollte man auch im Businessplan berücksichtigen.

Tipp 3 – Netzwerk aufbauen und pflegen
Zur Gewinnung von Neukunden oder Dienstleistungspartnern ist ein gutes Netzwerk unverzichtbar. Kontakte müssen allerdings auch gepflegt werden. Dafür eignen sich Netzwerktreffen wie etwa das Gründergrillen am CIE oder Events des CyberForums und der Netzstrategen.

Tipp 4 – Produktvertrieb nicht unterschätzen
Produkte verkaufen sich nicht von alleine. Neue Vertriebskanäle und Kooperationspartner kann man beispielsweise bei Messen gewinnen. Prinzipiell sollte immer einer der Geschäftsführer bei wichtigen Vertriebsgesprächen anwesend sein, um den Kunden Wertschätzung zu signalisieren.

Tipp 5 – Finanzen im Auge behalten
Solange nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, ist es ratsam, sowohl im Unternehmen als auch im Privatleben keine unnötigen Ausgaben zu tätigen bzw. Ausgaben zu reduzieren (z.B. Stadtmobil statt eigenem PKW). Nicht sparen sollte man dagegen beim Steuerberater.

Tipp 6 – Gründlich auf Investorengespräche vorbereiten
Als Gründer sollte man seine Zahlen kennen und die Frage nach dem Geschäftsmodell ohne Zögern beantworten können. Oft kann man durch Internetrecherchen herausfinden, mit wem man es beim Pitch zu tun hat und die Präsentation auf den jeweiligen Investor zuschneiden. Überzeugend können auch Rezensionen zufriedener Kunden sein.

Tipp 7 – Burn-out vorbeugen
Dauerhafter Stress kann zu gesundheitlichen Problemen (hoher Blutdruck, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche) oder sogar zum Burn-out führen. Dem kann beispielsweise durch Sport, Meditation oder regelmäßigem Urlaub vorgebeugt werden.

Wir danken Martin Deutsch für seine Ratschläge!
Für alle weiteren Fragen rund um die Unternehmensgründung kannst du dich jederzeit auch an die Gründerberater der KIT-Gründerschmiede wenden.

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