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Tag of the Month: Crowdfunding

Angehende Gründer, die sich überlegen, wie sie ihre Idee am besten realisieren können, stehen oftmals vor dem Problem der Finanzierung. Den finanziellen Aufwand für den Unternehmensaufbau oder erste Produkte können nur wenige durch Eigenkapital aufbringen. Crowdfunding hat sich deshalb als alternative Finanzierungsform für Gründungsprojekte etabliert. Doch wie genau funktioniert Crowdfunding?

Beim Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) wird das notwendige Kapital von einer Vielzahl an Geldgebern, der sogenannten Crowd (Schwarm), mit kleineren Beträgen gesammelt. Um potenzielle Unterstützer zu erreichen, präsentieren sich Projekte und Unternehmensgründungen auf speziellen Online-Plattformen. Das konkrete Ziel dabei ist, die Projektidee mithilfe der Crowd zu finanzieren und zu realisieren.

Der erste Schritt besteht darin, sich eine geeignete Plattform zu suchen, auf der man sich als Projektstarter mit seinem Produkt bzw. seiner Idee präsentieren möchte. Die Auswahl ist groß – inzwischen gibt es zahlreihe universelle aber auch themenspezifische Crowdfunding-Plattformen. Ist die richtige Plattform gefunden, so wird das Projekt für die Crowdfunding-Kampagne aufbereitet. Neben Inhalten zur Projektpräsentation, wie einem Video, Bildern und Texten, legt jeder Projektstarter für seine Kampagne den Zeitraum, den gewünschten Zielbetrag und den Projektzweck fest. Innerhalb des definierten Zeitraums können Unterstützer dann einen finanziellen Beitrag leisten.

Man unterscheidet zwischen vier Varianten des Crowdfunding, die die Art der Unterstützung und Gegenleistung näher definieren. Je nach Crowdfunding-Plattform werden nur einzelne oder mehrere Formen angeboten.

  • Spenden: Beim „Donation-based“ Crowdfunding spenden Unterstützer einen Geldbetrag für ein Projekt und erhalten dafür eine Spendenbescheinigung, jedoch keine weiteren Gegenleistungen.
  • Sponsoring: Hierbei leistet der Unterstützer einen finanziellen Beitrag für ein Projekt und erhält dafür eine individuelle Gegenleistung vom Projektteam. Diese Form wird als „Reward-based“ Crowdfunding bezeichnet.
  • Investition: In diesem Fall fungieren Unterstützer als Investoren und erhalten im Gegenzug anteilig in Höhe des Fundings eine Beteiligung am Projekt bzw. am zu gründenden Unternehmen. Das „Equity-based Crowdfunding“ ist mit Crowdinvesting gleichzusetzen.
  • Finanzierungsspritze als „Mikro“-Kredit: Private Geldgeber verleihen ihr Geld beim Crowdfunding an ein Projekt. Die Tilgung inkl. Zinsen erfolgt nach festgelegten Regeln. Das sog. „Lending-based“ Crowdfunding ist demzufolge eine Ausprägung des Crowdinvesting.

Privatpersonen aber auch Unternehmen werden bei allen Varianten dazu aufgerufen, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Nur wer die Crowd von seiner Idee überzeugen kann, erlangt am Ende einen Finanzierungserfolg. Die Projektideen stehen somit gleich auf dem Prüfstand. Bei den meisten Plattformen besteht die Möglichkeit, Feedback zu den Ideen an das Projektteam zu geben. Ein wichtiger Nebeneffekt beim Crowdfunding ist, dass die Idee medienwirksam verbreitet wird. Einerseits werben die Teams selbst für ihre Idee, andererseits teilen Unterstützer die Idee in ihrem Netzwerk. So erhöht sich die Präsenz auf dem potenziellen Markt. Crowdfunding bringt demzufolge die Aspekte der Finanzierung und der Bekanntheitssteigerung auf einen Nenner.

Hast du eine Idee und suchst Kapital? Wäre Crowdfunding eine Option für dich? Würdest du gerne eine Crowdfunding-Kampagne für deine Projektidee starten? Dann sei gespannt auf die KIT-eigene Crowdfundingplattform KITcrowd. Ab März 2015 kannst du deine Projekte dort präsentieren. Für weitere Informationen kontaktiere das Team von KITcrowd, Thomas Neumann (Innovationsmanagement) oder Eric Braun (Relationship Managmente). Wir freuen uns jetzt schon auf viele spannende Projekte und zahlreiche Unterstützer!

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