Automatisierung abseits der Masse

Mit einem intelligenten Modulbaukasten macht die KIT-Ausgründung robodev GmbH Automatisierung für die Produktion und Montage kleiner Stückzahlen rentabel.

Robotergestützte Automatisierung boomt. Gerade in der Automobilbranche sind moderne Industrieroboter kaum mehr wegzudenken: Vom Stanzen einzelner Bleche bis hin zur fertigen Karosse werden ganze Automatisierungsstraßen zum Teil komplett ohne menschliches Eingreifen betrieben. Dass sich gerade die Automobilindustrie zum Musterknaben in diesem Bereich entwickelt hat, ist kein Zufall. Anders als in vielen anderen Branchen handelt es sich in der Regel um extrem hohe Stückzahlen, die alle nach dem exakt gleichen Schema produziert werden müssen. „Die Kosten für eine einfache Automatisierungslösung belaufen sich auf mindestens 80.000 Euro. Bei geringen Stückzahlen unter 10.000 Stück pro Monat amortisiert sich diese Investition meist nicht. Knapp 75 Prozent der Prozesse in produzierenden Unternehmen in Deutschland sind daher manuell bzw. nur gering automatisiert“, so Dr. Andreas Bihlmaier, Mitgründer der robodev GmbH.

Die Gründer von robodev (v.l.n.r.): Dr. Julien Mintenbeck, Dr. Jens Liedke und Dr. Andreas Bihlmaier.

Die Gründer von robodev (v.l.n.r.): Dr. Julien Mintenbeck, Dr. Jens Liedke und Dr. Andreas Bihlmaier.

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Gründer des Monats Dezember: robodev GmbH

robodev_logo_180px_breitEine Automatisierungslösung mit intelligentem Modulbaukasten, die keine Programmierkenntnisse erfordert und gleichzeitig in nur wenigen Stunden individuell an neue Produkte angepasst werden kann? Was sich wie der Traum vieler Unternehmen anhört, hat das KIT-Spin-off robodev GmbH in die Realität umgesetzt. Die frisch gekürten Gewinner des WECONOMY 2016 bieten als Technologieführer flexible Lösungen und damit hohe Produktivität bei der Herstellung kleiner Stückzahlen. Höchste Zeit, die Gründer zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten zu befragen.

Die Gründer von rhobodev (v.l.n.r.): Dr. Julien Mintenbeck, Dr. Jens Liedke und Dr. Andreas Bihlmaier.

Die Gründer von robodev (v.l.n.r.): Dr. Julien Mintenbeck, Dr. Jens Liedke und Dr. Andreas Bihlmaier.

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emmtrix bändigt Mehrkernprozessoren

Die KIT-Ausgründung emmtrix Technologies GmbH erleichtert die Programmierung von Mehrkernprozessoren und holt damit mehr Leistung aus eingebetteten Computersystemen heraus.

 

Die Gründer von emmtrix Technologies (v.l.n.r.): Michael Rückauer, Frederik Riar, Oliver Oey und Dr. Timo Stripf. (Quelle: KIT, Meißner)

Die Gründer von emmtrix Technologies (v.l.n.r.): Michael Rückauer, Frederik Riar, Oliver Oey und Dr. Timo Stripf. (Quelle: KIT, Meißner)

Was bei Desktop-Computern und Laptops bereits als Standard gilt, ist im Bereich der eingebetteten Systeme, wie zum Beispiel in Telekommunikationsgeräten, Automobiltechnik oder industriellen Steuersystemen, ebenfalls auf dem Vormarsch: Prozessoren aus zwei oder mehr Prozessorkernen für höhere Geschwindigkeit und Leistung. Die bessere Performance im Vergleich zu Einkernprozessoren wird allerdings nur dann gewährleistet, wenn die Aufgabenverteilung auf mehrere Prozessorkerne effizient und problemlos funktioniert. Eine solche Parallelisierung wird bislang manuell umgesetzt: Hoher Zeit- und Kostenaufwand sowie spezielle Programmierkenntnisse schrecken vor der Nutzung ab.

Eine Forschungsgruppe des KIT-Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) unter der Leitung von Professor Jürgen Becker machte sich bereits 2011 auf die Suche nach Lösungen zur Vereinfachung der Parallelisierung von Mehrkernprozessoren. Im EU-Projekt „Algorithm Parallelization for Multicore Architectures“, kurz ALMA, entwickelten Wissenschaftler gemeinsam mit Industriepartnern eine innovative Programmierumgebung. Teil der Forschergruppe waren die Informatiker und Elektrotechniker Dr.-Ing. Timo Stripf, Michael Rückauer und Oliver Oey, die auf Basis des bei ALMA entwickelten Softwarewerkzeugs die Ausgründung anstrebten. „Etwa 40 Personenjahre wurden in die Entwicklung investiert. Zum Ende des Projekts war uns klar, dass wir mit der Technologie ein Unternehmen aufziehen wollen, damit die wertvollen Ergebnisse weiterhin nutzbar sind“, erklärt Timo Stripf.

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Gründer des Monats Juli: OPVengineering GmbH

Logo OPVengineeringDas Unternehmen OPVengineering bietet hochdynamische Prüfstands-Automatisierungskomponenten auf dem Gebiet der Automobilentwicklung. Mithilfe ihrer Lösungen schaffen sie optimale Prüfumgebungen auf dem Prüfstand, indem Antriebskomponenten in Wechselwirkung mit virtuellen Restfahrzeugmodellen betrieben werden. In Zusammenarbeit mit Industriepartnern und dem KIT arbeitet das Team an der ständigen Weiterentwicklung. Wir haben das Team von OPVengineering im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Team von OPVengineering (v.l.n.r.): Christian Stier, Steffen Jäger und Martin Geier mit einem Prüfstands-Demonstratorsystem

Team von OPVengineering (v.l.n.r.): Christian Stier, Steffen Jäger und Martin Geier mit einem Prüfstands-Demonstratorsystem

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