Industrie 4.0 konkret umsetzen – darum geht es!

Eine Veranstaltung des venture forum neckar e.V. in Kooperation mit der Sparkasse Heilbronn am 30.09.2015 in Heilbronn sollte Antworten darauf geben, vor welche Herausforderungen Unternehmen in Zukunft gestellt werden und wie man ihnen begegnen kann. Die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Produktionsprozesse und die zunehmende Vernetzung verschiedener Produktionsstandorte über das Internet – zwei große Themen unter dem Überbegriff Industrie 4.0 – erfordern insbesondere bei mittelständischen Unternehmen oftmals noch ein Umdenken.

Auch für Start-ups ist es von Beginn an wichtig, sich mit dem Thema Industrie 4.0 auseinanderzusetzen. Viele Prozesse müssen in der Zusammenarbeit mit Kunden oder Kooperationspartnern von Anfang an aufeinander abgestimmt werden. Die Veranstaltung bot eine Plattform, um die Bedürfnisse von Start-ups, Kooperationspartnern aus der Industrie und Investoren/Kapitalgebern schon frühzeitig zu erkennen, um darauf eingehen zu können.

Aus dem KIT waren insgesamt vier Gründungsteams/Start-ups als Aussteller bei der Veranstaltung mit dabei. Drei von ihnen haben sich mit einem Pitch (insgesamt 12) vor den Investoren/Kapitalgebern und potenziellen Kooperationspartnern mit großem Erfolg präsentiert. Insgesamt war die Veranstaltung mit ca. 200 Teilnehmern und ca. 20 Gründungsteams sehr gut besucht.

Andreas Rüdenauer (Rüdenauer 3D Technology GmbH) und Dr. Rolf Blattner (KIT-Innovationsmanagement) am Stand der Rüdenauer 3D Technology GmbH

Andreas Rüdenauer (Rüdenauer 3D Technology GmbH) und Dr. Rolf Blattner (KIT-Innovationsmanagement) am Stand der Rüdenauer 3D Technology GmbH

Dr. Rolf Blattner (KIT-Innovationsmanagement) und Frederick Lessmann (otego) am Stand von otego

Dr. Rolf Blattner (KIT-Innovationsmanagement) und Frederick Lessmann (otego) am Stand von otego

Marcus Georgi und Tomt Lenz (GIN/Kinemic) im Gespräch mit Interessenten am Stand von GIN/Kinemic

Marcus Georgi und Tomt Lenz (GIN/Kinemic) im Gespräch mit Interessenten am Stand von GIN/Kinemic

Drei KIT-Gründungsprojekte sichern sich EXIST-Forschungstransfer

Zweimal jährlich können sich technologieorientierte Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen um eine Förderung durch EXIST-Forschungstransfer bewerben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit diesem Förderprogramm herausragende Gründerteams, deren technologiebasierte Gründungsideen aufwändigere Entwicklungsarbeiten benötigen. Ziel ist die Verbesserung des Gründungsklimas an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die Erhöhung der Zahl technologie- und wissensbasierter Unternehmensgründungen.

Im Mai 2015 tagte die Jury und entschied über die Einreichungen aus der Bewerbungsphase Januar 2015 – Insgesamt 87 Ideenskizzen aus ganz Deutschland wurden begutachtet. 26 Gründerteams aus den Bereichen Lebenswissenschaften, Energietechnologie, Sensorik, Software und Industrie 4.0 überzeugten die Jury und können sich über die Bewilligung der Förderung freuen. Unter ihnen sind auch drei Teams aus dem KIT: GIn, OTEGO und Emmtrix. Gratulation!

Das Team von GIn – Gesture Interaction for Wearable Technologies hat sich auf den Bereich Augmented Reality (AR) spezialisiert. Mit Hilfe einer neu entwickelten Technologie zur Gesteninteraktion sollen die Eingabemöglichkeiten und der Funktionsumfang von AR-Brillen und ‚Wearables Devices‘ wesentlich erweitert und verbessert werden. An einer Ausgründung im Energiesektor arbeitet das Team von OTEGO. Mit thermologischen Generatoren (TEGs) wollen sie Umgebungswärme bei einem Temperaturunterschied direkt in Strom umwandeln. Die Technologie ist in unterschiedlichen Märkten anwendbar. Das dritte Gründungsvorhaben Emmtrix entwickelt eine Softwarelösung zur Programmierung von Multicore-Prozessoren zur Vereinfachung der Parallelisierung in eingebetteten Systemen im industriellen Umfeld.

Drei ganz unterschiedliche Ideen, die vom BMWi als technologisch anspruchsvolle und wirtschaftlich erfolgversprechende Gründungsvorhaben bewertet wurden. Mithilfe von EXIST-Forschungstransfer können die Teams nun fokussiert an der Weiterentwicklung, dem Nachweis der technischen Machbarkeit und der Vorbereitung der Gründung arbeiten. Wir wünschen den drei Teams viel Erfolg und werden die Entwicklung mitverfolgen!