EXIST-Gründerstipendium: Drei KIT-Teams zeigen hohes Potenzial

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bietet angehenden Gründer/innen eine Vielzahl von Förderprogrammen bei der Umsetzung ihrer Gründungsideen. Ein wichtiges Instrument ist das EXIST-Gründerstipendium, mit dem Gründungsvorhaben bereits in der Frühphase unterstützt werden. Die Förderung richtet sich an Studierende, Absolventen und Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Innerhalb eines Jahres erhalten die Teams die Möglichkeit, ihre erste Idee in ein konkretes Geschäftsmodell samt Businessplan umzusetzen und bekommen dabei professionelle Hilfestellung.

Diese Chance ließen sich drei KIT-Teams nicht entgehen und bewarben sich für das Stipendium – mit Erfolg! Die Gründer/innen von Aquaplot, Curafida und Selfbits konnten mit ihren innovativen und technologieorientierten Ideen überzeugen und haben sich somit das EXIST-Gründerstipendium gesichert. Bei der Antragstellung unterstützte das KIT-Innovationsmanagement tatkräftig. Das Team von Aquaplot entwickelt eine Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) zur Navigation und Routenplanung im See- und Frachtschiffverkehr. Ebenfalls mit einer SaaS-Anwendung geht das Teams von Curafida an den Start. Ihr System für das Gesundheitswesen soll chronisch kranke Patienten mit ihren Fachärzten enger zusammenbringen und den Informationsfluss verbessern. Das dritte Team, Selfbits, arbeitet an einem cloudbasierten Service im Bereich Wissensmanagement bzw. Wissensgewinnung.

Im Lauf des einjährigen Förderzeitraums können die Teams nun ihre Gründungspläne weiter vorantrieben. Dabei werden die angehenden Gründer/innen durch Seminare und Coaching unterstützt. Ziel ist die Vorbereitung des Markteintritts durch technische und unternehmerische Realisierung der Idee. Aufgabe der Gründer ist es, an ihrem Businessplan zu feilen – der finale Businessplan bildet den Abschluss der Förderung. Wir sind gespannt auf die Entwicklung der drei KIT-Teams und wünschen viel Erfolg!

Drei KIT-Gründungsprojekte sichern sich EXIST-Forschungstransfer

Zweimal jährlich können sich technologieorientierte Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen um eine Förderung durch EXIST-Forschungstransfer bewerben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit diesem Förderprogramm herausragende Gründerteams, deren technologiebasierte Gründungsideen aufwändigere Entwicklungsarbeiten benötigen. Ziel ist die Verbesserung des Gründungsklimas an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die Erhöhung der Zahl technologie- und wissensbasierter Unternehmensgründungen.

Im Mai 2015 tagte die Jury und entschied über die Einreichungen aus der Bewerbungsphase Januar 2015 – Insgesamt 87 Ideenskizzen aus ganz Deutschland wurden begutachtet. 26 Gründerteams aus den Bereichen Lebenswissenschaften, Energietechnologie, Sensorik, Software und Industrie 4.0 überzeugten die Jury und können sich über die Bewilligung der Förderung freuen. Unter ihnen sind auch drei Teams aus dem KIT: GIn, OTEGO und Emmtrix. Gratulation!

Das Team von GIn – Gesture Interaction for Wearable Technologies hat sich auf den Bereich Augmented Reality (AR) spezialisiert. Mit Hilfe einer neu entwickelten Technologie zur Gesteninteraktion sollen die Eingabemöglichkeiten und der Funktionsumfang von AR-Brillen und ‚Wearables Devices‘ wesentlich erweitert und verbessert werden. An einer Ausgründung im Energiesektor arbeitet das Team von OTEGO. Mit thermologischen Generatoren (TEGs) wollen sie Umgebungswärme bei einem Temperaturunterschied direkt in Strom umwandeln. Die Technologie ist in unterschiedlichen Märkten anwendbar. Das dritte Gründungsvorhaben Emmtrix entwickelt eine Softwarelösung zur Programmierung von Multicore-Prozessoren zur Vereinfachung der Parallelisierung in eingebetteten Systemen im industriellen Umfeld.

Drei ganz unterschiedliche Ideen, die vom BMWi als technologisch anspruchsvolle und wirtschaftlich erfolgversprechende Gründungsvorhaben bewertet wurden. Mithilfe von EXIST-Forschungstransfer können die Teams nun fokussiert an der Weiterentwicklung, dem Nachweis der technischen Machbarkeit und der Vorbereitung der Gründung arbeiten. Wir wünschen den drei Teams viel Erfolg und werden die Entwicklung mitverfolgen!

Gründer des Monats August: LehrWerk UG

Logo LehrWerk UGDas Unternehmen LehrWerk UG bietet Lehrmaterialien für Tüftler in Form von Baukästen für Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen und für zu Hause an. Das Ziel der zwei Gründer Jonas Fuchs und Benedict Jux ist es, komplexe Systeme spielerisch erfassbar zu machen, um so technisches Grundwissen leichter und schneller zu vermitteln. Die entwickelten Baukästen schaffen mit der direkten Interaktion durch Berühren und Zusammenbauen von Teilen technisches Verständnis, das oft beim Berufseinstieg fehlt. Wir haben das Team von LehrWerk im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Team von LehrWerk: Jonas Fuchs und Benedict Jux

Team von LehrWerk: Jonas Fuchs und Benedict Jux

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Gründer des Monats Juli: OPVengineering GmbH

Logo OPVengineeringDas Unternehmen OPVengineering bietet hochdynamische Prüfstands-Automatisierungskomponenten auf dem Gebiet der Automobilentwicklung. Mithilfe ihrer Lösungen schaffen sie optimale Prüfumgebungen auf dem Prüfstand, indem Antriebskomponenten in Wechselwirkung mit virtuellen Restfahrzeugmodellen betrieben werden. In Zusammenarbeit mit Industriepartnern und dem KIT arbeitet das Team an der ständigen Weiterentwicklung. Wir haben das Team von OPVengineering im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Team von OPVengineering (v.l.n.r.): Christian Stier, Steffen Jäger und Martin Geier mit einem Prüfstands-Demonstratorsystem

Team von OPVengineering (v.l.n.r.): Christian Stier, Steffen Jäger und Martin Geier mit einem Prüfstands-Demonstratorsystem

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Gründer des Monats Juni: IneraTec – Innovative Reactor Technology

IneraTec_Logo_180Das Unternehmen IneraTec entwickelt eine containerbasierte Kompaktanlage, mit der flüssige synthetische Kraftstoffe aus kleinen und mittleren Gasquellen gewonnen werden können. Durch die Verwendung von Biogas entstehen regenerative Kraftstoffe. So können Kraftstoffe dort produziert werden, wo Bedarf besteht. Mit den eigens entwickelten Kompaktanlagen hat IneraTec eine neue Technologie innerhalb der chemischen Verfahrenstechnik geschaffen und hebt sich von den großen Chemieanlagen ab, in denen dieser Prozess bis dahin stattgefunden hat. Wir haben das Team von IneraTec im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Team von IneraTec

Team von IneraTec

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