Momente 2016 – Highlights der KIT-Gründerschmiede

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende entgegen und für die meisten Menschen ist der Ausklang des Jahres mit Vorfreude auf eine besinnlichere Zeit verbunden. In seiner Stille lädt der Dezember dazu ein, die Geschehnisse des zurückliegenden Jahres zu reflektieren. Auch die KIT-Gründerschmiede blickt auf ein bewegtes Jahr 2016 zurück – wir wollen gemeinsam mit dir unsere Highlights des Jahres Revue passieren lassen.

Die Bundeskanzlerin am KIT-Stand auf der CeBIT

Angela Merkel am KIT-Stand auf der CeBITDie CeBIT 2016 stand unter dem Motto „Discover d!conomy – Die digitale Transformation ist da!“ ganz im Zeichen digitaler Prozesse in der Wirtschaft. Themenfelder wie „Big Data“, „Cloud Computing“, „Internet of Things“, „Mobile“, „Industrie 4.0“ und „Arbeitswelt 4.0“ informierten Besucher und Fachpresse nicht nur über den aktuellen Stand der digitalen Wirtschaft, sondern ermöglichten auch einen Ausblick auf zukünftige Trends und Entwicklungen. Das KIT war natürlich auch vor Ort und konnte in Person von Dr. Angela Merkel einen ganz besonderen Gast an seinem Stand begrüßen. Die Bundeskanzlerin ließ sich sichtlich beeindruckt die Funktionen einer vom KIT-Spin-off Kinemic entwickelten Gestensteuerungssoftware vorführen. Weiterlesen

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Gesten erobern Industrieprozesse

Die KIT-Ausgründung Kinemic GmbH entwickelt eine Software zur Texteingabe und Geräteinteraktion auf Basis von Gestensteuerung für den industriellen Einsatz.

Der Weg zum Unternehmer begann für Dr. Christoph Amma mit seiner Dissertation am Lehrstuhl für Kognitive Systeme in der Informatik am KIT: „Ich habe mich während der Promotion mit den Möglichkeiten zur Erkennung und Interpretation menschlicher Bewegungen auseinandergesetzt, insbesondere Gesten- und Handschrifterkennung. Daraus entstand letztlich ‚Airwriting‘.“ Ein System, mit dem ohne ein Schreib- oder Eingabegerät Buchstaben in die Luft geschrieben und erkannt werden können. Texte werden so allein über Handbewegungen erfasst.

Mit dieser Entwicklung sorgte der Erfinder Amma für Aufsehen. Er erhielt einige Preise und Auszeichnungen für seine wissenschaftliche Arbeit, beispielsweise 2013 den „Google Faculty Research Award“. Die technische Umsetzung wurde von Marcus Georgi begleitet, ebenfalls Informatiker am KIT. Der positive Zuspruch und das steigende Interesse an der Airwriting-Technologie bestätigten die beiden Wissenschaftler darin, die Forschungsergebnisse zu einer konkreten Anwendung weiterzuentwickeln. So lag der Entschluss zur Unternehmensgründung nahe. Amma erzählt: „Es ist ein spannender Weg vom wissenschaftlichen Nachweis bis zum Einsatz beim Kunden. Das bedeutet viel Entwicklungsarbeit, um die eigene Vision umzusetzen.“ Tomt Lenz, ebenfalls KIT-Absolvent, stieß zum Team dazu. „Durch meine vorherige Tätigkeit als Unternehmensberater konnte ich wertvolle Erfahrungen im Unternehmensaufbau mit einbringen“, ergänzt Lenz.

KINEMIC

Das Team von Kinemic möchte die Bedienung von digitalen Geräten im industriellen Einsatz revolutionieren: Dr. Christoph Amma, Marcus Georgi, Tomt Lenz.

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Drei KIT-Gründungsprojekte sichern sich EXIST-Forschungstransfer

Zweimal jährlich können sich technologieorientierte Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen um eine Förderung durch EXIST-Forschungstransfer bewerben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit diesem Förderprogramm herausragende Gründerteams, deren technologiebasierte Gründungsideen aufwändigere Entwicklungsarbeiten benötigen. Ziel ist die Verbesserung des Gründungsklimas an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die Erhöhung der Zahl technologie- und wissensbasierter Unternehmensgründungen.

Im Mai 2015 tagte die Jury und entschied über die Einreichungen aus der Bewerbungsphase Januar 2015 – Insgesamt 87 Ideenskizzen aus ganz Deutschland wurden begutachtet. 26 Gründerteams aus den Bereichen Lebenswissenschaften, Energietechnologie, Sensorik, Software und Industrie 4.0 überzeugten die Jury und können sich über die Bewilligung der Förderung freuen. Unter ihnen sind auch drei Teams aus dem KIT: GIn, OTEGO und Emmtrix. Gratulation!

Das Team von GIn – Gesture Interaction for Wearable Technologies hat sich auf den Bereich Augmented Reality (AR) spezialisiert. Mit Hilfe einer neu entwickelten Technologie zur Gesteninteraktion sollen die Eingabemöglichkeiten und der Funktionsumfang von AR-Brillen und ‚Wearables Devices‘ wesentlich erweitert und verbessert werden. An einer Ausgründung im Energiesektor arbeitet das Team von OTEGO. Mit thermologischen Generatoren (TEGs) wollen sie Umgebungswärme bei einem Temperaturunterschied direkt in Strom umwandeln. Die Technologie ist in unterschiedlichen Märkten anwendbar. Das dritte Gründungsvorhaben Emmtrix entwickelt eine Softwarelösung zur Programmierung von Multicore-Prozessoren zur Vereinfachung der Parallelisierung in eingebetteten Systemen im industriellen Umfeld.

Drei ganz unterschiedliche Ideen, die vom BMWi als technologisch anspruchsvolle und wirtschaftlich erfolgversprechende Gründungsvorhaben bewertet wurden. Mithilfe von EXIST-Forschungstransfer können die Teams nun fokussiert an der Weiterentwicklung, dem Nachweis der technischen Machbarkeit und der Vorbereitung der Gründung arbeiten. Wir wünschen den drei Teams viel Erfolg und werden die Entwicklung mitverfolgen!