Gründer des Monats April: 300MICRONS GmbH

300MICRONS GmbHDas Unternehmen 300MICRONS entwickelt und produziert neuartige 3D-Zellkultursysteme für die biologische und pharmazeutische Forschung und Industrie. Das Basisprodukt ist ein Foliensubstrat zur 3D-Zellkultivierung. Durch die Eigenproduktion der Folienprodukte können individuelle Kundenwünsche berücksichtigt werden. Die Produkte sind sofort anwendungsbereit und in industriellen Standardformaten verfügbar. Wir haben Eric Gottwald, Mitgründer von 300MICRONS, im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

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Team von 300 MICRONS (v.l.): Dr. Roman Truckenmüller, Dr. Stefan Giselbrecht, Prof. Dr. Eric Gottwald, Dr. Peter Haug, Rabea Petermann, David Thiele

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3D-Zellkulturgefäße nach Maß

Die KIT-Ausgründung 300MICRONS entwickelt und produziert 3D-Zellkultursysteme in Miniatur.

Seit knapp 20 Jahren forscht Prof. Dr. Eric Gottwald am KIT daran, wie Zellen dreidimensional kultiviert werden können. Zellkulturexperimente sind vor allem in der biologischen und pharmazeutischen Forschung und der Biotechnologie von Bedeutung.

Prof. Dr. Eric Gottwald, einer der Gründer von 300MICRONS. Auf den Bildschirmen im Hintergrund sind Aufnahmen von 3D-Zellkulturen zu sehen.

Prof. Dr. Eric Gottwald, einer der Gründer von 300MICRONS. Auf den Bildschirmen im Hintergrund sind Aufnahmen
von 3D-Zellkulturen zu sehen.

Im Gegensatz zu 2D-Kulturgefäßen, wie etwa den flachen Petrischalen, gewährleisten 3D-Kultursysteme organotypischeres Wachstum der Zellen. Somit sind Ergebnisse besser auf den menschlichen Organismus übertragbar. Die Technologie zur Herstellung der Systeme basiert auf den Arbeiten der Mitgründer Dr. Stefan Giselbrecht und Dr. Roman Truckenmüller, zwei ehemalige Mitarbeiter des KIT.

Die Idee zur Gründung eines Unternehmens hat das Team schon seit gut 15 Jahren. „Es gab damals jedoch nachweislich noch keinen Markt. Wir waren Vorreiter mit unserer Technologie“, erklärt der Biologe Gottwald. So entwickelte das Team anhand eines patentierten Herstellungsverfahrens zunächst ein Produkt für eigene Forschungszwecke. Seit einigen Jahren jedoch geht der Trend in der Grundlagenforschung sowie in der industriellen Nutzung hin zu 3D-Kultursystemen. 2014 unternahmen die drei Wissenschaftler daher einen neuen Anlauf zur Gründung. Das junge Unternehmen 300MICRONS produzierte anfangs mit eigens entwickelten Maschinen und viel Handarbeit. Schon vor der offiziellen Firmengründung konnte 300MICRONS so erste Umsätze erzielen. Weiterlesen

EXIST – Höhere Fördersätze für Forschungstransfer

Der „EXIST-Forschungstransfer“ ist neben dem „EXIST-Gründerstipendium“, dem Programm „Junge Innovatoren“ des Landes Baden-Württemberg und dem „Helmholtz Enterprise“-Programm der Helmholtz-Gemeinschaft eines der großen Förderinstrumente für Hightech-Ausgründungen aus dem KIT. Deshalb freut es uns besonders, allen Interessierten mitteilen zu können, dass seit dem 09.12.2014 die neuen, verbesserten Konditionen für EXIST-Forschungstransfer gelten.

Im Folgenden fassen die wichtigsten Änderungen aus den neuen Förderrichtlinien zusammen, insbesondere die Änderungen in Bezug auf Art, Umfang und Höhe der Zuwendung.

Förderphase I

Der Förderzeitraum beträgt grundsätzlich bis zu 18 Monate. Neu: Für hochinnovative und nachweisbar besonders zeitaufwändige Entwicklungsvorhaben kann mit ausdrücklicher Zustimmung der Expertenjury ein Förderzeitraum von bis zu 36 Monaten eingeräumt werden. Bei ungeplanten Verzögerungen der Entwicklungsarbeiten kann der Förderzeitraum unter Beibehaltung des Fördervolumens um bis zu sechs Monate verlängert werden.

Förderfähig sind:

  • Personalausgaben/-kosten für ein Gründerteam mit maximal vier Mitgliedern – bestehend aus dem Forscherteam mit drei wissenschaftlichen Mitarbeitern (oder davon ein Techniker/Laborassistent) sowie einer Person mit betriebswirtschaftlicher Kompetenz
  • Ausgaben/Kosten für studentische Hilfskräfte und Sachausgaben/-kosten sind grundsätzlich bis zu insgesamt 250.000 € (bisher 70.000 €) förderfähig.

Förderphase II

Insgesamt wird dem Unternehmen in der Förderphase II ein nicht rückzahlbarer Gründungszuschuss von maximal 180.000 € zur Verfügung gestellt (bisher 150.000 €). Das Gründungsunternehmen muss zur Finanzierung der Förderphase II eigene Mittel in Form von Eigenkapital der Gründerinnen und Gründer sowie ggf. Beteiligungskapital im Verhältnis von 1:3 zur Höhe des Gründungszuschusses nachweisen. Die Förderphase II soll grundsätzlich einen Zeitraum von 18 Monaten nicht überschreiten.

Die ausführlichen Informationen zur Förderung mit dem EXIST-Forschungstransfer kannst du in den Richtlinien nachlesen. Für Rückfragen steht dir das Beraterteam von KIT-Innovationsmanagement gerne zur Verfügung.