Doppelsieg für die KIT-Teams otego und store2be beim Elevator Pitch BW Regional Cup Karlsruhe

Drei Minuten – und damit circa die Dauer einer Fahrstuhlfahrt – das ist der Zeitrahmen, der Gründern und Jungunternehmern beim Elevator Pitch BW zur Präsentation ihrer Geschäftsidee zur Verfügung steht. Eine Aufgabe, der sich am 25.11.2015 zehn Gründerteams beim regionalen Vorentscheid stellten. Zwei Teams des KIT überzeugten die Jury sowie rund 100 Zuhörer mit souveränen Präsentationen.

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Drei KIT-Gründungsprojekte sichern sich EXIST-Forschungstransfer

Zweimal jährlich können sich technologieorientierte Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen um eine Förderung durch EXIST-Forschungstransfer bewerben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit diesem Förderprogramm herausragende Gründerteams, deren technologiebasierte Gründungsideen aufwändigere Entwicklungsarbeiten benötigen. Ziel ist die Verbesserung des Gründungsklimas an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die Erhöhung der Zahl technologie- und wissensbasierter Unternehmensgründungen.

Im Mai 2015 tagte die Jury und entschied über die Einreichungen aus der Bewerbungsphase Januar 2015 – Insgesamt 87 Ideenskizzen aus ganz Deutschland wurden begutachtet. 26 Gründerteams aus den Bereichen Lebenswissenschaften, Energietechnologie, Sensorik, Software und Industrie 4.0 überzeugten die Jury und können sich über die Bewilligung der Förderung freuen. Unter ihnen sind auch drei Teams aus dem KIT: GIn, OTEGO und Emmtrix. Gratulation!

Das Team von GIn – Gesture Interaction for Wearable Technologies hat sich auf den Bereich Augmented Reality (AR) spezialisiert. Mit Hilfe einer neu entwickelten Technologie zur Gesteninteraktion sollen die Eingabemöglichkeiten und der Funktionsumfang von AR-Brillen und ‚Wearables Devices‘ wesentlich erweitert und verbessert werden. An einer Ausgründung im Energiesektor arbeitet das Team von OTEGO. Mit thermologischen Generatoren (TEGs) wollen sie Umgebungswärme bei einem Temperaturunterschied direkt in Strom umwandeln. Die Technologie ist in unterschiedlichen Märkten anwendbar. Das dritte Gründungsvorhaben Emmtrix entwickelt eine Softwarelösung zur Programmierung von Multicore-Prozessoren zur Vereinfachung der Parallelisierung in eingebetteten Systemen im industriellen Umfeld.

Drei ganz unterschiedliche Ideen, die vom BMWi als technologisch anspruchsvolle und wirtschaftlich erfolgversprechende Gründungsvorhaben bewertet wurden. Mithilfe von EXIST-Forschungstransfer können die Teams nun fokussiert an der Weiterentwicklung, dem Nachweis der technischen Machbarkeit und der Vorbereitung der Gründung arbeiten. Wir wünschen den drei Teams viel Erfolg und werden die Entwicklung mitverfolgen!

RESTUBE holt den Deutschen Gründerpreis 2015 nach Karlsruhe

Am 30.06.2015 wurde der diesjährige Deutsche Gründerpreis in Berlin verliehen. Der Wettbewerb wird von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgelobt und gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Gründer und Unternehmer in Deutschland. Er wird jährlich in den Kategorien Schüler, StartUp, Aufsteiger, Sonderpreis und Lebenswerk ausgeschrieben. Diesmal hatten es gleich zwei KIT-Gründungen bis ins Finale geschafft und fieberten bei der feierlichen Verleihung mit.

Preisträger RESTUBE, Kategorie StartUp |Bildquelle: Franziska Krug / Deutscher Gründerpreis

Bildquelle: Franziska Krug / Deutscher Gründerpreis

Das Start-up RESTUBE GmbH trat in der Kategorie „StartUp“ gegen Customized Drinks GmbH und OnPage.org GmbH an. RESTUBE entwickelt, produziert und vertreibt aufblasbare Auftriebskörper im Bereich Wassersport. In einer kritischen Situation bläst sich mittels einer Gaspatrone ein Auftriebskörper auf. Damit kann sich der Nutzer vor dem Ertrinken retten. RESTUBE ist sozusagen das aufblasbare Backup für alle Wassersportler. Am Abend der Preisverleihung setzte sich RESTUBE mit ihrer weltweit einzigartigen „Rettungsboje“ gegen die Konkurrenz durch. Das Team um Christopher Fuhrhop und Marius Kunkis gewann den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „StartUp“. Wir gratulieren dem Team zu diesem großen Erfolg!

In der Kategorie „Aufsteiger“ ging das 2007 gegründete KIT-Spin-off Nanoscribe GmbH ins Rennen, neben Jimdo und Little Bird. Nanoscribe wurde aufgrund fachlicher und unternehmerischer Kompetenz sowie für den Sprung aus der Grundlagenforschung zum Markterfolg für den Gründerpreis nominiert. Das Unternehmen stellt 3D-Drucker für die Mikro- und Nanometerskala her und bietet auf verschiedene Anwendungsbereiche zugeschnittene Fotolacke und Prozesslösungen an. Leider entschied sich die Jury schließlich für ein anderes Team und ehrte Jimdo mit dem Deutschen Gründerpreis als „Aufsteiger“. Nichtsdestotrotz ist die Finalrunde eine hohe Anerkennung für das Nanoscribe-Team.

Dass es dieses Jahr gleich zwei KIT-Teams zum Gründerpreis geschafft haben, macht uns besonders stolz. Wir beobachten mit Freude die Weiterentwicklung der Gründungskultur am KIT und in der Fächerstadt. Wir gratulieren beiden Teams zur erfolgreichen Teilnahme an diesem renommierten Wettbewerb und zur besonderen Auserkennung herausragender unternehmerischer Leistung in Deutschland!

Weitere Informationen zum Deutschen Gründerpreis unter: www.deutscher-gruenderpreis.de

Elevator Pitch BW 2014/15 – Starke Leistung der Gründerregion Karlsruhe

Am 18.06.2015 hatte die Suche nach den besten Gründerinnen und Gründer im Ländle nun ein Ende. Beim großen Landesfinale des Elevator Pitch BW in Stuttgart traten alle Sieger der Regional Cups ein letztes Mal gegeneinander an und präsentierten die besten Ideen des Landes. Im Oktober 2014 startete die Tour durch den Südwesten Baden-Württembergs und machte Halt in 18 Städten, z.B. Karlsruhe und Bruchsal. Veranstalter des Elevator Pitch BW ist die Initiative für Existenzgründung und Unternehmensnachfolge (ifex) des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. Insgesamt 180 Jungunternehmer und Start-ups präsentierten ihre Geschäftsideen in einem Elevator Pitch bei den Regional Cups. Zum großen Landesfinale schafften es schließlich 19 Teams – 18 regionale Gewinner und der Publikumsliebling aus dem Wildcard-Voting. Weiterlesen

CYNORA zurück bei den “Falling Walls” – Diesmal als Jurymitglied

Seit 2009 versammeln sich einmal jährlich internationale Spitzforscher bei auf der Falling Walls Conferenz in Berlin, die traditionell am Jahrestag des Falls der Berliner Mauer am 9. November stattfindet. Im Mittelpunkt der Falling Walls Conference stehen wissenschaftliche Durchbrüche und Technologien, die das Potenzial haben, die Welt zu verändern – Forscher tauschen sich über wissenschaftliche Entwicklungen und Erfolge in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften aus.

Wissenschaftliche Gründungen, die mit ihren Innovationen ebenfalls Mauern einreißen können, erhalten im Rahmen des Forums „Falling Walls Venture“ eine Bühne. Mithilfe einer Nominierung von verschiedenen Stiftungen und akademischen Einrichtungen aus der ganzen Welt gelangen die Gründungen zu Falling Walls. Über 20 wissenschaftliche Gründungen dürfen jährlich ihre Entwicklungen und Geschäftskonzepte einer hochkarätigen Jury präsentieren. Die drei bahnbrechendsten Geschäftsmodelle treten im Finale gegeneinander an. Der krönende Abschluss ist die Preisverleihung zum „Falling Walls Science Start-up of the Year“, bei der die Finalisten ihr Projekt nochmals dem gesamten Konferenzpublikum vorstellen.

Die aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hervorgegangene Ausgründung CYNORA GmbH konnte sich im November 2013 gegen 20 internationale Hightech-Unternehmen durchsetzen und erhielt die Auszeichnung als „Falling Walls Science Start-up des Jahres 2013“. Das Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt noch ansässig im Hightech-Inkubator am Campus Nord des KIT und wurde in Folge vom KIT für Falling Walls Venture nominiert.

Die CYNORA GmbH arbeitet an der Forschung und Entwicklung kostengünstiger organischer Halbleitermaterialien für organische Leuchtdioden (OLEDs) und organische Solarzellen (OPV). Bereits heute bestehen die Monitore vieler Smartphones und die einiger Flachbildfernseher im obersten Preissegment aus OLEDs. Als Gewinner des Wettbewerbs stellte Dr. Tobias Grab, CEO der CYNORA GmbH, sein Start-up bei der Falling Walls Conference 2013 dem Publikum mit Spitzenvertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vor. Er holte die begehrte Auszeichnung nach Karlsruhe.

Rückblick: Dr. Tobias Grab präsentierte das Geschäftsmodell der CYNORA GmbH auf der Falling Walls Conference 2013 und erhielt die Auszeichnung „Falling Walls Science Start-up des Jahres 2013“  © Falling Walls  Foundation

Rückblick: Dr. Tobias Grab präsentierte das Geschäftsmodell der CYNORA GmbH auf der Falling Walls Conference 2013 und erhielt die Auszeichnung „Falling Walls Science Start-up des Jahres 2013“ © Falling Walls Foundation

Die diesjährige Veranstaltung erlebte Dr. Grab nun aus der umgekehrten Perspektive: Nach dem Erfolg im Vorjahr wurde er in die Jury der Falling Walls Venture 2014 einberufen. Als Mitglied der Jury bewertete er die Geschäftsmodelle der Nominierten unter anderem nach Innovationskraft und wirtschaftlichem Potenzial und begleitete den Entscheidungsprozess aktiv mit. Im Rahmen der Falling Walls Conference 2014 stellten sich am 9.11.2014 die drei Finalisten der Jury und den Konferenzgästen und präsentierten ihr Geschäftsmodell.

Mehr als 25 wissenschaftliche Gründungen wurden für die Falling Walls Venture 2014 nominiert. Als beste Gründung und „Falling Walls Science Start-up of the Year 2014“ ging EyeTechCare hervor. Das Unternehmen überzeugte mit einer innovativen Behandlungsmethode mit einem nicht-invasiven Ultraschallgerät gegen grünen Star.

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