KIT-Gründerteams räumen beim CyberChampions Award 2015 ab

ShareBW Kongress des CyberForumsIm Rahmen des ShareBW Kongresses wurde am 12.11.2015 der CyberChampions Award verliehen. Vergeben wurde der Preis für Gründer und junge Unternehmen aus der erweiterten TechnologieRegion Karlsruhe in den Kategorien „Best Concept“ und „NewComer“ sowie ein Sonderpreis „Innovation“. Bereits im Oktober pitchten 29 Bewerberteams um einen der begehrten Finalplätze. Eine 17-köpfige Jury, darunter ehemaligen Preisträger sowie Vertreter aus Industrie und Wirtschaft, bewertete die Einreichungen. Entscheidend für einen Platz im Finale waren spezifisches Know-how über Markt und Kunden, eine klare Positionierung und eine kluge Strategie. Zehn Gründerteams mit Wurzeln am KIT schafften es unter die elf Finalisten. Weiterlesen

Besonderheiten von Life Science Gründungen

Seit einigen Jahren entstehen am KIT zunehmend mehr Gründungen aus dem Life-Science-Bereich, wie z.B. Amcure, Incella, Acquifer, Corvolution oder kürzlich 300Microns. In diesem Bereich gibt es hochspannende Projekte, welche durch sofortige internationale Ausrichtung größere Wachstumschancen als ein klassisches Start-up aufweisen, aber auch deutlich komplexer und somit arbeitsintensiver in der Konzeptionsphase sind.

Während sich ein technisch oder IT-basiertes Start-up vor allem am Markt orientiert, muss eine erfolgreiche Life-Science-Gründung zusätzlich immer im wissenschaftlichen Bereich agieren. Nur wer auf Konferenzen präsent ist und die Ergebnisse, die mit der Start-up-Technologie generiert wurden, nachweisbar in wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert, wird im akademischen Markt, der häufig der Einstiegsmarkt ist, wahrgenommen.

Die wissenschaftlichen Gründer verbleiben deshalb oft im akademischen Bereich, anstatt wie üblich komplett in das Management des Start-up-Unternehmens zu wechseln. Als Co-Founder unterstützen sie im beratenden Gremium, dem sog. Advisory Board, die Produktentwicklung, prägen die Unternehmensstrategie mit und unterstützen durch ihr wissenschaftliches Netzwerk die Kundenakquise.

Auch die Finanzierung von Life-Science-Gründungen stellt eine besondere Herausforderung dar. Werden Laborversuche zur Produktentwicklung oder -herstellung benötigt, kommen hohe Kosten auf das junge Unternehmen zu. Hier kann das KIT unterstützen, indem es für die Anfangsphase der Gründung komplett ausgestattete Labor- und Büroräume im KIT-eigenen Hightech-Inkubator gegen moderate Mietpreise zur Verfügung stellt.

Nicht zuletzt benötigen Life-Science-Gründer viel Durchhaltevermögen. Der wirtschaftliche Erfolg stellt sich bei ihnen aufgrund der langen Phasen der Produktentwicklung und -zulassung erst viel später ein, insbesondere im klinischen Bereich. Im Vergleich dazu können nicht-technologiebasierte Start-ups schon nach einer kurzen Anlaufphase ein eigenes Produkt oder eine Dienstleistung am Markt anbieten.

Arbeitest du gerade an einer Technologie, aus der sich eine Geschäftsidee entwickeln lässt? Spielst du mit dem Gedanken zu gründen? Benötigst du Beratung zum Thema Gründung? Dann nutze die Angebote der KIT-Gründerschmiede und vereinbare einen Termin mit dem Beraterteam von KIT-Innovationsmanagement – wir begleiten dich bei deinem Gründungsvorhaben.

CYNORA zurück bei den “Falling Walls” – Diesmal als Jurymitglied

Seit 2009 versammeln sich einmal jährlich internationale Spitzforscher bei auf der Falling Walls Conferenz in Berlin, die traditionell am Jahrestag des Falls der Berliner Mauer am 9. November stattfindet. Im Mittelpunkt der Falling Walls Conference stehen wissenschaftliche Durchbrüche und Technologien, die das Potenzial haben, die Welt zu verändern – Forscher tauschen sich über wissenschaftliche Entwicklungen und Erfolge in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften aus.

Wissenschaftliche Gründungen, die mit ihren Innovationen ebenfalls Mauern einreißen können, erhalten im Rahmen des Forums „Falling Walls Venture“ eine Bühne. Mithilfe einer Nominierung von verschiedenen Stiftungen und akademischen Einrichtungen aus der ganzen Welt gelangen die Gründungen zu Falling Walls. Über 20 wissenschaftliche Gründungen dürfen jährlich ihre Entwicklungen und Geschäftskonzepte einer hochkarätigen Jury präsentieren. Die drei bahnbrechendsten Geschäftsmodelle treten im Finale gegeneinander an. Der krönende Abschluss ist die Preisverleihung zum „Falling Walls Science Start-up of the Year“, bei der die Finalisten ihr Projekt nochmals dem gesamten Konferenzpublikum vorstellen.

Die aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hervorgegangene Ausgründung CYNORA GmbH konnte sich im November 2013 gegen 20 internationale Hightech-Unternehmen durchsetzen und erhielt die Auszeichnung als „Falling Walls Science Start-up des Jahres 2013“. Das Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt noch ansässig im Hightech-Inkubator am Campus Nord des KIT und wurde in Folge vom KIT für Falling Walls Venture nominiert.

Die CYNORA GmbH arbeitet an der Forschung und Entwicklung kostengünstiger organischer Halbleitermaterialien für organische Leuchtdioden (OLEDs) und organische Solarzellen (OPV). Bereits heute bestehen die Monitore vieler Smartphones und die einiger Flachbildfernseher im obersten Preissegment aus OLEDs. Als Gewinner des Wettbewerbs stellte Dr. Tobias Grab, CEO der CYNORA GmbH, sein Start-up bei der Falling Walls Conference 2013 dem Publikum mit Spitzenvertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vor. Er holte die begehrte Auszeichnung nach Karlsruhe.

Rückblick: Dr. Tobias Grab präsentierte das Geschäftsmodell der CYNORA GmbH auf der Falling Walls Conference 2013 und erhielt die Auszeichnung „Falling Walls Science Start-up des Jahres 2013“  © Falling Walls  Foundation

Rückblick: Dr. Tobias Grab präsentierte das Geschäftsmodell der CYNORA GmbH auf der Falling Walls Conference 2013 und erhielt die Auszeichnung „Falling Walls Science Start-up des Jahres 2013“ © Falling Walls Foundation

Die diesjährige Veranstaltung erlebte Dr. Grab nun aus der umgekehrten Perspektive: Nach dem Erfolg im Vorjahr wurde er in die Jury der Falling Walls Venture 2014 einberufen. Als Mitglied der Jury bewertete er die Geschäftsmodelle der Nominierten unter anderem nach Innovationskraft und wirtschaftlichem Potenzial und begleitete den Entscheidungsprozess aktiv mit. Im Rahmen der Falling Walls Conference 2014 stellten sich am 9.11.2014 die drei Finalisten der Jury und den Konferenzgästen und präsentierten ihr Geschäftsmodell.

Mehr als 25 wissenschaftliche Gründungen wurden für die Falling Walls Venture 2014 nominiert. Als beste Gründung und „Falling Walls Science Start-up of the Year 2014“ ging EyeTechCare hervor. Das Unternehmen überzeugte mit einer innovativen Behandlungsmethode mit einem nicht-invasiven Ultraschallgerät gegen grünen Star.

Starker Auftritt der KIT-Teams beim Regional Cup Karlsruhe, Elevator Pitch BW

2013 initiierte die Initiative für Existenzgründung und Unternehmensnachfolge (ifex) des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg das neuartige, landesweite Veranstaltungsformat Elevator Pitch BW. Die jährlich stattfindende Wettbewerbsreihe wandert bis zum Landesfinale durch mehrere baden-württembergische Städte auf der Suche nach den besten Gründer/innen im Land.

Bei den lokalen Pitch-Veranstaltungen, den sogenannten Regional Cups, können die angehenden Gründerteams ihre Geschäftsideen einreichen und sich messen. Anhand eines öffentlichen Online-Votings werden die zehn überzeugendsten Ideen ermittelt – sie dürfen beim Regional Cup vor einer kompetenten Jury pitchen. Die jeweiligen Sieger der lokalen Pitch-Wettbewerbe gewinnen neben einem Preisgeld die Teilnahme am Landesfinale, wo sie ihre Geschäftsidee nochmals vor einem großen Publikum präsentieren dürfen. Dort haben sie erneut die Chance, ein Preisgeld für die drei besten Ideen zu gewinnen. Auch wenn es nicht für eine Platzierung im Regional Cup oder Landesfinale reicht, profitieren alle Teams von der Medienpräsenz und dem Feedback im Rahmen des Elevator Pitch BW.

Für den Regional Cup Karlsruhe 2014 stellten sich bis zur Einreichungsfrist am 11.11.2014 insgesamt 19 Ideen dem Online-Voting. Mit 172 bis 324 Stimmen schafften es zehn sehr unterschiedliche Ideen zum Regional Cup Karlsruhe. Dieser fand am 18.11.2014 im Rahmen des Tages der Gründer und Jungunternehmern der IHK Karlsruhe statt. Folgende Teams stellten ihre Ideen beim dreiminütigen Pitch der Jury und dem interessierten Publikum vor:

  1. ADDREZZED
  2. Fibeon.de – Finanzverwaltung
  3. Keypoint
  4. LehrWerk
  5. one&now
  6. PRALINÉE
  7. smartapply
  8. soop – the crowd solution platform
  9. vasQlab
  10. wikiMerkur

Alle Teams präsentierten souverän ihre Ideen und beantworteten die kritischen Fragen der Jury aus Vertretern des ifex, der Karlsruher Gründerallianz und Karlsruher Start-up-Unternehmern. Die Pitches aus Karlsruhe und die der anderen Standorte werden in Kürze als Videos von Elevator Pitch BW veröffentlicht. Beim Regional Cup Karlsruhe konnten sich letztendlich drei KIT-Teams mit ihren Geschäftsideen und den überzeugenden Pitches durchsetzen.

  1. Platz: vasQlab mit miniaturisierten, gedruckten menschlichen Organen als „Body-on-a-Chip“-System mittels 3D-Druckverfahren
  2. Platz: Keypoint mit flexibler Software zur Darstellung und Hierarchisierung von Kennzahlen zur Unterstützung des Projektmonitoring
  3. Platz und Publikumsliebling: Lehrwerk mit Baukästen zum Anfassen als Lehrmaterialien für Ingenieure und Techniker

Wir freuen uns über diesen Erfolg und gratulieren den drei Preisträgern. Wir sind gespannt, wie weit es vasQlab und Lehrwerk (mit Wildcard) im Landesfinale im Sommer 2015 noch schaffen werden!

Starke KIT-Teams beim CyberChampions Award 2014/15

Der CyberChampions Award 2014/15 wurde am 6.11.2014 im Rahmen des Hightech.Unternehmer.Kongress 2014 verliehen. Insgesamt zeigten die KIT-Teams eine starke Leistung. Gleich sechs KIT-Gründungen bzw. Gründungsprojekte hatten es beim diesjährigen Award in die Finalrunde geschafft und durften vor einer kompetenten Jury – unter ihnen auch ehemalige Preisträger des CyberChampions – pitchen. Aus allen Finalisten wählte die Jury die Preisträger: Prämiert wurden die Kategorien „BestConcept“ und „NewComer“ sowie der INIT Innovationspreis.

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Alle Finalisten, Preisträger und Sponsoren der Preise gemeinsam nach der Verleihung des CyberChampions Award 2014/15.

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