Glas so flexibel wie Kunststoff bearbeiten

Wissenschaftler des KIT entwickeln Prozess für den 3D-Druck von Glas.

Glas so flexibel wie Kunststoff bearbeiten ist das Ziel der Forscher und Gründer Dr. Dorothea Helmer, Prof. Dr. Bastian Rapp und Dr. Frederik Kotz.

Glas so flexibel wie Kunststoff bearbeiten ist das Ziel der Forscher und Gründer Dr. Dorothea Helmer, Prof. Dr. Bastian Rapp und Dr. Frederik Kotz.

Wer an Glaskunst denkt, hat oft ein Bild vor Augen: glühende Materialien, Hitze, aufwendige Glasbläserei. Immerhin ist die Herstellung von Glas eine rund 5000 Jahre alte Kulturtechnik. Auch wenn die moderne Produktion eine Hightech-Industrie ist, so hinken ihre Verarbeitungsmöglichkeiten denen anderer Materialien seit langem hinterher, vor allem den Lösungen im Bereich Kunststoff.

Drei Materialwissenschaftler des KIT wollen dies mit ihrem Anfang 2018 gegründeten Spin-off Glassomer GmbH ändern. Die drei Forscher und Gründer Dr. Dorothea Helmer, Prof. Dr. Bastian Rapp und Dr. Frederik Kotz haben am Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) am KIT über mehrere Jahre eine Formtechnik für die industrielle Glasbearbeitung entwickelt, mit der sie Quarzglas so variabel bearbeiten können wie Kunststoff. „Statt Glas auf bis zu 1100 Grad Celsius zu erhitzen und dann in Form zu bringen oder Teile von Glasblöcken z.B. mittels Laserbearbeitung zu strukturieren, setzen wir an den kleinsten Glasteilchen an“, so Bastian Rapp. Bei dem Verfahren von Glassomer werden dem flüssigen Kunststoff Glaspartikel beigerührt. „Wir formen das Gemisch dann ähnlich wie einen Sandkuchen und härten es durch Erwärmung oder Belichtung zu einem Feststoff aus“, erklärt Rapp weiter. Dieser Feststoff besteht zu 60 Prozent aus Glaspartikeln und zu 40 Prozent aus Kunststoff. Die Polymere wirken dabei wie ein Kleber, der die Glaspartikel an der richtigen Stelle festhält und so die Form fixiert.

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NEULAND Innovationstag 2019: Jetzt anmelden!

Am 10. Juli 2019 dreht sich am KIT alles um Start-ups und neueste Technologien.

Innovationstag_600pxDer Innovationstag NEULAND bietet eine Plattform für alle Studierenden und Beschäftigten des KIT, die ein Start-up gegründet haben oder eine Gründung planen. Hier könnt ihr euch mit Gleichgesinnten austauschen und Kontakte zu Industrievertretern sowie Investoren knüpfen.

Programmhighlights sind:

8 Seminare speziell für und von Gründer/innen, u.a rund um das Thema Kommunikation & Marke oder Finanzierung
• der Gründerpitch, bei dem sich 5 Start-ups des KIT den kritischen Fragen unserer Fachjury stellen
• die Innovationsausstellung mit Gründer- und Forschungsteams des KIT
• die Keynote von Dr. Wieland Holfelder, Leiter des Google-Entwicklungszentrums in München

Hier geht’s zum vollständigen Programm.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis zum 30. Juni 2019 erforderlich.

Gründer des Monats November: thingsTHINKING

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Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz! Das gilt für das Gründerteam von thingsTHINKING, einer Ausgründung des KIT und unsere Gründer des Monats November. Sven J. Körner und seine Kollegen entwickeln Software-Lösungen, die es Computern ermöglichen menschliche Sprache zu verstehen. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

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Zwei Start-ups aus dem KIT mit Innovationspreis ausgezeichnet

Dr. Karl-Heinz Baringhaus, Konstantin Demir, Dr. Anna Popova, Dr. Simon Widmaier und Dr. Rainer Waldschmidt

v.l.n.r.: Dr. Karl-Heinz Baringhaus, Konstantin Demir, Dr. Anna Popova, Dr. Simon Widmaier und Dr. Rainer Waldschmidt

Die Initiative der Bundesregierung „Deutschland – Land der Ideen“ hat 100 innovative Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet ausgezeichnet. Zwei der Preisträger “Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen” sind Kinemic und Renumics, die sich aus dem KIT heraus gegründet haben. Kinemic entwickelt Software zur Gestensteuerung und Texteingabe basierend auf Wearables. Somit können digitale Geräte – vom PC über Smartphone bis Augmented-Reality-Brille – spielend einfach bedient werden. Das KIT-Spin-off Renumics nutzt maschinelle Lernverfahren, um Computer Aided Engineering effizienter zu gestalten und Berechnungsingenieure zu entlasten. Mit dieser Software können auch Laien technische Simulationen am Computer durchführen. Die Preisträger bekommen professionelle Unterstützung bei der Vermarktung ihrer Ideen.

Gründer des Monats Januar: Lightrig GmbH

Logo Lightrig GmbHDas Unternehmen Lightrig GmbH entwickelt eine Software, mit der die Beleuchtung virtueller Objekte in Visualisierung und Animation durch Benutzereingaben komfortabel beeinflusst werden kann. Die Software kommt vor allem in der Film-, Fernseh- und Medienproduktion zum Einsatz. Damit ist nicht nur eine konsistente und plausible Beleuchtung virtueller Gegenstände sondern auch die durchgängige Umsetzung von Designvorgaben möglich. Wir haben das Team von Lightrig im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Visualisierung des Lichttransports an einem Beispiel mit Lightrig (Quelle: Lightrig)

Visualisierung des Lichttransports an einem Beispiel mit Lightrig (Quelle: Lightrig)

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