Stolpersteine bei der Gründung – Von Businessplänen, Investorengesprächen und der richtigen Work-Life-Balance

Eine rasante Berg- und Talfahrt liegt hinter Martin Deutsch. Er hat 2011 mit der Tut-All Software GmbH sein erstes Unternehmen gegründet: Ein kleines IT-Start-up, in dem er eine Tutorial- und Automatisierungssoftware auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelte. Da kein Investor bereit war, den Gründer Deutsch mit ausreichend finanziellen Mitteln zu unterstützen, entschied er sich nach fünf Jahren, die Software als Open-Source-Lösung zu vertreiben. Beim Kaminabend am Center for Interdisciplinary Entrepreneurship (CIE) berichtete er von seinen Schwierigkeiten und teilte seine Erfahrungen mit den Teilnehmern. Wir haben für dich die sieben wichtigsten Tipps von Martin Deutsch zusammengefasst.

Martin Deutsch beim Kaminabend am CIE

Martin Deutsch beim Kaminabend am CIE

Weiterlesen

Tag of the Month: Inkubator

In der Anfangsphase der Unternehmensgründung stehen Gründer/innen oftmals vor unterschiedlichen Herausforderungen. Die Fragen nach der Finanzierung, dem Businessplan und die Angst des Scheiterns sind hier immer präsent. Der Einstieg ins ‚Business‘ wird jedoch durch sogenannte Inkubatoren erleichtert. Gründungsprojekte, die sich auf ihre Existenzgründung vorbereiten, finden im Inkubator einen betreuten Platz zur Weiterentwicklung und zum Wachsen.

Der Begriff Inkubator stammt ursprünglich aus der Medizin und Biologie, auch bekannt als Brutkasten. Das Prinzip eines Inkubators ist es, optimale Bedingungen für Brut- und Wachstumsprozesse zu schaffen. Beispielsweise sorgt der Inkubator bei Neugeborenen für eine optimale und sichere Umgebung, in der das Kind heranwachsen kann. Im Bereich der Unternehmensgründung kann dieses Prinzip auf junge Start-ups übertragen werden. Inkubatoren für Gründerteams schaffen beste Rahmenbedingungen, die den erfolgreichen Start ins Geschäftsleben für die angehenden Unternehmer ebnen. In speziellen Einrichtungen bzw. Räumlichkeiten des Inkubators erhalten Start-ups Unterstützung und Beratung für ihr Gründungsvorhaben. Neben der Bereitstellung von günstigen Mietflächen und Infrastruktur – z.B. Büros, Labors oder Produktionsstätten – werden die Gründer auch mit unternehmerischem Know-how unterstützt. Durch Beratung und Coaching von Fachleuten aus der Gründerszene werden die Teams im Inkubator durch Intensivbetreuung gezielt gefördert und ihre Wachstumschancen erhöhen sich. Der Inkubator als fokussiertes Gründerzentrum steht gleichzeitig für Infrastruktur, Wissen und Netzwerk. In einigen Fällen bieten die Inkubatoren den Start-ups auch eine Anschubfinanzierung und stehen den Gründern mit Tipps zur Kapitalsuche zur Seite.

Karlsruhe hat mit seiner lebendigen Gründungskultur für junge Gründer einige kleinere und größere Inkubatoren oder Räume in der Region zu bieten. Eine Linkliste für weiterführende Informationen findest du auf unserer Webseite „Räume für Gründer“. Speziell für wissenschaftliche Ausgründungen bietet das KIT einen Hightech-Inkubator auf dem Campus Nord, in dem aktuell zehn Gründungsprojekte und Unternehmen ansässig sein.

KIT Entrepreneurship Talks – Mikro Holzer von BrandMaker teilt seine „Lessons learned“

BrandMaker_Holzer_220x220Am 12.02.2015 war Mirko Holzer von der BrandMaker GmbH zu Gast bei den KIT Entrepreneurship Talks. Holzer startete schon zu Schulzeiten den ersten Gründungsversuch, während dem Studium am KIT (damals Universität Karlsruhe) wurde er in seinen Gründungsplänen bestärkt. Er experimentierte mit unterschiedlichen Ideen und ist heute erfolgreicher Unternehmer und Anbieter eines Management-Systems für die Marketingbranche. Obwohl Holzer in der IT-Branche „groß geworden“ ist, sind seine ‚Lessons learned‘ für alle Gründer von Interesse: Weiterlesen

Funke, Feuer, Kohle – Erfolgsfaktoren beim EXIST-Gründerstipendium

Viele Gründerteams aus Studierenden, Wissenschaftlern und/oder Absolventen des KIT fragen sich, ob ihre Geschäftsideen, ihre Gründungsvorhaben oder ihre Forschungsprojekte für eine Bewerbung um das EXIST-Gründerstipendium geeignet sind. Direkt damit verbunden ist die Frage, was man für einen erfolgreichen Antrag mitbringen muss. Im Folgenden beleuchten wir die drei wichtigsten Bewertungskriterien – die wir dann auch in der Gründerberatung mit den Teams ausführlich diskutieren – etwas näher. Weiterlesen

Wissenschaftsministerium fördert fünf „Junge Innovatoren“ aus dem KIT

Das Programm „Junge Innovatoren“ ist ein erfolgreiches Instrument zur Unterstützung von wissenschaftlichen Gründungen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Besonders innovative Gründungsprojekte aus der Wissenschaft werden jährlich mit einer Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ausgezeichnet. Sie erhalten während der Förderphase Unterstützung bei der gezielten Vorbereitung der Gründung.

Dieses Jahr wurden zehn „Junge Innovatoren“ mit innovativen Produkten oder Verfahren in Karlsruhe, Stuttgart und Villingen-Schwenningen auserwählt. Erneut ist die Bilanz für die KIT-Einreichungen sehr positiv: Fünf von den insgesamt zehn Gründerteams kommen vom KIT und bekommen die Förderung vom Wissenschaftsministerium. Alle geförderten Teams erhalten einen Beitrag zur Sicherung ihres Lebensunterhalts und werden durch ein praxisnahes Coaching begleitet. Darüber hinaus können die Gründer/innen die Infrastruktur ihrer Hochschule oder Forschungseinrichtung nutzen.

Die neu aufgenommenen Gründungsprojekte aus dem KIT:

  • SearchHaus – Suchlösung für strukturierte Daten, wie Datenbanken, Wikis, Webseiten, ERP- oder CRM-Systeme, mit intelligenten Suchalgorithmen
  • PriceNow – Software-as-a-Service für automatisiertes und personalisiertes Bestandskunden-Marketing im E-Commerce mittels Empfehlungsalgorithmen für kleine und mittlere Onlineshops
  • Ineratec – Containerbasierte Kompaktanlage zur dezentralen chemischen Umwandlung von Gas aus biogenen und nicht biogenen Quellen in speicherfähige Wertprodukte
  • Rüdenauer 3D Technology – 3D-Visualisierungssoftware für den intuitiven, universellen Einsatz und fach- und anbieterübergreifenden Informationsaustausch
  • MobiSafety – Mobile Anwendung zur Konzeption, Koordination und Durchführung von Rettungseinsätzen für Einrichtungen des Zivilschutzes mit integrierten Informationsmedien

Wir gratulieren den fünf Gründerteams vom KIT und wünschen viel Erfolg für die Weiterentwicklung im Rahmen des Programms „Junge Innovatoren“. Weitere Infos zum Förderprogramm und zu den Teams kannst du beim Wissenschaftsministerium nachlesen.

1 2