upCAT #3 – Teams pitchen erfolgreich beim Demo Day

Mit Applaus ging am 10. März 2015 das Accelerator-Programm „upCAT“ der KIT-Gründerschmiede mit dem finalen Demo Day zu Ende. Nach zwölf Wochen intensiver Arbeit stellten die sechs teilnehmenden Teams ihr Geschäftsmodell einem Fachpublikum aus Business Angels, Venture Capitalists und Karlsruher Newswerkpartnern vor. Beim upCAT #3 waren sechs ganz unterschiedliche Teams dabei:

  • ChromX: Software zur Chromatographie-Modellierung für Prozessentwicklung und Robustheitsstudien für die biopharmazeutische Industrie
  • LehrWerk: Baukästen als Lehrmaterial für angehende Ingenieure und Techniker
  • Paralution: Software und Beratung zur beschleunigten Berechnung computergestützter Simulationen
  • Softtop: Wetterschutzverkleidung für Fahrräder und E- Bikes
  • Storrays: Technologie zur Herstellung von ultra-hochdichten Peptidarrays
  • tego energy: Energieversorgungsmodule für Energy Harvesting

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Besonderheiten von Life Science Gründungen

Seit einigen Jahren entstehen am KIT zunehmend mehr Gründungen aus dem Life-Science-Bereich, wie z.B. Amcure, Incella, Acquifer, Corvolution oder kürzlich 300Microns. In diesem Bereich gibt es hochspannende Projekte, welche durch sofortige internationale Ausrichtung größere Wachstumschancen als ein klassisches Start-up aufweisen, aber auch deutlich komplexer und somit arbeitsintensiver in der Konzeptionsphase sind.

Während sich ein technisch oder IT-basiertes Start-up vor allem am Markt orientiert, muss eine erfolgreiche Life-Science-Gründung zusätzlich immer im wissenschaftlichen Bereich agieren. Nur wer auf Konferenzen präsent ist und die Ergebnisse, die mit der Start-up-Technologie generiert wurden, nachweisbar in wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert, wird im akademischen Markt, der häufig der Einstiegsmarkt ist, wahrgenommen.

Die wissenschaftlichen Gründer verbleiben deshalb oft im akademischen Bereich, anstatt wie üblich komplett in das Management des Start-up-Unternehmens zu wechseln. Als Co-Founder unterstützen sie im beratenden Gremium, dem sog. Advisory Board, die Produktentwicklung, prägen die Unternehmensstrategie mit und unterstützen durch ihr wissenschaftliches Netzwerk die Kundenakquise.

Auch die Finanzierung von Life-Science-Gründungen stellt eine besondere Herausforderung dar. Werden Laborversuche zur Produktentwicklung oder -herstellung benötigt, kommen hohe Kosten auf das junge Unternehmen zu. Hier kann das KIT unterstützen, indem es für die Anfangsphase der Gründung komplett ausgestattete Labor- und Büroräume im KIT-eigenen Hightech-Inkubator gegen moderate Mietpreise zur Verfügung stellt.

Nicht zuletzt benötigen Life-Science-Gründer viel Durchhaltevermögen. Der wirtschaftliche Erfolg stellt sich bei ihnen aufgrund der langen Phasen der Produktentwicklung und -zulassung erst viel später ein, insbesondere im klinischen Bereich. Im Vergleich dazu können nicht-technologiebasierte Start-ups schon nach einer kurzen Anlaufphase ein eigenes Produkt oder eine Dienstleistung am Markt anbieten.

Arbeitest du gerade an einer Technologie, aus der sich eine Geschäftsidee entwickeln lässt? Spielst du mit dem Gedanken zu gründen? Benötigst du Beratung zum Thema Gründung? Dann nutze die Angebote der KIT-Gründerschmiede und vereinbare einen Termin mit dem Beraterteam von KIT-Innovationsmanagement – wir begleiten dich bei deinem Gründungsvorhaben.

Gentransfer der nächsten Generation – Das KIT-Spin-off Incella GmbH hat eine neue Methode entwickelt, mit der Gentransfer in Zellen schnell optimiert werden kann, um neue Zelltransfektionsreagenzien zu entwickeln

Die KIT-Wissenschaftler und Gründer des Spin-offs Incella Dr. Pavel Levkin und Dr. Gary Davidson

Genomforschung und mikrobiologische Diagnostik sind ein wesentlicher Bestandteil biomedizinischer Untersuchungen. Auch in der pharmazeutischen Industrie werden sogenannte Screenings von Zellkulturen gemacht, um die Funktionen der Gene zu verstehen oder um in einer Zelle Antikörper gegen bestimmte Krankheiten zu produzieren.

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High-Content-Screening aus einer Hand – Die ACQUIFER AG bietet als Spin-off des KIT eine Plattform für die bildbasierte Life-Science-Forschung

Dr. Urban Liebel und Thomas Schurr

Um komplexe biomedizinische Fragestellungen zu erforschen, sind aufwendig angelegte Screening-Experimente notwendig. So wird beispielsweise bei der Erforschung weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Krebs und Alzheimer eine sehr hohe Probenanzahl mit vollautomatisierten Mikroskopen untersucht. Jedoch verfügt weltweit kaum ein Labor über die komplette Ausstattung und die Ressourcen an interdisziplinären Mitarbeitern, die dafür notwendig sind. Biologische Methoden, robotergestützte Laborautomation, intelligente Mikroskope, sehr große Datenmengen, automatische Bildauswertung, sicherer Datenaustausch mit anderen Laboren sind stets individuelle Herausforderungen. Die ACQUIFER GmbH bietet hierzu eine kosteneffiziente Gesamtlösung.

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