Corona-Schlaglichter Teil 2

COVID-19 Business Finance Crisis Concept. Coronavirus Danger Pandemic. Global stress of world economy.In unserer neuen Rubrik “Corona-Schlaglichter” wollen wir euch regelmäßig über die Erfahrungen und Erkenntnisse der KIT-Gründerteams mit der Corona-Krise informieren. Wir hoffen, sie geben euch neue Impulse oder einfach nur die Gewissheit, dass ihr in dieser schweren Krise mit euren Sorgen nicht alleine seid.

Für unsere zweite Ausgabe “Corona Schlaglichter” im Juni haben wir mit den Teams von auvisus, HQS Quantum Simulations und memetis gesprochen. Hier geht´s zu den Interviews:

auvisus

Kerngeschäft: auvisus ermöglicht durch künstliche Intelligenz in der Bildverarbeitung eine Automatisierung des Kassiervorgangs in Betriebsrestaurants.
Gründungsjahr: 2019 – Teamgröße: > 6

Der Lockdown war Ende März. Wie habt ihr den Anfang der Pandemie wahrgenommen?

Ehrlich gesagt, waren uns die Auswirkungen und das Ausmaß der Corona-Pandemie anfangs gar nicht so bewusst. Wir haben von Woche zu Woche entschieden und geplant. Es gab nie diese eine große Krisensitzung, wo wir schnell einen Plan B entwickeln mussten, damit es weitergeht.

Wir hatten gleich am Anfang ein Hoch und ein Tief zugleich. Auf der einen Seite hat ein strategischer Kunde den Start des geplanten Pilotprojekts verschieben müssen, da sein Betriebsrestaurant aufgrund von Corona schließen musste. Auf der anderen Seite hatten wir einen erfolgreichen Produkt-Launch. Hier wurde eine Betriebskantine neu eröffnet Der Kunde war natürlich sehr dankbar, dass er gerade jetzt mit einem personenlosen Kassiervorgang starten konnte.

Sitzen seitdem alle im Homeoffice? Konnte euer Team weiterhin voll arbeiten?

Unser Büro ist im CyberLab, was ja recht offen angelegt ist. Wir sind mit dem Lockdown direkt alle ins Homeoffice, was für uns als kleines und junges Team technisch und strukturell keine große Umstellung war. Wir arbeiten sowieso mit vielen digitalen Tools.
Wir konnten bisher alle voll arbeiten, da wir, wie die meisten Teams sicherlich auch, unsere Energie und Arbeitskapazität auf die Weiterentwicklung des eigenen Produkts gelegt haben und weniger auf die Kundenakquise.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf auvisus?

Unser Produkt hat durch die Corona-Krise noch an Bedeutung gewonnen. Vor allem in der aktuellen Situation haben Kantinen einen deutlich höheren Personalaufwand, da eine zusätzliche Person den Salat am Buffet ausgibt oder das Besteck. Das Interesse potentieller Kunden ist damit sehr groß ist, aber wir merken auch, dass die Gastronomiebranche noch sehr vorsichtig und abwartend ist und schaut, wie wird sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln. Dadurch kommt es nicht so schnell zur Umsetzung oder zu einer konkreten Unterschrift.

Generell war der Vertrieb in den letzten zwei Monaten fast nicht existent. Viele unserer Kunden waren in Kurzarbeit oder oft auch einfach nicht erreichbar. Jetzt hat sich das deutlich verbessert und die Akquise kann wieder mit vollem Einsatz laufen. Aufgrund dieser Tatsache mussten wir unsere Planung für 2020 um drei Monate nach hinten verschieben. Damit haben wir jetzt wieder die Ziele wie vor dem Lockdown im Fokus. Diese waren und sind sehr ambitioniert, aber wir sind hoch motiviert und haben Lust, große Kundenprojekte auf den Weg zu bringen.

Auch machte Corona anderen Plänen von uns einen Strich durch die Rechnung. Eine der größten Messen Europas, die INTERNORGA 2020, Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt, wurde abgesagt. Wir hätten dort unsere neue Produktgeneration erstmals ausgestellt und einem internationalen Fachpublikum präsentieren können. Das war natürlich eine bittere Nachricht. Ob wir das im nächsten Jahr nachholen können, steht derzeit noch in den Sternen.

Welche Auswirkungen hat die Krise auf euren Arbeitsalltag?

Die gesamte Homeoffice-Situation hat auch ihre Vorteile. Im Vertrieb ist es für uns z.B. viel leichter und effizienter unsere Live-Demo im Call zu präsentieren. Zudem sind alle Entscheider, die sonst über mehrere Standorte in Deutschland verteilt sind, per Video-Call anwesend und haben den gleichen Kenntnisstand, können direkt beraten und entscheiden wie die nächsten Schritte aussehen.

Vor zwei Wochen waren wir zu einem Live-Termin beim Kunden vor Ort, der sich aufgrund der Corona-Abstandsregelung recht umständlich gestaltete. Ein Team von insgesamt 10 Leuten wollte und sollte unser Unternehmen kennenlernen. Dies bedeutete für mich, das ich über vier Stunden in Dauerschleife jeden einzeln hintereinander gesprochen habe und ihm mehr der weniger das Gleiche erzählt habe. Das war schon irgendwie verrückt. Aber da dieses Projekt konkreter wurde und es der ausdrückliche Wunsch des Kunden war, sich persönlich kennenzulernen, haben wir es natürlich gerne gemacht.

Die Corona-Krise wird Deutschland und die Welt noch viele Monate beschäftigen. Wie blickt eurer Unternehmen in die Zukunft?

Wir sind motiviert und optimistisch. Wie bereits zu Beginn der Krise gehen wir alles step by step an. Wir passen unsere Pläne an, wenn es die Situation und Umstände erforderlich machen. Und wir lösen die Probleme, wenn sie da sind. Bisher sind wir mit dieser Einstellung gut gefahren.

Vielen Dank an Mitgründer Felix Schweikhardt für das Interview.

HQS Quantum Simulations

Kerngeschäft: HQS Quantum Simulations entwickelt Software zur Simulation von Molekülen und Materialien, die perspektivisch auf Quantencomputern beschleunigt werden kann.
Gründungsjahr: 2017 – Teamgröße: > 20

Der Lockdown war Ende März. Wie hat sich das Verhältnis Homeoffice zu Büropräsenz bis heute dargestellt? Kann und konnte euer Team noch voll arbeiten?

Ja, wir konnten alle voll arbeiten und mussten zum Glück keine Kurzarbeit anmelden. Mit dem Lockdown sind wir alle sofort ins Homeoffice, was technisch kein Problem war, da unser Team schon vorher die Möglichkeit hatte, im Homeoffice zu arbeiten. Bis Stand heute sind etwa sechs Mitarbeiter im Büro und alle anderen befinden sich noch im Homeoffice. Das sind vor allem Teammitglieder, die zuhause eine sehr schlechte Internetverbindung haben. Diese konnten bereits ab Ende April wieder ins Büro.

Unser Büro ist in der Technologiefabrik, die selbst sehr gute Vorkehrungen getroffen hat mit Desinfektionsmittelspender, keine Aufzugbenutzung, nur Schlüsselbesitzer dürfen ins Gebäude, Besucher dürfen nur mit Anmeldung und Erlaubnis des Empfangs hinein.

Gerade sitzt jeder in einem Einzelbüro und nimmt auch dort an den Zoom-Besprechungen teil. Seit neustem finden auch wieder Face to Face Meetings statt mit zwei bis drei Personen, die dann in unserem großen Besprechungszimmer mit genügend Abstand sitzen. Bis zum Ende der Sommerferien gilt bei uns aber die Regelung, dass Homeoffice Standard ist und alles andere die Ausnahme.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf eure tägliche Arbeit?

Eigentlich hat sich nur das Arbeiten miteinander durch das Homeoffice verändert. Aus Sicht der Geschäftsführung funktioniert das Homeoffice super, auch technisch. In vielen Punkten sind wir dadurch sogar effizienter geworden. Jeden Morgen haben wir einen 15-minütigen Video-Call der ganzen Firma, da sehen oder hören wir uns alle kurz. Das ist wichtig.

Auch unser wöchentliches Productmeeting hat sich positiv verändert. Hier interagieren wir in kleinen Gruppen, die in engem Kontakt miteinander stehen, was den einzelnen Mitarbeitern gut tut. Früher haben wir zu diesen Meetings einen groben Fahrplan aufgestellt. Jetzt definieren wir klare Zeitslots für den Tag und sind somit effizienter. Das wollen wir auf jeden Fall für die Zukunft weiterführen.

Noch ein Vorteil der aktuellen Situation, wir Gründer können jetzt mehr arbeiten, da wir nicht ständig so oft unterwegs sind, um beispielsweise auf Konferenzen Vorträge zu halten. Viele Veranstaltungen und Tagungen wurden für dieses Jahr abgesagt oder finden digital statt und das können wir ohne großen Zeitaufwand umsetzen.

Welche Auswirkungen hat die Krise auf eure Auftragslage?

Unsere Arbeit gliedert sich in drei Säulen. Zwei davon, unsere eigene Forschung und die Forschung im Rahmen von Förderprojekten, laufen wie gewohnt weiter. Nur bei den Kundenprojekten in der Chemiebranche spüren wir die Veränderung. Abgesprochene Folgeprojekte für April und Mai wurden jetzt zeitlich hinausgezögert. Generell ist das Verhalten im Moment recht zögerlich, verständlicherweise warten viele lieber ab und schauen, wie sich die Lage entwickelt. Daher rechnen wir für 2020 mit weniger Kundenprojekten als wir eigentlich geplant haben und stecken die Kapazität unserer Mitarbeiter stattdessen mehr in die Entwicklung, um die Software zu schreiben, die wir für zukünftig Kundenprojekte brauchen werden.

Wo wir wirklich umplanen mussten, war die Vermarktung unserer neuen Plattform QAD. Diese wollten wir in diesem Jahr auf verschiedenen Konferenzen und Kongressen dem dortigen akademischen Umfeld vorstellen und testen lassen. Anfang März waren dafür fünf Teammitglieder in die USA geflogen, um die Plattform auf einer Physikerkonferenz erstmals zu präsentieren. Wenige Stunden nach der Landung erhielten sie die Info, dass die Konferenz wegen Corona abgesagt wurde. Also Flüge umbuchen und wieder zurück nach Deutschland, was Anfang März glücklicherweise noch problemlos über die Bühne ging. Die Aufgaben der dafür eingestellten Business Developerin mussten umstrukturiert und die Strategie geändert werden. Aber jetzt sind wir durch die Anpassung gut aufgestellt und die erste Testphase läuft.

Wie haltet ihr den Teamspirit trotz Homeoffice und Social Distancing aufrecht?

Der Daily Zoom Chanel wird nachmittags für die frühere Kaffeepause genutzt. Hier können sich die Kollegen privat und projektunabhängig austauschen. Vor Corona sind wir zudem alle zwei Wochen, nach einem Sprint abends essen oder etwas Trinken gegangen. Das versuchen wir jetzt ab und zu auch digital umzusetzen. Alle sitzen dann mit ihrem Getränk vor ihrem Laptop und stoßen virtuell miteinander an.

Außerdem versuchen wir ein offenes Ohr für die Situation unserer Mitarbeiter zu haben. Als ich beispielsweise aus meinem dreimonatigen Mutterschutz zurückgekommen bin, habe ich mit Teammitgliedern in meinem Team ein persönliches Gespräch geführt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo alle stehen und wie es jedem einzelnen geht

Die Corona-Krise wird Deutschland und die Welt noch viele Monate beschäftigen. Wie blickt eurer Unternehmen in die Zukunft?

Wir bleiben zuversichtlich und tasten uns vorsichtig durch die kommenden Monate. Bestehende Forschungsprojekte laufen weiter, das Team bleibt in seiner Größe bestehen. Mit Neueinstellungen wollen wir noch ein paar Monate abwarten. Wir gehen trotzdem mit Initiativbewerbern in die Gespräche und schauen, ob und wie es passen könnte. Als Start-up ist die Zukunft ja generell etwas ungewisser und die Arbeitsmethoden und Umstände sind flexibler und entwickeln sich dynamisch.

Ich hoffe einige positive Entwicklungen bleiben auch bestehen, wenn wir alle wieder in unseren normalen Arbeitsalltag zurückgekehrt sind. Gut finde ich hier z.B. dass die Update Meetings mit den Kunden problemlos ins Digitale übertagen werden konnten, da man sich ja kennt. Das kann auch in Zukunft gerne so bestehen bleiben.

Vielen Dank an Mitgründerin Dr. Iris Schwenk für das Interview.

memetis

Kerngeschäft: memetis hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von folienbasierten Miniatur-Aktoren aus Formgedächtnislegierung (FGL) spezialisiert. Einsatz findet diese Technologie vor allem im Bereich der Medizintechnik und Bioanalytik.
Gründungsjahr: 2017 – Teamgröße: > 10

Der Lockdown war Ende März. Wie habt ihr rückblickend reagiert?

Gefühlt haben wir damals langsam reagiert, aber rückblickend betrachtet war es dann doch sehr schnell und effizient. Wir konnten technisch schnell auf Homeoffice umstellen, da alle Tools bereits dafür vorhanden waren. Wer nicht zwingend im Labor arbeiten musste war im Homeoffice. Wir haben Schilder für das richtig Hände waschen aufgehängt, es gab genügend Seife und Desinfektionsmittel. Wir haben Wochenpläne erstellt, wer wann und wo im Büro eingeteilt ist, damit möglichst wenig Personen gemeinsam in den unterschiedlichen Räumen der Firma sind. So konnten wir den operativen Betrieb bisher ohne Probleme aufrecht erhalten.

Konnte euer Team noch voll arbeiten?

Ab April mussten wir 50% in Kurzarbeit gehen, da es einfach zu wenig Projekte gab. Auch unsere Hiwis mussten pausieren. Zwar hatten wir Ende März unglaublich viele Sales Meetings, teilweise sechs am Tag, aber konkrete Aufträge zu bekommen und abzuschließen war schwierig. Die allgemeine Lage war und ist sehr angespannt und abwartend.

Seit Mai haben wir wieder auf 80% aufgestockt, was vier Tage Vollzeit bedeutet. Dabei ist es wichtig, dass montags (Planungsrunde) und freitags (Retro-Runde) gearbeitet wird, damit alle Teammitglieder inhaltlich am Ball bleiben. Im Juni startete auch wieder ein neuer Hiwi im Team. Den Krisenmodus wollen wir jedoch so lange beibehalten bis sich die Projektlage wieder spürbar verbessert. Dies könnte bereits im Juli soweit sein.

Welche Auswirkungen hat die Krise auf eure Auftragslage?

Das Jahr 2020 sollte für uns ein Wendepunkt werden. 2019 haben wir erfolgreich am Markteintritt gearbeitet und nur einen Teil der Aufträge wirklich bereits realisieren können, da wir auch für 2020 akquiriert haben. Wir wollten 2020 unseren Jahresumsatz verdreifachen. Von Januar bis März liefen 80% unserer Arbeitskapazität auf Kundenprojekten. Wir hatten gut ½ Mio. Euro Auftragsvolumen abzuwickeln und waren hoch motiviert. Dann kam der Lockdown und ab April keine Neuprojekte dazu. Die bereits bestehenden Aufträge für den Zeitraum blieben aktiv, verzögerten sich aber zum Teil um drei Monate, z.B. wegen Werksschließungen bei einzelnen Kunden. Mit Start Mai hatten wir alle laufenden Kundenprojekte abgewickelt oder aber zeitlich verschieben müssen.

Stand heute fließen 60% unserer Kapazität in unsere Produktentwicklung sowie in Förderprojekte. Die restlichen 20-40% benötigen wir für Kundenprojekte und Fertigung, damit sind wir weit von unserer eigentlichen Jahresplanung entfernt. Natürlich könnte alles besser sein und es gibt keinen Grund zu feiern, aber im Grunde geht es uns gut.

Welche Auswirkungen hat die Krise auf euren Arbeitsalltag und das Miteinander im Team?

Ich muss sagen, dass die soften Sozialkontakte im Team über die letzten Monate etwas gelitten haben. Anfangs war die direkte Zusammenarbeit im Team sogar besser, da wir einen strukturierten Diskurs hatten, mit meist drei Touch Points über den Tag verteilt. So hatten wir einen engen Austausch innerhalb eines jeden Projekts. Gegen Ende der Krisenzeit sind die Touch Points auch oft für einen kurzen Kaffeeklatsch genutzt worden, was ja auch mal okay ist. Wir versuchen unsere Mitarbeiter*innen zu halten und ihnen eine gute Work-Life-Balance zu ermöglichen, wenn wir schon Kurzarbeit haben müssen.

Insgesamt kann ich sagen, dass die Prozesse, Kommunikation und Abstimmung enger und straffer waren und dadurch effizienter. Die Bereitschaft für ein hohes Maß an Flexibilität war groß sowie die Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen seitens der Geschäftsführung.

Die Corona-Krise wird Deutschland und die Welt noch viele Monate beschäftigen. Wie blickt eurer Unternehmen in die Zukunft?

Mittelfristig blicken wir optimistisch in die Zukunft aus zwei Gründen. Erstens haben wir eine fertige Produktlinie für Miniaturventile, die auch perfekt für automatisierte tragbare Lösungen in der Diagnostik einsetzbar ist. Die Nachfrage danach ist jetzt erst klar geworden. Die Gesundheitsbranche hat durch Corona noch einmal einen neuen Stellenwert bekommen und es wird zukünftig mehr in die Ausstattung von Krankenhäusern investiert werden. Unser Produkt würde dann zum Beispiel Anwendung in einem tragbaren Covid-19-Diagnosegerät finden können. Diese Testgeräte bestehen aus einem Fluidsystem. Vereinfacht gesagt, würden unsere Ventile dafür sorgen, dass die Flüssigkeiten richtig gesteuert werden. Daran arbeiten wir gerade.

Der Zweite Grund für unseren Optimismus ist die Tatsache, dass wir derzeit mit vier Ventilherstellern über eine strategische Kooperation sprechen. Dieser erfahren derzeit eine enorm gesteigerte Nachfrage aus dem Märkten „Medical“ und „Analytical“. Hier passen unsere Ventile ausgezeichnet zu einer Vielzahl an Anwendungen. Daher sind diese Hersteller auch an einer Zusammenarbeit mit memetis interessiert. Wir sind zuversichtlich, dass die Gespräche weiterhin gut und zielführend sind.

Vielen Dank an Mitgründer Christoph Wessendorf für das Interview.

 

Für unsere erste Ausgabe “Corona Schlaglichter” haben wir mit den Teams von AppointrixINERATEC und Twinvay gesprochen. Hier geht´s zu den Interviews >>

Das Material ist die Maschine – der Formgedächtniseffekt

Das KIT-Start-up memetis ermöglicht mit dem Prinzip des Formgedächtniseffekts hohe Schaltkräfte bei besserer Integrierbarkeit und höherer Flexibilität. Einsatz findet diese Technologie vor allem im Bereich der Medizintechnik und Analytik.

memetis ermöglicht große Kräfte und Bewegungen auf kleinstem Raum. Durch die Entwicklung folienbasierter Miniatur-Aktoren aus Formgedächtnislegierungen (FGL) haben sie das erreicht. Formgedächtnislegierungen sind metallische Legierungen, welche sich im kalten Zustand sehr leicht deformieren lassen und sich durch Erwärmung wieder selbstständig in ihre Gedächtnisform zurückwandeln. Dabei werden Wege zurückgelegt und Kräfte erzeugt. Auf dieser Basis kann eine Vielzahl an Komponenten und Systemen in verschiedenen Industrien weiter stark miniaturisiert werden und schafft somit ganz neue Anwendungen. Von Automotive über Consumer Electronics und der Luft- und Raumfahrt bis hin zu Medizintechnik und Analytik werden die spezifischen Vorteile von memetis FGL-Miniatur-Aktoren eingesetzt.

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Gründerteam von memetis: Dr. Marcel Gültig, Dr. Hinnerk Oßmer, Dr. Christof Megnin, Christoph Wessendorf

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Highlights 2017 der Gründerschmiede des KIT

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns und ein hoffentlich entspanntes Weihnachtsfest vor uns. Zeit, um die zurückliegenden Monate zu reflektieren und sich zu fragen, waren die Monate erfolgreich, wo muss ich noch besser werden, was habe ich gelernt und worauf kann ich anstoßen. Auch die Gründerschmiede des KIT blickt auf ein bewegtes Jahr 2017 zurück – wir wollen gemeinsam mit dir unsere Highlights des Jahres Revue passieren lassen.

MOMENTE 2017

Relaunch des Gründergrillens am CIE

Relaunch_GGDas beliebte Gründergrillen meldete sich im Sommer nach einer Kreativpause mit neuem Konzept und zwei neuen Teammitgliedern erfolgreich zurück. Was ist seitdem neu: das CIE organisiert das Event stets federführend und der jeweilige Hosting-Partner gestaltet den Abend inhaltlich. Verschiedene Möglichkeiten bieten hier das Vorprogramm von 18 bis 19 Uhr oder Formate wie die Start-up-Ecke und der Talent-Wall während des Grillens ab 20 Uhr.

Neu im Team!

Neu im TeamDas Team der Gründerschmiede am KIT hat 2017 Verstärkung bekommen. Maximilian Isensee ist für euch die erste Anlaufstelle am Center for Interdisciplinary Entrepreneurship (CIE). Neben der Beratung von Studierenden macht er die Eventorganisation z.B. für das Gründergrillen oder ist mit der Community Arbeit der Start-up Szene beschäftigt. Daniela Musial-Lemberg ist für die Gründerkommunikation zuständig und betreut die Kommunikationskanäle der Gründerschmiede wie z.B. unseren Newsletter oder die Website.

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Gründerteams des KIT erfolgreich bei Wettbewerben im Herbst

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CyberChampions 2017

CyberChampions Award 2017
Am 20. September 2017 wurden bei der 14. Verleihung des CyberChampions Awards im Substage Karlsruhe aussichtsreiche Gründerteams und Unternehmen aus der Digitalwirtschaft gekürt. Unter den Preisträgern waren auch drei Gründerteams aus dem KIT. Die beiden jungen Software-Unternehmen GoSilico und Kinemic erhielten die Auszeichnung „Best Startup“. Der init Innovationspreis ging an memetis.

Weconomy 2017
Beim diesjährigen Wettbewerb Weconomy – die Gründerinitiative 2017 sind unter den insgesamt elf Gewinnern auch drei Gründerteams vom KIT vertreten. Kinemic, memetis und otego konnten die Fachjury unter dem Vorsitz von Professor Burkhard Schwenker von Roland Berger von ihrer jeweiligen Geschäftsidee überzeugen. Als Preis erhalten die Teams ein Jahr lang tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee durch die Erfahrung und das Know-how von Managern aus etablierten Unternehmen und Experten sowie ein unternehmerisches Netzwerk. Darüber hinaus lädt das Handelsblatt die Gewinner zu für sie relevanten Veranstaltungen ein.

Gründer des Monats Juli: memetis GmbH

memetis_logo_180pxBREIT„Es läuft“ beim Start-up memetis: Die vier Gründer sind nicht nur unsere Gründer des Monats, sondern gewannen im Mai auch den Elevator Pitch BW 2017. Das Unternehmen entwickelt folienbasierte, thermisch aktivierbare Miniatur-Aktoren aus Formgedächtnislegierungen (FGL). Diese ermöglichen hohe Schaltkräfte bei besserer Integrierbarkeit und höherer Flexibilität. Einsatz findet diese Technologie vor allem im Bereich der Medizintechnik und Bioanalytik. Wir haben die Gründer im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

memetis GmbH

Die Gründer von memetis (v.l.n.r.): Dr. Marcel Gültig, Dr. Hinnerk Oßmer, Dr. Christof Megnin und Christoph Wessendorf.

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