3D-Zellkulturgefäße nach Maß

Die KIT-Ausgründung 300MICRONS entwickelt und produziert 3D-Zellkultursysteme in Miniatur.

Seit knapp 20 Jahren forscht Prof. Dr. Eric Gottwald am KIT daran, wie Zellen dreidimensional kultiviert werden können. Zellkulturexperimente sind vor allem in der biologischen und pharmazeutischen Forschung und der Biotechnologie von Bedeutung.

Prof. Dr. Eric Gottwald, einer der Gründer von 300MICRONS. Auf den Bildschirmen im Hintergrund sind Aufnahmen von 3D-Zellkulturen zu sehen.

Prof. Dr. Eric Gottwald, einer der Gründer von 300MICRONS. Auf den Bildschirmen im Hintergrund sind Aufnahmen
von 3D-Zellkulturen zu sehen.

Im Gegensatz zu 2D-Kulturgefäßen, wie etwa den flachen Petrischalen, gewährleisten 3D-Kultursysteme organotypischeres Wachstum der Zellen. Somit sind Ergebnisse besser auf den menschlichen Organismus übertragbar. Die Technologie zur Herstellung der Systeme basiert auf den Arbeiten der Mitgründer Dr. Stefan Giselbrecht und Dr. Roman Truckenmüller, zwei ehemalige Mitarbeiter des KIT.

Die Idee zur Gründung eines Unternehmens hat das Team schon seit gut 15 Jahren. „Es gab damals jedoch nachweislich noch keinen Markt. Wir waren Vorreiter mit unserer Technologie“, erklärt der Biologe Gottwald. So entwickelte das Team anhand eines patentierten Herstellungsverfahrens zunächst ein Produkt für eigene Forschungszwecke. Seit einigen Jahren jedoch geht der Trend in der Grundlagenforschung sowie in der industriellen Nutzung hin zu 3D-Kultursystemen. 2014 unternahmen die drei Wissenschaftler daher einen neuen Anlauf zur Gründung. Das junge Unternehmen 300MICRONS produzierte anfangs mit eigens entwickelten Maschinen und viel Handarbeit. Schon vor der offiziellen Firmengründung konnte 300MICRONS so erste Umsätze erzielen. Weiterlesen