Elevator Pitch BW 2014/15 – Starke Leistung der Gründerregion Karlsruhe

Am 18.06.2015 hatte die Suche nach den besten Gründerinnen und Gründer im Ländle nun ein Ende. Beim großen Landesfinale des Elevator Pitch BW in Stuttgart traten alle Sieger der Regional Cups ein letztes Mal gegeneinander an und präsentierten die besten Ideen des Landes. Im Oktober 2014 startete die Tour durch den Südwesten Baden-Württembergs und machte Halt in 18 Städten, z.B. Karlsruhe und Bruchsal. Veranstalter des Elevator Pitch BW ist die Initiative für Existenzgründung und Unternehmensnachfolge (ifex) des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. Insgesamt 180 Jungunternehmer und Start-ups präsentierten ihre Geschäftsideen in einem Elevator Pitch bei den Regional Cups. Zum großen Landesfinale schafften es schließlich 19 Teams – 18 regionale Gewinner und der Publikumsliebling aus dem Wildcard-Voting. Weiterlesen

Gründer des Monats Juni: IneraTec – Innovative Reactor Technology

IneraTec_Logo_180Das Unternehmen IneraTec entwickelt eine containerbasierte Kompaktanlage, mit der flüssige synthetische Kraftstoffe aus kleinen und mittleren Gasquellen gewonnen werden können. Durch die Verwendung von Biogas entstehen regenerative Kraftstoffe. So können Kraftstoffe dort produziert werden, wo Bedarf besteht. Mit den eigens entwickelten Kompaktanlagen hat IneraTec eine neue Technologie innerhalb der chemischen Verfahrenstechnik geschaffen und hebt sich von den großen Chemieanlagen ab, in denen dieser Prozess bis dahin stattgefunden hat. Wir haben das Team von IneraTec im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Team von IneraTec

Team von IneraTec

Weiterlesen

Teil 3: Die diskursiven Kreativitätstechniken

Heute möchte ich zwei diskursive Kreativitätstechniken vorstellen: Die morphologische Analyse und das Ursache-Wirkungsdiagramm (Ishikawa-Diagramm).

Die morphologische Analyse

Die morphologische Matrix, oder auch morphologischer Kasten genannt, ist das wohl am weitesten verbreitete Instrument einer diskursiven Kreativitätstechnik und wurde von dem Schweizer Astrophysiker Fritz Zwicky (1898-1974) entwickelt. Die morphologische Matrix bildet das Kernstück der morphologischen Analyse, durch die sich Probleme schrittweise zerlegen lassen und daraufhin in einem Gesamtlösungsfeld erfasst werden können. Genauer gesagt, werden in einer Matrix einzelne Parameter und deren Lösungsalternativen gegenübergestellt. Durch die Kombination der Parameter-Lösungs-Felder können dann neue Lösungswege zum Vorschein kommen. Damit eignet sich die Anwendung der morphologischen Analyse vor allem bei der Entwicklung von neuen Produkten und in der frühen Innovationsphase. Merkmalsausprägungen können so in verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten dargestellt werden.

Der Vorgang lässt sich in fünf Schritte unterteilen:

  1. Kategorien festlegen, die wichtig für die Problemstellung sind
  2. Zu den einzelnen Kategorien alle möglichen Lösungsalternativen bzw. Merkmale festhalten
  3. Kategorien und Lösungsalternativen/Merkmale in eine Matrix übertragen
  4. Alle denkbaren Kombination von Merkmalen miteinander verknüpfen und auf Ihre Funktion und Sinnhaftigkeit prüfen
  5. Die beste Kombinationslösung weiterverfolgen und verfeinern

Die untere Abbildung zeigt beispielhaft eine Kombinationslösung in einer morphologischen Matrix, die sich mit der Entwicklung eines neuen portablen Musikplayers beschäftigt:

MorphologischerKasten_600

Morphologischer Kasten zur Entwicklung eines portablen Musikplayers

Das Ursache-Wirkungsdiagramm

Wenn Probleme auf ihre Ursachen hin überprüft werden müssen, eignet sich eine genaue Analyse der kausalen Zusammenhänge. Der japanische Wissenschaftler Kaoru Ishikawa entwickelte Anfang der 40er Jahre ein Fischgrätendiagramm (Ishikawa-Diagramm), durch das verschiedene Einflussfaktoren auf Ergebnisse grafisch darstellt werden können. Hierdurch lassen sich Probleme auf ihre Ursache und Wirkung visualisieren und analysieren. Die Ergebnisse können im Team oder in der Gruppe als Diskussionsgrundlage dienen. Bei der Erstellung des Diagramms müssen sich zu aller erst die Teilnehmer im Klaren sein, welches Problem zu Grunde liegt und wie es definiert ist. Dann wird es mit einem horizontalen Pfeil versehen und auf die rechte Seite unter Wirkung verzeichnet. Anstatt eines Problems kann jedoch auch ein Ziel angegeben werden. Im zweiten Schritt werden die Haupteinflussgrößen festgelegt. Weit verbreitet sind die sogenannten 4 Ms (Material, Maschine, Methode, Mensch). Diese sind jedoch beliebig erweiterbar und selbstverständlich nicht verpflichtend. Die Haupteinflussgrößen werden diagonal als Pfeil dargestellt und von kleineren Pfeilen, den Hauptursachen, flankiert. Diese Hauptursachen können z.B. durch Kreativitätstechniken eruiert und sogar von weiteren Nebenursachen begleitet werden. Das bedeutet, Nebenursachen beeinflussen Hauptursachen und Hauptursachen wirken wiederum auf Haupteinflussgrößen, die zu einem Problem oder Ziel führen.

Ursache-Wirkung_600

Schematische Darstellung eines Ishikawa-Diagramms

Gründer des Monats Mai: Falquez, Pantle und Pritz GbR

Nuberisim_Logo_RGB_150_ppiDas Unternehmen Falquez, Pantle und Pritz GbR bietet Software-as-a-Service für Strömungs- und Lärmprognosen in der technischen Geräteentwicklung. Mithilfe der cloud-basierten Plattform NUBERISIM lassen sich komplexe Hochleistungssimulationen ganz einfach via Browser ansteuern und bedienen. Potenzielle Lärmquellen werden so bereits während der Produktentwicklung erkannt, Maßnahmen zur Lärmminimierung können rechtzeitig ergriffen werden. Wir haben Dr. Iris Pantle im Interview zu der Idee, der Gründungszeit und den Zukunftsaussichten befragt.

Nuberisim_Team_460x275

Team von NUBERISIM (v.l.): Balazs Pritz, Iris Pantle, Carlos Falquez (Quelle: KIT / Markus Breig)

Weiterlesen

Professoren/innen als Promotoren

Ein Unternehmen aus der Wissenschaft heraus zu gründen, ist eine bedeutende Herausforderung – egal ob im Studium oder als frischer Absolvent. Neben Lernen, Prüfungen und Vorlesungen soll auch noch das Geschäftsmodell entwickelt, der Markt betrachtet und der Finanzplan erstellt werden. Fördermittel ermöglichen einen ersten Schritt, um die notwendigen Freiräume für diese Entwicklungen zu schaffen. Jedoch ist gerade für Wissenschaftler die Bereitschaft des Arbeitgebers notwendig, diesen Weg gehen zu können. Weiterlesen