KIT-Hightech-Inkubator – Raum zum Wachsen für otego

Trotz innovativer Geschäftsidee ist der Weg in die Selbstständigkeit nicht immer einfach. In der Anfangsphase einer Gründung geht es dabei in erster Linie um die Frage nach der Finanzierung sowie die Suche nach passenden Räumlichkeiten zur Umsetzung dieser Idee. Doch die Mietpreise für Büro- und Laborräume gestalten sich auf dem freien Markt oft zu einer kostspieligen Angelegenheit, die für junge Unternehmen nur schwer zu stemmen ist.

Die Neuen im Hightech-Inkubator: André Gall, Frederick Lessmann, Matthias Hecht und Silas Aslan von oteo

Die Neuen im Hightech-Inkubator: André Gall, Frederick Lessmann, Matthias Hecht und Silas Aslan von otego

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KIT Entrepreneurship Talk mit Prof. Stork – Pionier des Technologietransfers am KIT

Prof. Stork bei den KIT Entrepreneurship TalksAm 23.04.2015 fand die Auftaktveranstaltung der Entrepreneurship Talks im Sommersemester 2015 statt. Zu Gast war Prof. Dr. Wilhelm Stork, mehrfacher Gründer von Spin-offs des KIT, kollegialer Institutsleiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) und Direktor des Bereichs Embedded Systems und Sensor Engineering am Forschungszentrum Informatik. Er berichtete über seinen beruflichen Werdegang, der Wissenschaft und Entrepreneurship eindrucksvoll verknüpft.

Schon sehr früh setzte sich Prof. Stork neben seiner reinen Forschungstätigkeit mit unternehmerischem Denken auseinander. Seine Motivation dafür war die Neugier darauf, ob es Möglichkeiten gibt, seine Forschungsergebnisse in Anwendungen umzusetzen und ob es bereits Firmen am Markt gibt, die daraus Produkte fertigen könnten. Die Frage der Umsetzung oder gar Verwertung von Forschungsergebnissen am Markt ist an Universitäten zur damaligen Zeit nicht selbstverständlich gewesen – es sei ein Novum gewesen und wurde damals noch nicht gerne gesehen. Entsprechend musste Prof. Stork sein Vorhaben zunächst relativ unbemerkt verfolgen. Weiterlesen

3D-Zellkulturgefäße nach Maß

Die KIT-Ausgründung 300MICRONS entwickelt und produziert 3D-Zellkultursysteme in Miniatur.

Seit knapp 20 Jahren forscht Prof. Dr. Eric Gottwald am KIT daran, wie Zellen dreidimensional kultiviert werden können. Zellkulturexperimente sind vor allem in der biologischen und pharmazeutischen Forschung und der Biotechnologie von Bedeutung.

Prof. Dr. Eric Gottwald, einer der Gründer von 300MICRONS. Auf den Bildschirmen im Hintergrund sind Aufnahmen von 3D-Zellkulturen zu sehen.

Prof. Dr. Eric Gottwald, einer der Gründer von 300MICRONS. Auf den Bildschirmen im Hintergrund sind Aufnahmen
von 3D-Zellkulturen zu sehen.

Im Gegensatz zu 2D-Kulturgefäßen, wie etwa den flachen Petrischalen, gewährleisten 3D-Kultursysteme organotypischeres Wachstum der Zellen. Somit sind Ergebnisse besser auf den menschlichen Organismus übertragbar. Die Technologie zur Herstellung der Systeme basiert auf den Arbeiten der Mitgründer Dr. Stefan Giselbrecht und Dr. Roman Truckenmüller, zwei ehemalige Mitarbeiter des KIT.

Die Idee zur Gründung eines Unternehmens hat das Team schon seit gut 15 Jahren. „Es gab damals jedoch nachweislich noch keinen Markt. Wir waren Vorreiter mit unserer Technologie“, erklärt der Biologe Gottwald. So entwickelte das Team anhand eines patentierten Herstellungsverfahrens zunächst ein Produkt für eigene Forschungszwecke. Seit einigen Jahren jedoch geht der Trend in der Grundlagenforschung sowie in der industriellen Nutzung hin zu 3D-Kultursystemen. 2014 unternahmen die drei Wissenschaftler daher einen neuen Anlauf zur Gründung. Das junge Unternehmen 300MICRONS produzierte anfangs mit eigens entwickelten Maschinen und viel Handarbeit. Schon vor der offiziellen Firmengründung konnte 300MICRONS so erste Umsätze erzielen. Weiterlesen

Besonderheiten von Life Science Gründungen

Seit einigen Jahren entstehen am KIT zunehmend mehr Gründungen aus dem Life-Science-Bereich, wie z.B. Amcure, Incella, Acquifer, Corvolution oder kürzlich 300Microns. In diesem Bereich gibt es hochspannende Projekte, welche durch sofortige internationale Ausrichtung größere Wachstumschancen als ein klassisches Start-up aufweisen, aber auch deutlich komplexer und somit arbeitsintensiver in der Konzeptionsphase sind.

Während sich ein technisch oder IT-basiertes Start-up vor allem am Markt orientiert, muss eine erfolgreiche Life-Science-Gründung zusätzlich immer im wissenschaftlichen Bereich agieren. Nur wer auf Konferenzen präsent ist und die Ergebnisse, die mit der Start-up-Technologie generiert wurden, nachweisbar in wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert, wird im akademischen Markt, der häufig der Einstiegsmarkt ist, wahrgenommen.

Die wissenschaftlichen Gründer verbleiben deshalb oft im akademischen Bereich, anstatt wie üblich komplett in das Management des Start-up-Unternehmens zu wechseln. Als Co-Founder unterstützen sie im beratenden Gremium, dem sog. Advisory Board, die Produktentwicklung, prägen die Unternehmensstrategie mit und unterstützen durch ihr wissenschaftliches Netzwerk die Kundenakquise.

Auch die Finanzierung von Life-Science-Gründungen stellt eine besondere Herausforderung dar. Werden Laborversuche zur Produktentwicklung oder -herstellung benötigt, kommen hohe Kosten auf das junge Unternehmen zu. Hier kann das KIT unterstützen, indem es für die Anfangsphase der Gründung komplett ausgestattete Labor- und Büroräume im KIT-eigenen Hightech-Inkubator gegen moderate Mietpreise zur Verfügung stellt.

Nicht zuletzt benötigen Life-Science-Gründer viel Durchhaltevermögen. Der wirtschaftliche Erfolg stellt sich bei ihnen aufgrund der langen Phasen der Produktentwicklung und -zulassung erst viel später ein, insbesondere im klinischen Bereich. Im Vergleich dazu können nicht-technologiebasierte Start-ups schon nach einer kurzen Anlaufphase ein eigenes Produkt oder eine Dienstleistung am Markt anbieten.

Arbeitest du gerade an einer Technologie, aus der sich eine Geschäftsidee entwickeln lässt? Spielst du mit dem Gedanken zu gründen? Benötigst du Beratung zum Thema Gründung? Dann nutze die Angebote der KIT-Gründerschmiede und vereinbare einen Termin mit dem Beraterteam von KIT-Innovationsmanagement – wir begleiten dich bei deinem Gründungsvorhaben.